Paul Deak

Paul Deak von Mihály (ungarisch Deák Pál, † 1706 bei Turin) war ein kaiserlicher Oberst sowie Kommandant und Inhaber des Husaren-Regiments No. 8. Hirtenfeld nennt ihn einen kühnen aber nicht sehr charaktervollen Parteigänger.

Leben

Er kommandierte im 5. Österreichischer Türkenkrieg schon im Jahre 1689 ein Husaren-Korps mit welchem er in den folgenden Jahren viele Streifzüge gegen die Türken unternahm. Im 1696 errichtete er das Husarenregiment No.8 und kämpfte mit diesem bei Olasch (1696) und Zenta (1697). Im spanischen Erbfolgekrieg stand er unter Prinz Eugen in Italien. Im Dezember 1701 entdeckte und eroberte er einen Konvoi, welcher aber von den Franzosen zurückerobert wurde. Er war an der Schlacht bei Cremona beteiligt, dann bei Luzzara. Unter Marquis D'Avia nahm er an dem Streifzug nach Mailand (Mailänder Husaren-Streich) teil.

1703 geriet Deak in französische Gefangenschaft. Als sich die Verhandlungen zu seiner Entlassung in die Länge zogen, wechselte er in das französische Lager und verbreitete 1705 bei Turin Angst und Schrecken. 1706 fiel die Stadt wieder an die Österreicher. Noch vor der Schlacht von Turin hatte Deak viele seiner Offiziere und 70 Mann um sich versammelt und wechselte während der Schlacht in das kaiserliche Lager.[1] Er erhielt seinen Pardon, starb aber wenig später im Lager.

Sein Regiment erhielt vorübergehend der Oberst Andreas von Viszlay anschließend noch im gleichen Jahr FML Ladislaus Jacob Splényi de Mihály.[2]

Literatur

  • Jaromir Hirtenfeld, Oesterreichisches Militär-Konversations-Lexikon, A[-K], Band 2, S. 19
  • Gustav Amon von Treuenfest, Geschichte des k. k. Huszaren-Regimentes Alexander Freiherr v. Koller Nr. 8, S. 79

Einzelnachweise

  1. Feldzüge des Prinzen Eugen von Savoyen, Band 8, S.271
  2. Den in der Literatur teilweise angegebenen Stefan gibt es nicht, siehe dazu Constantin von Wurzbach: Splény, Stephan. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. 36. Theil. Kaiserlich-königliche Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1878, S. 206 (Digitalisat).