Paul Antin

Paul Antin (* 14. April 1863 in Bordeaux; † 8. April 1930 in Arès, Département Gironde) war ein französischer Maler, der vor allem für seine Landschafts-, Genre- und Porträtmalerei bekannt ist.[1]

Leben

Paul Antin, mit vollem Namen Antoine Paul Victor Antin, wurde 1863 in Bordeaux geboren. Er erhielt seine künstlerische Ausbildung unter anderem bei William-Adolphe Bouguereau, Louis-Augustin Auguin, Maurice Dupuy und Tony Robert-Fleury. Paul Antin war zunächst in Paris tätig, später ließ er sich dauerhaft in Bordeaux nieder. Seit 1888 stellte er regelmäßig im Salon des Artistes Français in Paris aus und blieb dort bis 1928 präsent. Im Jahr 1900 nahm er an der Pariser Weltausstellung teil. Für seine künstlerischen Leistungen wurde er beim Salon des Artistes Français 1900 mit der Bronzemedaille und 1925 mit der Goldmedaille ausgezeichnet. 1917 wurde er zum Chevalier de la Légion d’Honneur ernannt. Paul Antin starb 1930 in Arès im Département Gironde.[1]

Werk

Sein Werk umfasst Landschaften, Genrebilder und Porträts. Einen besonderen Schwerpunkt bildeten Flusslandschaften, insbesondere Darstellungen der Ufer der Maas. Darüber hinaus schuf er zahlreiche Szenen aus dem Leben der Bergleute des lothringischen Kohlebeckens. Diese Darstellungen sind häufig von einer ausgeprägt sozialkritischen, miserabilistischen Tendenz geprägt. Ein bekanntes Beispiel ist das Gemälde Charbonnages et usines, das auf der Pariser Weltausstellung im Jahr 1900 gezeigt wurde. Diese inhaltliche Ausrichtung gilt als möglicher Grund dafür, dass Paul Antins Werke trotz ihrer künstlerischen Qualität zu seinen Lebzeiten vergleichsweise wenig Anerkennung im Kreis der Kunstliebhaber fanden. Ein Gemälde Pul Antins mit dem Titel Soleil sur la neige befindet sich im Museum in Bordeaux.[1]

Literatur

  • Édouard-Joseph, Gustave: Dictionnaire biographique des artistes contemporains, Band 1, Art et Édition, Paris 1930.
  • Guérin, Jean / Guérin, Bernard: Des hommes et des activités autour d’un demi-siècle (1899–1957), Delmas, Bordeaux 1957.
  • Schurr, Gérald: Les petits maîtres de la peinture, 1820–1920, Band 1, Les Éditions de l’Amateur, Paris 1975.
  • Bénézit, Emmanuel: Dictionnaire des peintres, sculpteurs, dessinateurs et graveurs, Band 1, Gründ, Paris 1976.
  • Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 1: A – Bedeschini. Paris, 2006.

Einzelnachweise

  1. a b c Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 1: A – Bedeschini. Paris 2006.