Peter Buck (Unternehmer)

Peter S. Buck (* 19. Dezember 1930 in Portland, Maine; † 18. November 2021 in Danbury, Connecticut)[1] war ein US-amerikanischer Kernphysiker, Unternehmer und Philanthrop. Er ist vor allem als Mitbegründer der Sandwich-Kette Subway bekannt. Gemeinsam mit dem Freund seiner Familie, Fred DeLuca, eröffnete er 1965 in Bridgeport (Connecticut) das erste Subway-Lokal (anfangs „Pete’s Super Submarines“) – aus einem Darlehen von 1000 US-Dollar heraus finanziert. Später wurde der Name auf „Subway“ verkürzt und ab den frühen 1970er Jahren begann die Expansion durch Franchising. Subway entwickelte sich daraufhin zum weltweit größten Schnellrestaurant-Netzwerk mit über 40.000 Filialen (Stand 2021).

Frühes Leben und Ausbildung

Peter Buck wurde als Sohn von Ervin und Lillian „Molly“ Buck am 19. Dezember 1930 in Portland (Maine) geboren. Er wuchs auf einer Gemüsefarm in South Portland auf und schloss 1948 die South Portland High School ab. Anschließend studierte er Physik am Bowdoin College in Brunswick (Maine) und erhielt 1952 seinen Bachelor-Abschluss. Er war der erste Akademiker seiner Familie. Danach wechselte Buck an die Columbia University in New York City, wo er im Fach Kernphysik promovierte (unter Anleitung renommierter Physiker wie Isidor Isaac Rabi).

Wissenschaftliche Karriere

Nach der Promotion arbeitete Buck als Ingenieur und Physiker in der Atomenergiebranche. Ab 1957 war er beim US-Konzern General Electric im Knolls Atomic Power Laboratory in Schenectady (New York) tätig, wo er an der Entwicklung von Atomkraftwerken für U-Boote und Kriegsschiffe der US-Marine mitarbeitete. In den 1960er Jahren wechselte er zu United Nuclear in White Plains (New York) und zuletzt zu Nuclear Energy Services in Danbury (Connecticut).

Mitbegründung und Entwicklung von Subway

Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit stieg Buck ins Gastgewerbe ein. Buck investierte 1000 US-Dollar in das Projekt seines Freundes Fred DeLuca, das bei Studienkosten unterstützen sollte. 1965 wurde damit in Bridgeport (Connecticut) „Pete’s Super Submarines“ eröffnet, das die Basis für die Fastfood-Kette Subway war.[2]

Das teuerste Sandwich kostete anfangs 69 Cent. Drei Jahre später, um 1968, tauften Buck und DeLuca ihr Geschäft in „Subway“ um und setzten auf ein Franchise-Modell. Innerhalb weniger Jahre wuchs das Unternehmen rasant: Subway gilt heute (2021) als weltgrößte Fastfood-Kette mit über 40.000 Restaurants in mehr als 100 Ländern. Nach einigen Jahrzehnten wurden sowohl Buck als auch DeLuca zu Multimilliardären; das Magazin Forbes schätzte Bucks Vermögen auf rund 1,7 Milliarden US-Dollar.

Philanthropie und weitere Aktivitäten

Buck engagierte sich neben Subway intensiv sozial. 1999 gründete er gemeinsam mit seiner zweiten Frau Carmen Lucia Buck die Peter and Carmen Lucia Buck Foundation (PCLB), eine private Familie-Stiftung, die Bildungsprojekte und soziale Initiativen fördert. Er spendete mehrfach an wissenschaftliche und gemeinnützige Einrichtungen; so war er langjähriges Mitglied des Kuratoriums des Smithsonian Natural History Museums. Unter anderem schenkte Buck dem Smithsonian 2004 einen 23-karätigen Rubin („Carmen Lucia Ruby“) zum Gedenken an seine verstorbene Frau. Auch lokale Institutionen wie das Danbury Hospital und seine Alma Mater Bowdoin College profitierten von seinen Zuwendungen. Nach seinem Tod ging sein halber Anteil an Subway testamentarisch an die Peter-und-Carmen-Lucia-Buck-Stiftung über, um das Vermächtnis seiner philanthropischen Arbeit abzusichern.

Tod und Vermächtnis

Peter Buck starb am 18. November 2021 im Alter von 90 Jahren in Danbury, Connecticut. Das Unternehmen Subway gab an, keine Todesursache bekannt zu geben. Auf Anraten von Buck hatte sein langjähriger Partner Fred DeLuca die Kette bereits 2015 verlassen (DeLuca starb 2015 im Alter von 67 Jahren). Buck selbst wurde postum vielfach geehrt: Bowdoin College verlieh ihm 2008 eine Ehrendoktorwürde, und 2009 wurde auf dem Campus ein Gesundheits- und Fitnesszentrum nach ihm benannt. Sein Erbe lebt in der fortdauernden Bedeutung von Subway sowie in den von ihm gegründeten Stiftungen und zahlreichen wohltätigen Projekten weiter.

Quellen: Angaben zu Geburt, Karriere und Tod beruhen auf Presseberichten und Nachrufen (AP News, RND, Portland Press Herald) sowie auf Biografiedaten der Bowdoin College Alumni-Obituary. Weitere Details stammen aus offiziellen Subway- und Stiftungsinformationen sowie Berichten seriöser Finanzmedien.

Einzelnachweise

  1. Peter L. Buck. In: Geni.com. MyHeritage Ltd., 26. Februar 2025, abgerufen am 19. September 2025.
  2. Michael Hotz: Darum schenkt der Subway-Mitgründer seine Firmenanteile einer Stiftung. In: Handelszeitung. Ringier AG, Ringier Medien Schweiz, 5. Februar 2023, abgerufen am 19. September 2025 (Schweizer Hochdeutsch).