Pescanova
| Nueva Pescanova S.L.
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|---|---|
| Rechtsform | Sociedad Anónima |
| ISIN | ES0169350016 |
| Gründung | 1960 |
| Sitz | Redondela, Spanien |
| Leitung | José María Benavent Valero (Präsident)
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| Mitarbeiterzahl | 12.000 (2022) |
| Umsatz | 1.087 Millionen Euro Mrd. Euro[2] |
| Branche | Fischerei |
| Website | www.nuevapescanova.com |
| Stand: 2. Februar 2023 | |
Nueva Pescanova S.L. ist ein spanischer Fischereikonzern mit Sitz an der galicischen Atlantikküste in der Gemeinde Chapela-Redondela (Provinz Pontevedra), nordöstlich von Vigo, dem bedeutendsten Fischereihafen der Welt, der die zentrale Operationsbasis des Konzerns ist.
Das Unternehmen ist mit einem Umsatz von über 1 Mrd. Euro und annähernd 12.000 Mitarbeitern in 19 Ländern (davon etwa 3.500 in Spanien), rund 60 eigenen Schiffen und jährlich erzeugten 150.000 Tonnen an Fischereiprodukten das größte Fischereiunternehmen Europas und zählt zu den fünf weltgrößten Unternehmen der Branche sowie zu den bedeutendsten Lebensmittelunternehmen Spaniens.
Pescanova wurde 1960 in Vigo von José Fernández López gegründet (nach Beratung u. a. durch Valentín Paz-Andrade) und war von Beginn an mit modernster Ausrüstung, insbesondere damals noch außergewöhnlichen Fabrikschiffen ausgestattet. Seit 1980 steht es unter der Leitung seines Sohnes Manuel Fernández de Sousa-Faro. Das seit 1985 an der Madrider Börse notierte Unternehmen ist durch zahlreiche Tochtergesellschaften in rund 80 Ländern aktiv, mit Verarbeitungsstätten in Spanien, Portugal, Namibia, Nicaragua, Honduras, Chile (Lachs), Ecuador (Shrimps) und anderen Staaten.
Am 15. April 2013 musste Pescanova Insolvenz anmelden, nachdem bereits seit einiger Zeit finanzielle Probleme bestanden und zuletzt Unregelmäßigkeiten bei der Buchhaltung (höhere Schulden als in den Büchern ausgewiesen) aufgedeckt wurden.[3] Außerdem gab der Firmenchef erhebliche Aktienverkäufe zu, die der Börsenaufsicht nicht gemeldet worden waren.[4]
In 2015 wurde die Firma Pescanova S.A. restrukturiert und als Nueva Pescanova, S.L. neu gegründet.[5] Größter Anteilseigner mit 97 % ist das Finanzinstitut Abanca Corporacion Bancaria S.A.[6]
2022 und 2023 gelangte Nueva Pescanova in die internationalen Schlagzeilen, als Pläne für die weltweit erste Oktopus-Zucht bekannt wurden.[7][8][9][10] Jährlich sollen in Las Palmas auf Gran Canaria bis zu einer Million Tintenfische gezüchtet werden.[11] 60 spanische und internationale Organisationen aus dem Tier- und Umweltschutzbereich schlossen sich in der Folge gegen das Vorhaben zusammen, darunter der Deutsche Tierschutzbund. Es wird kritisiert, dass Oktopusse als intelligente und sensible Lebewesen in der Zucht leiden würden.[8]
Weblinks
- Website von Pescanova (spanisch, englisch)
Einzelnachweise
- ↑ CONSEJO DE ADMINISTRACIÓN (englisch), nuevapescanova.com, abgerufen am 2. AFebruar 2023.
- ↑ Compañia (spanisch), www.pescanova.com, abgerufen am 2. Februar 2023.
- ↑ Spanischer Fischereikonzern: Pescanova meldet Insolvenz an, Handelsblatt, 15. April 2013
- ↑ Nach Insolvenzantrag: Nächste Negativschlagzeile für Pescanova, Handelsblatt, 16. April 2013
- ↑ Website von Nueva Pescanova, S.L., abgerufen am 2. Februar 2023
- ↑ Nueva Pescanova aprueba una inyección de 70 millones de Abanca cincodias.elpais.com, vom 16. Januar 2023
- ↑ Ute Müller: Tod durch Erfrieren: Auf Gran Canaria sollen Tausende von Oktopussen gezüchtet werden. Neue Zürcher Zeitung, 18. April 2023, abgerufen am 22. Oktober 2025.
- ↑ a b Reiner Wandler: Zu viel Stress für Oktopusse. TAZ, 4. Mai 2022, abgerufen am 22. Oktober 2025.
- ↑ Claire Marshall: World's first octopus farm proposals alarm scientists. BBC, 16. März 2023, abgerufen am 22. Oktober 2025.
- ↑ World’s first octopus farm stirs ethical debate. New York Post, 23. Februar 2022, abgerufen am 22. Oktober 2025.
- ↑ Chantal Stäubli: Spanien züchtet vielleicht bald zum ersten Mal Oktopusse – warum das so problematisch ist. Watson, 24. April 2023, abgerufen am 22. Oktober 2025.