Paul Steinberg

Paul Steinberg (* 13. Dezember 1857 in Liegnitz, Provinz Schlesien; † im 20. Jahrhundert) war ein deutscher Kommunalpolitiker. Er war von 1889 bis 1892 Bürgermeister von Detmold im Fürstentum Lippe und anschließend bis 1903 Bürgermeister von Culm in der preußischen Provinz Westpreußen.

Leben

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften kam Paul Steinberg als Referendar in seine Heimatstadt und war danach für kurze Zeit bei der Regierung in Königsberg tätig. Nachdem er kein Staatsexamen ablegte, quittierte er seinen Staatsdienst und engagierte sich bei dem konservativ-nationalliberalen Wahlbündnis Kartellparteien. Nachdem zum Jahresende 1888 die Wahlzeit des Bürgermeisters Theodor Petri abgelaufen war, konnte sich Steinberg bei der Wahl am 13. November 1888 mit zwölf zu elf Stimmen gegen den (alteingesessenen) Petri durchsetzen und das Amt das Detmolder Bürgermeisters übernehmen[1] In seine Amtszeit fällt der Weiterbau der Eisenbahnstrecke von Detmold nach Altenbeken. Während seiner Tätigkeit wurde er mehrmals für Militärübungen beim Grenadier-Regiment Nr. 10 vom Dienst freigestellt. Steinberg fühlte sich in seiner Arbeit durch enge Kontrollen durch die fürstliche Regierung beeinträchtigt und suchte sich eine neue Beschäftigung, die er im westpreußischen Culm fand. Dort konnte er zum 1. Oktober 1892 das (wesentlich besser bezahlte) Amt des Bürgermeisters antreten. Da er in seiner Detmolder Amtszeit durch einen Fehler bei einem Immobiliengeschäft einen Schaden verursacht hatte, unterstützte er die Errichtung eines Freiligrath-Denkmals in Detmold.

Er blieb bis 1903 im Amt des Bürgermeisters.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Lippische Chronik; Lippischer Kalender: Detmolds Bürgermeister in den letzten 100 Jahren (Digitalisat)