Paul Steinmetz (Pädagoge)
Paul Steinmetz (* 30. Oktober 1904 in Marbach am Neckar; † 29. April 1992 in Winsen/Aller) war ein deutscher Erwachsenenpädagoge.[1]
Leben und Wirken
Paul Steinmetz, der der Wandervogelbewegung angehörte, studierte bis 1928 Volkswirtschaftslehre, Soziologie, Staatslehre, Philosophie und Neuere Geschichte und promovierte 1929 bei Alfred Weber an der Universität Heidelberg mit einer wegweisenden Arbeit über "Die deutsche Volkshochschulbewegung". Im Jahre 1928 begann seine Arbeit in der Erwachsenenbildung. Zunächst war er Assistent bzw. Lehrer an der Heimvolkshochschule Dreißigacker, die von Eduard Weitsch geleitet wurde. In Heidelberg wirkte er seit 1929 mit bei Begegnungsveranstaltungen zwischen der Universität und der Erwachsenenbildung. Ab 1932 bzw. 1933 befand er sich beim Reichsarbeitsdienst. Nach dem Zweiten Weltkrieg wirkte er 1948 zusammen mit Fritz Borinski an der Heimvolkshochschule Göhrde an einem Ausbildungsseminar für Lehrer. Von 1949 bis zum Eintritt in den Ruhestand 1969 leitete er die Heimvolkshochschule Hustedt in Niedersachsen. Hinzu kamen seine Aktivitäten in der Verbandsarbeit des Volkshochschulwesens auf Bundesebene sowie in Niedersachsen.
Veröffentlichungen
- Die deutsche Volkshochschulbewegung (= Probleme der Staats- und Kultursoziologie, Bd. 5). Braun, Karlsruhe 1929 (= Dissertation Universität Heidelberg).
- Die religiös-kirchliche Lebenssphäre und der junge Arbeiter im Heim. In: Freie Volksbildung, Jg. 1932, H. 5/6, S. 161–169.
- Jugend in der Gewerkschaft. In: Gewerkschaftliche Monatshefte, Bd. 10 (1959), S. 139–146.
- Einige Gedanken zum Selbstverständnis und zu den Grundpositionen von "Arbeit und Leben". In: Gewerkschaftliche Monatshefte, Bd. 12 (1961), H. 10, S. 593–602.
- Zur Ideologie der deutschen Volkshochschulbewegung. In: Wolfgang Schulenberg (Hrsg.): Erwachsenenbildung (= Wege der Forschung, Bd. 291). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1978, S. 57–64, ISBN 3-534-05263-3.
Festschrift
- Heimvolkshochschule Jägerei Hustedt e.V. (Hrsg.): Paul Steinmetz. Festschrift zum 80. Geburtstag. Hustedt 1984.
Literatur
- Willi B. Gierke/Uta Loeber-Pautsch: Die pluralen Strukturen der Erwachsenenbildung. Zur Geschichte der Erwachsenenbildung in Niedersachsen 1947–1960. Zwei Bände. Bibliotheks- und Informationssystem der Universität, Oldenburg 2000, ISBN 3-8142-0737-8 (Volltext).
Einzelnachweise
- ↑ Hans Tietgens: Paul Steinmetz. In: Günther Wolgast, Joachim H. Knoll (Hrsg.): Biographisches Handwörterbuch der Erwachsenenbildung. Erwachsenenbildner des 19. und 20. Jahrhunderts. Burg Verlag, Stuttgart 1986, ISBN 3-922801-84-6, S. 387; Steinmetz, Paul, Dr. In: Meta-Archiv für Erwachsenenbildung (Biographische Daten, abgerufen am 29. Dezember 2025).