Peter-Lukas Graf

Peter-Lukas Graf (* 5. Januar 1929 in Zürich oder Schlieren[1]; † 31. Dezember 2025 in Binningen; heimatberechtigt in Speicher) war ein Schweizer Flötist und Dirigent.

Leben

Peter-Lukas Graf war der Sohn des Arztes Ernst Graf. Er studierte Flöte in Zürich bei André Jaunet sowie in Paris bei Marcel Moyse und Roger Cortet. Er erhielt am Conservatoire national de Paris den Ersten Preis als Flötist. Das Diplom als Dirigent erwarb er 1950 bei Eugène Bigot. Von 1950 bis 1956 arbeitete er als Soloflötist beim Winterthurer Stadtorchester, ab 1951 wiederholt beim Schweizerischen Festspielorchester in Luzern. Ausserdem gewann Graf 1953 den Ersten Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD und den Bablock Preis des H. Cohen International Music Award in London.

Graf war von 1960 bis 1970 hauptsächlich als Konzert- und Operndirigent am Stadttheater Luzern tätig. Von 1973 bis 1994 dozierte er als Professor für Flöte an der Musik-Akademie der Stadt Basel.[2] Er unterrichtete bei vielen internationalen Meisterkursen und war gefragter Juror bei internationalen Musikwettbewerben. Der international als Solist, Kammermusiker und Dirigent tätige Graf nahm über 40 Schallplatten und CDs auf.[3] Er lebte in Binningen.

Peter-Lukas Graf war verheiratet und hatte drei Kinder. Sein Sohn Florian Graf ist Künstler, die Tochter Aglaia Graf ist Pianistin. Peter-Lukas Graf starb am Silvestertag 2025, fünf Tage vor seinem 97. Geburtstag.[4][5]

Schriften

  • Interpretation – Grundregeln zur Melodiegestaltung. Schott, Mainz 1996, ISBN 3-7957-5752-5.
  • The Singing Flute. Ein Melodiebuch für Flötisten. Schott, Mainz 2003, ISBN 978-3-7957-5751-9
  • Backstage. Über Musik, die Flöte und das Leben. Schott, Mainz 2020, ISBN 978-3-7957-2155-8.

Auszeichnungen und Ehrungen

Literatur

  • Schweizerischer Tonkünstlerverein, Andres Briner, Cedric Dumont und Willi Schuh: Schweizer Musiker-Lexikon. Atlantis Verlag, Zürich 1964/1965, S. 146f.
  • Die Musik in Geschichte und Gegenwart: allgemeine Enzyklopädie der Musik. Personenteil Fra–Gre 7. 2. neubearbeitete Auflage. Bärenreiter, Kassel 2002, S. 1464f.
  • Regula Puskás: Peter-Lukas Graf. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 19. Januar 2006.

Einzelnachweise

  1. Regula Puskás: Peter-Lukas Graf. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 19. Januar 2006.
  2. Zum Tod des Flötisten Peter-Lukas Graf - Musik-Akademie Basel. Abgerufen am 9. Januar 2026.
  3. Der berühmte Schweizer Flötist Peter-Lukas Graf ist gestorben. Abgerufen am 9. Januar 2026.
  4. Eva Oertle: Internationale Koryphäe - Berühmter Schweizer Flötist Peter-Lukas Graf gestorben. In: srf.ch. 5. Januar 2026, abgerufen am 5. Januar 2026.
  5. Death of Swiss flutist Peter-Lukas Graf. In: musikzeitung.ch. 5. Januar 2026, abgerufen am 5. Januar 2026.
  6. a b c Peter-Lukas Graf. Abgerufen am 9. Januar 2026.