Paul Galligan
Peter Paul Galligan (* 20. Juni 1888 in Carrigallen, County Leitrim, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland; † 14. Dezember 1966) war ein irischer Politiker der Sinn Féin. Er war von Januar 1919 bis Juni 1922 Teachta Dála (Abgeordneter) im Dáil Éireann, dem irischen Unterhaus des Oireachtas (irisches Parlament).
Biografie
Galligan gehörte der Irish Republican Brotherhood und den Irish Volunteers an. Beim Osteraufstand 1916 fuhr er mit dem Fahrrad von Dublin nach Wexford und überbrachte die Befehle. Mit den dortigen Volunteers besetzte er Ferns. Als der Osteraufstand scheiterte und die Volunteers aufgelöst wurden, radelte er zu sich nach Hause in das County Cavan und wurde dort festgenommen. Galligan wurde zunächst zum Tode verurteilt, die Strafe wurde zu fünf Jahren Arbeitslager reduziert. Bei den Wahlen 1918 wurde er im Wahlkreis Cavan West in das House of Commons gewählt, er zog jedoch nicht in Westminster ein und versammelte sich auch nicht mit den gewählten (süd)irischen Abgeordneten im Mansion House in Dublin, um den Revolutionary Dáil zu bilden, weil er sich in Haft befand. Nach einer Freilassung wurde er im September 1920 erneut festgenommen. Bei den Wahlen 1921 wurde er dann im Wahlkreis Cavan in den Dáil gewählt. Er gehörte zu den Befürwortern des anglo-irischen Vertrages. Zu den Wahlen 1922 trat er nicht mehr an.[1] Milroy wurde 1928 in den Seanad Éireann gewählt und konnte den Sitz bis zur Abschaffung des Seanads in früherer Form 1936 halten. Er nahm den Sitz zunächst als Mitglied der Cumann na nGaedheal wahr, mit dem Zusammenschluss von Cumann na nGaedheal mit der National Centre Party als Mitglied der Fine Gael. Nach dem Inkrafttreten der neuen Verfassung wurde er in den Seanad Éireann 1938 über die Arbeitsliste gewählt. Er verlor jedoch seinen Sitz bei den Wahlen zum Seanad nach den Wahlen 1938.