Paul Jandl
Paul Jandl (* 1962 in Wien) ist ein österreichischer Kulturjournalist, Literaturkritiker und Moderator. Er lebt in Berlin.
Leben und Wirken
Paul Jandl studierte Germanistik und Philosophie an der Universität Wien. Zunächst Arbeit für das Radio des Österreichischen Rundfunks ORF und für die österreichischen Tageszeitungen Der Standard und Die Presse. Zwischen 1994 und 2009 berichtete er als Wiener Kulturkorrespondent für das Feuilleton der NZZ. Ab 2010 arbeitete er als Kritiker und Korrespondent für die Zeitung Die Welt. Von 2010 bis 2013 war er als Lektor des Jung und Jung Verlags tätig.[1] Seit 2017 arbeitet Jandl wieder als Kulturjournalist und Literaturkritiker für die NZZ. Jandl ist Mitglied der Jury beim Ernst-Jandl-Preis (er ist mit dem Dichter Ernst Jandl nicht verwandt), außerdem ist er Teil der Jury der SWR-Bestenliste[2]. Von 2009 bis 2013 war er Mitglied der Jury des Ingeborg-Bachmann-Preises.[3] 2008 war Jandl Gastdozent als Max Kade Critic in Residence an der Washington University in St. Louis. Er nahm Lehraufträge zur Literaturkritik an verschiedenen Universitäten im deutschsprachigen Raum wahr.
Werke
- Architektur- und Landschaftszwänge. Zur Raumthematik in Hermann Burgers Roman „Schilten“. Diplomarbeit, Universität Wien, 1990
- Gedankenspiele über das Glück. Droschl Verlag, Graz 2020, ISBN 978-3-99059-060-7
Herausgeberschaft:
- Landnahme. Der österreichische Roman nach 1980. Böhlau Verlag, Wien 1989, ISBN 3-205-05245-5
Auszeichnungen
Weblinks
- Literatur von und über Paul Jandl im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- „Lady Macbesser“ Theater-Rezension von Jandl: «Macbeth» in Wien – Stephan Kimmig beendet den Shakespeare-Zyklus des Burgtheaters, NZZ vom 23. Dezember 2008, abgerufen am 19. Juli 2012
- Jandl als Kommentator „Gulasch antisemitisch“, Die Welt vom 26. Oktober 2011, abgerufen am 19. Juli 2012
- Sammlung der Beiträge Jandls für Die Welt
- Das Zitat ist die Krücke des Denkens, Kurzessay von Jandl zum Wert/Unwert des Zitats heutzutage, Neue Zürcher Zeitung vom 23. Mai 2019
- Lesen!, Kurzessay von Jandl über das Lesen, Neue Zürcher Zeitung vom 11. März 2018
- Das Feuilleton ist der nutzloseste Teil einer Zeitung. Er erweist seinen grössten Nutzen gerade dann, wenn er seinem Ruf gerecht wird, Paul Jandl über die Bedeutung des Feuilletons, Neue Zürcher Zeitung vom 22. Juni 2025
- Kuntere Untiere, Knittlitzen und Strichgewitter, Laudatio Paul Jandls auf Oswald Egger, den Preisträger des Georg Büchner-Preises 2025
Einzelnachweise
- ↑ Personalie Paul Jandl wird Lektor bei Jung und Jung / Dr. Angelika Klammer verlässt den Verlag. Buchmarkt, 13. September 2010, abgerufen am 18. Juli 2012.
- ↑ Verzeichnis der Jurymitglieder der SWR-Bestenliste
- ↑ a b Profil Paul Jandl beim Bachmannpreis, abgerufen am 23. Mai 2019.