Peter Grahl
Peter Grahl (* 1. Juli 1941 in Leipzig) ist ein deutscher Designer und war Hochschullehrer.
Leben und Werk
Grahl absolvierte von 1959 bis 1961 eine Lehre als Möbeltischler und studierte von 1961 bis 1966 Industrieformgestaltung an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle – Burg Giebichenstein (HIF). Danach leistete er bis 1968 Wehrdienst bei der NVA. Ab 1968 war er an der HIF tätig, bis 1972 als wissenschaftlich-künstlerischer Mitarbeiter, bis 1974 als Oberassistent in der Sektion Arbeitsmittelgestaltung und ab 1978 als Dozent. Von 1974 bis 1982 war er Direktor der Sektion II. Von 1982 bis 1984 waren Grahl und seine Ehefrau, die Designerin Kathrin Grahl (* 1950), als Berater beim Aufbau der Designhochschule Instituto Superior de Diseño Industrial (ISDi) in Havanna zur kubanischen Designbehörde Oficina Nacional de Diseño abgeordnet.
Ab 1984 leitete er die Fachklasse Arbeitsmittelgestaltung der HIF. Nach der deutschen Wiedervereinigung hatte Grahl bis zum Ausscheiden aus dem aktiven Hochschuldienst 2006 eine Professur für Industriedesign und Kunsterziehung.
Grahl war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR. Er wurde 1980 mit dem Design-Preis der DDR geehrt.
Beispiele für Werke Grahls
Von Grahl designte Produkte
- Manikür- und Pedikür-Gerät (1974; produziert vom VEB Elektrogerätewerk Suhl)[1]
- Manikür-Gerät (1974; mit Horst Oehlke; produziert vom VEB Elektrogerätewerk Suhl)[2]
- Montagesystem für Pausenräume in Werkhallen (1978)
- Thermoskanne (1984/1985, Plast/Metall; mit Armin Graßl)
In der DDR publizierte Fachaufsätze
- Hochschule beteiligt sich an Rationalisierung. In: Form + Zweck, Berlin, 1/1974, S. 12–16[3]
- Arbeit im Freien. In: Form + Zweck, 3/1974, S. 29–32[4]
Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR
- 1974 und 1979: Halle, Bezirkskunstausstellung
- 1977 bis 1988: VIII. bis X. Kunstausstellung der DDR
Literatur
- Heinz Hirdina: Gestalten für die Serie. Design in der DDR. 1949 – 1985. Verlag der Kunst, Dresden, 1988, S. 376
- Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 275
Weblink
Einzelnachweise
- ↑ GRASSI Museum für Angewandte Kunst | Sammlung. Abgerufen am 12. Dezember 2025.
- ↑ GRASSI Museum für Angewandte Kunst | Sammlung. Abgerufen am 12. Dezember 2025.
- ↑ SLUB Dresden: Form + Zweck. Abgerufen am 12. Dezember 2025.
- ↑ SLUB Dresden: Form + Zweck. Abgerufen am 12. Dezember 2025.