Paul Adolph von Wrochem
Paul Adolph (Adolf) von Wrochem (geb. 30. Juli 1840 in Groß Paniow; gest. 25. November 1916 in Potsdam)[1] war ein preußischer Geheimer Regierungs- und Landrat.[2][3][4]
Herkunft und Leben
Paul Adolph von Wrochem war Angehöriger des oberschlesischen Adelsgeschlechts Wrochem. Er war der Sohn von Adolph von Wrochem (1813–1891), Landesältester und Erbherr auf Groß Paniow, und dessen Ehefrau (⚭ 1839) Marie Agnes (1818–1914), geb. von Tschirschky und Bögendorff. Von 1870 bis 1899 amtierte er als Landrat des Kreises Wohlau. Er war außerdem Vorsitzender im Aufsichtsrat der 1897 gegründeten Liegnitz-Rawitscher Eisenbahn-Gesellschaft (RBE).
Persönliches
Paul Adolph von Wrochem war Ehrenritter des Johanniterordens. Er war seit dem 17. Februar 1874 in Groß Sürchen im Kreis Wohlau mit Emma Marie Mathilde Hildegard (1853–1906), geb. Freiin von Köckritz und Friedland, Tochter des Gutsherrn Diepold von Köckritz[5] und Friedland und der Mathilde von Kessel und Zeutsch, verheiratet.[2][1][3] Das Ehepaar hatte keine Nachkommen. Paul Adolph von Wrochem hatte zwei Schwestern. Elisabeth (1841–1914) war mit dem Landesältesten Bernhard von Rieben verheiratet, Olga von Wrochem (1843–1905) mit dem 1870 gefallenen Offizier Heinrich Synold von Schüz, jüngster Sohn des Ferdinand Synold von Schüz.
Literatur
- Marcelli Janecki (Red. zug.): Jahrbuch des Deutschen Adels. Band III, Hrsg. Deutsche Adelsgenossenschaft, Vaterländische Verlagsanstalt W. T. Bruer, Berlin 1899, S. 848–849.
- Handbuch der deutschen Aktiengesellschaften. Ein Hand- und Nachschlagenbuch für Bankiers, Kaufleute, Industrielle, Kapitalisten etc. Zweite Auflage, Ausgabe 1897–98. II. Band, A. Schumann's Verlag, Leipzig 1897, S. 64.
- C. Herrlich: Wochenblatt der Johanniter-Ordens Balley Brandenburg. Jahrgang 39, Nr. 9, Julius Sittenfeld. Carl Heymanns Verlag, Berlin, den 2. März 1898, S. 50.
- Herold (Verein) (Hrsg.): Der Deutsche Herold. Zeitschrift für Wappen-, Siegel- und Familienkunde. Jahrgang XXVI, Berlin, April 1895 in der Google-Buchsuche S. 41
Einzelnachweise
- ↑ a b Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Deutscher Uradel. 1921. Zweiundzwanzigster Jahrgang, Justus Perthes. Gotha 1920, S. 944 (familysearch.org – (kostenlose Registrierung erforderlich)).
- ↑ a b Moritz Maria Weittenhiller: Genealogisches Taschenbuch der Ritter- und Adels-Geschlechter. 1880. Fünfter Jahrgang, Buschak & Irrgang, Brünn/Wien 1879, S. 532.
- ↑ a b Geschichte des Geschlechtes von Köckritz von 1209–1512 und der Schlesischen Linie bis in die Neuzeit, Aus urkundlichen Quellen zusammengestellt, von Diepold von Köckritz, Breslau, 1895. Josef Max' Verlag in der Google-Buchsuche S. 384 f.
- ↑ Handbuch für das Preussische Haus der Abgeordneten. Berlin, 1894, Druck und Verlag W. Moeser Hofbuchdruckerei in der Google-Buchsuche S. 341
- ↑ Marcelli Janecki: Handbuch des Preußischen Adels. Band 1, Hrsg. Königliches Herolds-Amt, Ernst Siegflied Mittler und Sohn, Berlin 1892, S. 274.