Papa Charlie McCoy
Charles „Papa Charlie“ McCoy (* 26. Mai 1909 in Jackson, Mississippi; † 26. Juli 1950 in Chicago, Illinois) war ein US-amerikanischer Blues-Gitarrist, Sänger und Mandolinen-Spieler. Er war der jüngere Bruder von Kansas Joe McCoy.
Leben und Karriere
McCoy wurde in Jackson, Mississippi, geboren. Er war vor allem unter seinem Spitznamen „Papa Charlie“ bekannt. Als Gitarrist und Mandolinenspieler gehörte er zu den bedeutendsten Blues-Begleitmusikern seiner Zeit[1]. In der Region Mississippi spielte er mit seiner Band, den Mississippi Hot Footers. Als Slide-Gitarrist nahm er unter dem Namen "Tampa Kid" auf und veröffentlichte das Stück „Keep on Trying“. Gemeinsam mit seinem älteren Bruder Kansas Joe McCoy trat er in den 1930er- und 1940er-Jahren auf und nahm als The McCoy Brothers Platten auf. Er begleitete unter anderem Tommy Johnson und spielte bei den Mississippi Sheiks.
McCoy und Bo Carter nahmen zusammen mehrere Stücke unter dem Namen Mississippi Mud Steppers auf, darunter zwei Varianten von Cow Cow Davenports „Cow Cow Blues“: Die erste, ein Instrumentalstück, wurde als „The Jackson Stomp“ veröffentlicht, und die zweite, mit Text und Gesang von McCoy, als „The Lonesome Train, That Took My Girl from Town“. Außerdem schrieben und nahmen sie „The Vicksburg Stomp“ auf (eine Version davon wurde 2006 von den Mandolinisten Mike Compton und David Long eingespielt).
McCoy zog nach Chicago, wo er gemeinsam mit seinem Bruder Kansas Joe zwei Bands gründete – Papa Charlie’s Boys und die Harlem Hamfats –, die in den späten 1930er-Jahren aufnahmen und auftraten[1].
McCoys Karriere wurde durch seinen Dienst in der US-Armee während des Zweiten Weltkriegs vorzeitig beendet. Nach dem Krieg war er bei schlechter Gesundheit und kehrte nie mehr zur Musik zurück. Er starb 1950 in Chicago an einer „paralytischen Gehirnerkrankung“, nur wenige Monate nach dem Tod seines Bruders[2]. Beide sind auf dem Restvale Cemetery in Alsip, Illinois, begraben.
Mehrere Coverversionen von McCoys Komposition „Too Long“ wurden veröffentlicht.
Weblinks
- Biografie bei Allmusic Guide (englisch)
Einzelnachweise
- ↑ a b Charlie McCoy Songs, Albums, Reviews, Bio & Mo... Abgerufen am 25. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ The Dead Rock Stars Club - The 50s and earlier. Abgerufen am 25. Oktober 2025.