Pehlivanköy (Stadt)
| Pehlivanköy | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | Türkei | |||
| Provinz (il): | Kırklareli | |||
| Koordinaten: | 41° 21′ N, 26° 55′ O | |||
| Höhe: | 25 m | |||
| Einwohner: | 1.597[1] (2018) | |||
| Telefonvorwahl: | (+90) 288 | |||
| Postleitzahl: | 39 600 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | 39 | |||
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2019) | ||||
| Gliederung: | 3 Mahalle | |||
| Bürgermeister: | Hüseyin Açıkel (AKP) | |||
| Postanschrift: | Kazımdirik Mah., Cumhuriyet Meydanı No:6 D:2, 39600 Pehlivanköy/Kırklareli, Türkei | |||
| Website: | ||||
Pehlivanköy ist eine türkische Stadt und Hauptort des gleichnamigen Landkreises.
Geografische Lage
Die Stadt liegt in der Provinz Kırklareli in Ostthrakien, etwa 50 km südwestlich der Provinzhauptstadt Kırklareli. Der türkische Name bedeutet „Ringerdorf“.
Geschichte
Der historische Name Pavli (bulgarisch: Pavulo) ist abgeleitet vom griechischen Namen Agios Pavlos (Αγιος Παυλος). Der Ort wurde vom byzantinischen Kaiser Michael III. gegründet. Unter dem Namen Pavulo war Pehlivanköy lange ein christliches religiöses Zentrum. Nach dem Russisch-Osmanischen Krieg 1877–78 siedelten hier moslemische Familien aus dem Balkan.
Laut Stadtsiegel wurde der Ort 1948 zur Gemeinde (Belediye) erhoben.
Verkehr
Die Stadt besitzt seit 1873 Bahnanschluss, als der entsprechende Abschnitt der Bahnstrecke İstanbul Sirkeci–Swilengrad eröffnet wurde. Der gleichnamige Bahnhof der Stadt wurde 1971 zum Trennungsbahnhof als die neu gebaute direkte Strecke nach Bulgarien, die hier von der historischen Strecke abzweigt, eröffnet wurde.
In den Balkankriegen war der größte Teil der europäischen Besitzungen des Osmanischen Reiches verloren gegangen, doch gelang es dem Osmanischen Reich im Frieden von Konstantinopel Ostthrakien mit Edirne zu behaupten. Um im Ersten Weltkrieg den Kriegseintritt Bulgariens auf Seiten der Mittelmächte zu ermöglichen, trat das Osmanische Reich das westlich der Maritza gelegene Gebiet, auf dem sich der Streckenabschnitt westlich von Pythio/Uzunköprü und der Bahnhof von Edirne in Karaağaç befand, an Bulgarien ab. Dieses Gebiet wurde nach dem Ersten Weltkrieg im Vertrag von Neuilly-sur-Seine Griechenland zugeschlagen. Der Türkei gelang es aber im Vertrag von Lausanne war 1923 Ostthrakien mit Edirne zurückzugewinnen, einschließlich des westlich der Maritza gelegenen Bahnhofs von Edirne in Karaağaç, aber ohne Kontrolle über den größten Teil des dorthin führenden Schienenstrangs. Dieser lief westlich von Pythio/Uzunköprü zunächst über griechisches, dann im Bereich von Karaağaç über türkisches und dann wieder bis zur bulgarischen Grenze wieder über griechisches Territorium. Die politischen Spannungen zwischen Griechenland und der Türkei führten dann zum Neubau der Strecke und der Verlegung des Bahnhofs von Edirne, wodurch der Bahnverkehr zwischen der Türkei und Bulgarien nicht mehr über griechisches Territorium führte.
Weblinks
- Trakyanet Infos über die ostthrakischen Provinzen
Einzelnachweise
- ↑ Türkiye Nüfusu İl ilçe Mahalle Köy Nüfusları, abgerufen am 4. Juli 2019