Pat Coleman (Musiker)
Pat George Coleman (* 2. Juni 1949 in Kingston, England; † 1. September 2025[1]) war ein kanadischer Jazzmusiker (Gitarre) und Musikproduzent.
Leben und Wirken
Coleman wanderte 1958 mit seiner Familie nach St. Albert, Alberta, aus. Er begann schon früh Gitarre zu lernen und spielte mit 15 Jahren Bass in Bands aus der Gegend von Edmonton. Anfang der 1970er-Jahre war er in Vancouver Mitbegründer der Rockband Uproar. Sie veröffentlichte die Single „Different Drummer“ bei GRT Records und spielte Shows mit Procol Harum, The Moody Blues, Ritchie Blackmore’s Rainbow, James Cotton und Chuck Berry sowie bei einer Tournee durch Kanada mit Frank Zappas Mothers of Invention, bei der Flo & Eddie die Leadsänger waren.[2]
Nach einigen Jahren in Vancouver zog Coleman mit seiner Familie nach Los Angeles, wo er an der Dick Grove School of Music Jazzgitarre, Orchestrierung und Arrangement studierte. Danach kehrte er zunächst nach Vancouver zurück; 1978 zog er nach Toronto, wo er eine Musikproduktionsfirma namens Interplay gründete. Er komponierte und produzierte Musik für Fernsehen, Rundfunk, Filmmusik und andere Veranstaltungen wie den Canada Place-Pavillon der Expo ’86. Er produzierte Jazzaufnahmen mit Jazzkünstlern wie Neil Swainson, Don Thompson, Woody Shaw und Joe Henderson. Er spielte auch Jazz in Clubs in Toronto, Ottawa und London und leitete eine Westkanada-Tournee mit einem Quartett unter seinem Namen. Coleman unterrichtete Gitarrenensembles und Combos an der Vancouver Island University sowie in privatem Instrumentalunterricht. Außerdem produzierte er Alben für verschiedene Künstler und war Anteilseigner bei Roadhouse Records und Root Cellar Records.[3] Coleman lebt in British Columbia.
Ab den 1980er-Jahren arbeitete Coleman als professioneller Jazzgitarrist mit Musikern Kanadas, der USA und Europas, u. a. mit Quincy Jones, Pat LaBarbera, Tommy Banks und P. J. Perry. Unter eigenem Namen legte er 2007 auf Roadhouse Records die beiden Alben Blue Comedy und Come Rain or Come Shine vor. Er begleitete außerdem Vokalisten wie Christine Duncan, Joe Coughlin, Colin Lazzerini, Melinda Whitaker und Miranda Sage. Im Bereich des Jazz war er laut Tom Lord zwischen 1989 und 2012 an 14 Aufnahmesessions beteiligt, u. a. mit Mike Herriott, Brent Jarvis und Neil Swainson.[4]
Diskographische Hinweise
- Pat Coleman/Ken Lister/Buff Allen/Monk Nordine: Blue Comedy (Roadhouse, 2002)
- Brent Jarvis with Buff Allen, Pat Coleman, Ken Lister: Sequences (Route 19, 2004)
Weblinks
- Pat Coleman bei Discogs
- Pat Coleman bei AllMusic (englisch)
Einzelnachweise
- ↑ Nachruf. In: Evergreen cremation centre. Abgerufen am 21. September 2025 (englisch).
- ↑ Uproar. In: PNW Bands. 1. August 2025, abgerufen am 6. September 2025 (englisch).
- ↑ Pat Coleman. In: Vancouver Island University. Abgerufen am 6. September 2025 (englisch).
- ↑ Tom Lord The Jazz Discography (online, abgerufen am 6. September 2025)