Peischlachkesselkees

Peischlachkesselkees

Peischlachkesselkees mit Grindenkarköpfen von Norden (2009)

Lage Tirol, Österreich
Gebirge Schobergruppe
Fläche 0,7 ha [1]
Höhenbereich 3075 m ü. A. – 2930 m ü. A. [1]
Koordinaten 46° 59′ 52″ N, 12° 42′ 35,4″ O
Entwässerung Kesselkeessee → Peischlachbach → Kalserbach
Vorlage:Infobox Gletscher/Wartung/Bildbeschreibung fehlt

Das Peischlachkesselkees ist ein Gletscher der Schobergruppe in der Gemeinde Kals am Großglockner im Bezirk Lienz (Osttirol).

Lage

Das Peischlachkesselkees befindet sich im Talschluss des Peischlachbaches an der Westseite der Schobergruppe um das Böse Weibl. Das Peischlachkesselkees besteht aus zwei Teilen, wobei der westliche Gletscherteil nur rund sechs Prozent der Gesamtfläche ausmacht. Die westliche Teilfläche des Gletschers, eigentlich ein letzter Gletscherrest, befand sich im Jahr 2022 unterhalb bzw. nördlich des Tschadinsattels, der das Tschadinhorn im Südwesten vom Bösen Weibl im Nordosten trennt. Die östliche Teilfläche des Gletschers liegt unterhalb des Kesselkeessattels bzw. an der Ostflanke des Bösen Weibls. Diese Teilfläche war jedoch 2022 bereits in mehrere Teilflächen zerfallen. Das westliche Peischlachkesselkees war im September 2022 nur noch 405 m² groß, das östliche Peischlachkesselkees 6.114 m².[1]

Geschichte

Anfang der 1870er Jahre war das Gebiet um das Böse Weibl wesentlich stärker vergletschert. Zu jener Zeit war auch die Südseite des Bösen Weibl beidseits des Verbindungsgrats zum Ruiskopf noch vergletschert. An der Nordseite bildete das Peischlachkesselkees eine zusammenhängende Gletscherfläche zwischen dem Tschadinsattel und den Gridenkarköpfen, der bis in eine Tiefe von rund 2600 Metern hinabreichte. Auch das Kar zwischen den Gridenkarköpfen war 1870 vergletschert.[2] Das Peischlachkesselkees umfasste 1850 rund 0,57 km².[3] Im Zuge des Gletscherschwundes seit der Mitte des 19. Jahrhunderts zog sich das Peischlachkesselkees zunächst bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts um rund 100 Höhenmeter zurück, bildete jedoch noch eine zusammenhängende Gletscherfläche.[4] Bis zum Jahr 1998 war jedoch die westliche Gletscherfläche gegenüber 1850 bereits um 93 % zurückgegangen. Die östliche Teilfläche wies zwischen 1850 und 1998 einen Verlust von 62 % ihrer Fläche auf. Insgesamt umfasste das Peischlachkesselkees 1998 noch 0,16 km².

Einzelnachweise

  1. a b c tirisMaps
  2. Tiroler Rauminformationssystem: Franzisco-Josephinische Landesaufnahme, Datenstand 1870/73
  3. glims.org
  4. Tiroler Rauminformationssystem: US Army Map 1952