Paul-Schneider-Straße 13 (Weimar)
Das Haus Paul-Schneider-Straße 13 ist ein denkmalgeschütztes Mietshaus im Reformstil in der Westvorstadt von Weimar.
Geschichte und Beschreibung
Zur Bauzeit hieß die Paul-Schneider-Straße Lottenstraße.[1] Das dreigeschossige Gebäude entstand 1904/05 im Auftrag des Bauunternehmers Hugo Ernst nach dem Entwurf des Architekten Wilhelm Müller. Es steht in der Straßenflucht. Das Gebäude hat ein Mansarddach. Es wurde aus den üblichen Baumaterialien errichtet. Der kubische Baukörper besteht im Erdgeschoss aus Backstein, während die darüberliegenden Etagen aus Fachwerk mit Vorlagemauerwerk errichtet wurden. An der Ost- und Nordseite ist er durch verschiedene Aus- und Aufbauten gegliedert. Das zeigt sich insbesondere an dem bis zum Dachgeschoss erstreckenden Runderker. Gerade dieser Runderker an der Nordostecke gibt der Komposition der Baumassen eine Ausrichtung auf die nahe gelegene Kreuzung Paul-Schneider-Straße/Mozartstraße. Im Obergeschoss an der Straßenfassade befindet sich ein weiterer Erker mit Austritt, dessen Plattform als Balkon bis an den Runderker heranreicht. Mit dem Runderker ist auch das bekrönende Zwerchhaus mit dem korbbogigen Giebelfeld und seinen seitlichen Voluten baulich verbunden. An der Ostseite befindet sich ein Risalit mit Loggien, der oben mit einem Fachwerkgiebel abschließt. Der Putzdekor wurde sparsam eingesetzt. Der Zugang zum Grundstück besitzt einen Torbogen, der in seinem Scheitel das Baujahr „1905“ anzeigt. Die bauzeitliche Ausstattung ist weitgehend erhalten geblieben.[2]
Einzelnachweise
- ↑ Gitta Günther, Rainer Wagner: Weimar Straßennamen S. 77 und 109, RhinoVerlag Ilmenau. ISBN 978-3-939399-49-0.
- ↑ Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile, E. Reinhold, Erfurt 2009, S. 787 f. Fälschlich steht hier Alfred Müller. Laut dem Register ist aber Wilhelm Müller als entwerfender Architekt gemeint. Ein „Alfred Müller“ steht nicht im Register!
Koordinaten: 50° 58′ 45,4″ N, 11° 19′ 3,8″ O