Peter Herrlich
Peter Herrlich (* 10. November 1940 in München) ist ein deutscher Molekular- und Tumorbiologe, Professor emeritus und leitete von 2003 bis 2011 das Leibniz-Institut für Alternsforschung.
Werdegang
Peter Herrlich studierte Medizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München und habilitierte an der FU Berlin in Biochemie und Molekularbiologie. Nach Forschungsaufenthalten auch in den USA (Chicago und New York) leitete er eine Arbeitsgruppe am MPI in Berlin, bevor er 1977 zum Professor für Genetik an die Universität Karlsruhe berufen wurde und am Forschungszentrum Karlsruhe die Abteilung Genetik des Instituts für Genetik und Toxikologie über Jahrzehnte leitete. 2003 wurde er Professor für Molekulargenetik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Direktor des Leibniz-Instituts für Alternsforschung, dessen Neuausrichtung auf biomedizinische Altersforschung er initiierte. Er befasste sich insbesondere mit dem Zusammenhang von Altern und Krebsentstehung und den in beiden Bereichen wichtigen Prozessen der Zellteilung und Zellmigration (Metastasenbildung bei Tumoren).
Ein jahrelanger Forschungsschwerpunkt ist die zum Teil umstrittene Bedeutung von einzelnen CD44-Spleißvarianten bei der Tumorprogression und Metastasierung, die bis heute zu keinem Therapieansatz geführt hat.
Er ließ sich zwischen 1977 und 1980 von Hilmer & Sattler ein Wohnhaus in Karlsruhe-Grötzingen errichten.
Auszeichnungen und Ehrungen
- 1989 Meyenburg-Preis
- 1993 Mitglied der Academia Europaea[1]
- 1995 Antoine-Lacassagne-Preis der Ligue Nationale Contre le Cancer in Paris
- 1995 Landesforschungspreis Baden-Württemberg
- 2012 Ernst Jung-Medaille für Medizin in Gold
Weblinks
- Homepage seines Labors
- Kurzlebenslauf (PDF-Datei; 79 kB)
- Würdigung anlässlich des Ernst Jung Preises an der Universität Jena
Einzelnachweise
- ↑ Mitgliederverzeichnis: Peter Herrlich. Academia Europaea, abgerufen am 28. Juni 2017 (englisch).