Pedro Gómez Barroso de Sotomayor

Pedro Gómez Barroso de Sotomayor (auch: Pedro Gómez Barroso; * etwa 1270 in Toledo, Kastilien; † 14. Juli 1348 in Avignon) war ein spanischer Adliger und hoher Kirchenmann im 14. Jahrhundert.

Frühes Leben und Herkunft

Pedro Gómez Barroso entstammte dem Adelsgeschlecht Barroso/Sotomayor.[1][2] Er war Sohn von Fernán Pérez Barroso, Señor von Calabazas, und Mencía Méndez de Sotomayor. Er hatte mindestens zwei Geschwister, darunter eine Schwester Sancha Fernández Barroso, die mit Pedro López de Ayala verheiratet war. Er wurde in jungen Jahren in kirchliche Dienste erzogen. Er war Berater von König Alfons XI. von Kastilien, wurde dann Prior von Sevilla. Sein Großneffe Pedro Gómez Álvarez de Albornoz Barroso war auch Kardinal.

Bischof von Cartagena und Kardinal

Am 3. September 1326 wurde er zum Bischof von Cartagena, damals im Königreich Kastilien gelegen, ernannt. Bereits am 18. Dezember 1327 kreierte ihn Papst Johannes XXII. zum Kardinalpriester mit dem Titel Santa Prassede. Er war der erste Kardinal, dem die Birett (Kardinals‑Hut) per Boten zugestellt wurde. Zuvor überreichte. Er wurde Legat von König Alfons XI. um Frieden zwischen dem Monarchen und den kastilischen Adligen zu erreichen. Am 6. Januar 1338 verlieh König Alfons XI. von Kastilien ihm das Herrschaftsrecht über die Stadt Parla, womit er der erste Señor von Parla wurde.[3] Zwischen 5. März 1331 und Juli 1340 war er Kämmerer des Heiligen Kardinalskollegiums. Im Dezember 1338 wurde Kardinalprotopriester. Im August 1341 stieg er zum Kardinalbischof von Sabina auf.

Er weihte Alan (1341), Giovanni de Glandis (1341), Alexandre (1342), Jean Zaulini (1342) und Dietrich von Portitz (Kagelwit) OCist (1346) zu Bischöfen. Er nahm an den Konklaven 1334, das Papst Benedikt XII. wählte und 1342, das Papst Clemens VI. wählte, teil.

Tod und Erinnerungen

Pedro Gómez Barroso starb in Avignon (Frankreich) im Jahr 1345 (nach anderen Quellen 14. Juli 1348) und wurde im von ihm gestifteten Konvent von Santa Práxedes bestattet. Er hinterließ keine Nachkommen, sodass sein Herrschaftstitel auf seinen Bruder Garcí Fernández Barroso überging.

Werke

Von den mehreren Schriften, die ihm zugeschrieben werden, ist nur ein Werk sicher erhalten geblieben: das Libro de los conseios et conseieros.

Quellen und Literatur

  1. Francisco Javier de Garma y Salcedo: Theatro universal de España: descripción eclesiástica y secular de todos sus Reynos y Provincias en General y particular. 1738 (google.es [abgerufen am 19. Oktober 2025]).
  2. Johannes Baptist Alzog: Historia eclesiástica o adiciones a la Historia general de la Iglesia. Librería Religiosa, 1859 (google.es [abgerufen am 19. Oktober 2025]).
  3. Hilarion Valens: Obra filosófico-político-religiosa dedicada al Excmo. e Ilmo. Sr. D. Fr. Francisco de la Puente, obispo de Segovia. Aguado, 1849 (google.es [abgerufen am 19. Oktober 2025]).