Paul von Hodenberg

Paul Hermann Adolf Freiherr von Hodenberg (* 29. Juni 1881 in Köln; † 10. April 1954 auf dem Gut Sandbeck bei Bremen)[1] war ein deutscher Verwaltungsbeamter und Rittergutsbesitzer.

Herkunft

Seine Eltern waren Karl Wilhelm Hermann Freiherr von Hodenberg (1830–1913) und dessen dritte Ehefrau Bertha Gätjens (1858–1928), Tochter von Claus Hinrich Gätjens (Bürgermeister von Pinneberg). Sein Vater war Dr. iur. und Geheimer Regierungsrat.

Leben

Paul von Hodenberg studierte Rechtswissenschaften an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. 1900 wurde er Mitglied des Corps Vandalia Heidelberg.[2] Nach dem Studium trat er in den preußischen Staatsdienst ein. 1908 legte er das Regierungsassessor-Examen bei der Regierung in Düsseldorf ab.[3]

1909 heiratete Freiherr Paul von Hodenberg in Charlottenburg Erica Freiin von Plato, Tochter[4] der Anny von Bülow (1847–1931) und des Freiherrn Detlev von Plato.

1910 war er Regierungsassessor in Berlin.[2] Von 1918 bis 1920 war er Landrat des Landkreises Dramburg.[5] 1933 war er vertretungsweise Landrat des Landkreises Osterholz.[6] Von Oktober 1933 bis 1944 war er schließlich Landrat des Landkreises Soltau.[7] Hier war er 1937 auch beteiligt an den Unterdrückungsmaßnahmen vers. der Missionstätigkeit[8] der Hermannsburger Mission. Zeitgleich ist sein Eintritt in die NSDAP zu verzeichnen.[9]

Zuletzt lebte er auf seinem Gut Sandbeck bei Bremen.[10]

Genealogie

  • Walter von Hueck, Friedrich Wilhelm Euler, u. a.: Genealogisches Handbuch der Freiherrliche Häuser. A (Uradel). 1980. Band XII, Band 74 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1980, S. 174.

Einzelnachweise

  1. Walter von Hueck et al.: Genealogisches Handbuch der Freiherrliche Häuser. A (Uradel). 1980. Band XII, Band 74 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1980, S. 174.
  2. a b Karl Rügemer (Hrsg.): Kösener Korps-Listen von 1798 bis 1910. Carl Gerber GmbH München. Verlag der Academischen Monatshefte, Starnberg 1910, 122 (Corps), 769.
  3. Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Bestand I. HA Rep. 125, Nr. 2147.
  4. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. Gerader Jahrgang: Deutscher Uradel. 1922. Zweiundsiebzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1921, S. 608.
  5. Rolf Jehke-Herdecke (Hrsg.): Landkreis Dramburg Verwaltungsgeschichte und Landratsliste, In: Territorial.de.
  6. Rolf Jehke-Herdecke (Hrsg.): Landkreis Osterholz Verwaltungsgeschichte und Landratsliste, In: Territorial.de.
  7. Rolf Jehke-Herdecke (Hrsg.): Landkreis Soltau Verwaltungsgeschichte und Landratsliste, In: Territorial.de.
  8. Gunther Schendel: Die Missionsanstalt Hermannsburg und der Nationalsozialismus. LIT-Verlag, Münster/Berlin 2009, ISBN 978-3-8258-0627-9, S. 562.
  9. Dirk Stegmann: Politische Radikalisierung in der Provinz. Lageberichte und Stärkemeldungen der Politischen Polizei und der Regierungspräsidenten für Osthannover 1922 - 1933. In: Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen. 35; Quellen und Untersuchungen zur allgemeinen Geschichte Niedersachsens in der Neuzeit. Band 16; Verlag Hahn, Hannover 1999, ISBN 3-7752-5909-0, S. 108.
  10. Otto Gerlach (Hrsg.): Kösener Corpslisten 1960. C. L. Mettcker & Söhne-Jever. Im Selbstverlag des Verbandes Alter Corpsstudenten, Kassel 1961, 68 (Corps), 700.