Paola Arnesano
Paola Arnesano (* 1969 in Bari) ist eine italienische Jazzmusikerin (Gesang, Komposition).
Leben und Wirken
Arnesano erhielt Gesangsunterricht bei der Sopranistin Maria Grazia Pani und Schauspielunterricht bei Antonella Porfido und Franco Damascelli. 1985 entschied sie sich dafür, Jazz zu singen.[1] Dann studierte sie Klavier bei Nico Marziliano und Arrangement für Big Band bei Maestro Luigi Giannatempo.
Ihr Debüt als Jazzsängerin gab Arnesano Ende der achtziger Jahre, als sie in Zusammenarbeit mit Mario Rosini am Klavier ein Quintett unter ihrem Namen gründete. Aufgrund ihrer Vorliebe für die Jazz-Samba und Bossa Nova gründete sie die Bands Abrasileirado und Trio de Janeiro, deren Co-Leiter Guido Di Leone war. Auf ihren ersten beiden Alben, Memory d’Italy (1996) und Words on Piano (1999), finden sich zahlreiche Eigenkompositionen. Zeitweilig war sie Mitglied des Quartetts von Attilio Zanchi. Darüber hinaus arbeitete sie regelmäßig mit Davide Santorsola, Mimmo Campanale und Maurizio Quintavalle zusammen. Zu dieser Zeit belegte sie den zweiten Platz beim Premio Urbani.
Später arbeitete Arnesano mit Stefano Bollani, Roberto Ottaviano, Angelo Adamo, Gianni Cazzola, Ettore Fioravanti, Franco Cerri, Gianni Basso, Luigi Bonafede, Tiziana Ghiglioni, Marco Micheli, Massimo Manzi, Tomaso Lama, Gianluca Petrella, Daniele Scannapieco, Aldo Vigorito, Fabrizio Bosso, Pietro Ciancaglini, Enzo Zirilli, Nicola Stilo, Renato Sellani, Ares Tavolazzi, Dado Moroni, mit dem sie 2003 das Duoalbum Defrá einspielte, sowie Gabriele Mirabassi, Nicola Conte und Walter Paoli.
Arnesano tourte international. In den letzten Jahren trat sie zudem als Mitglied des Vokalquartetts Faraualla auf[2] und arbeitete mit Noa, Maria Pia De Vito, Paolino Dalla Porta, Francesco Sotgiu, Andrea Parodi, Pino Minafra, Rita Marcotulli, Bebo Ferra, Paolo Pietrangeli, Carmen Consoli und Antonella Ruggiero zusammen. Daneben legte sie unter eigenem Namen Alben wie The Police Songbook oder Sings Peggy Lee vor.
Zudem lehrt Arnesano seit 1993 an der Musikschule Il Pentagramma in Bari. 2009 gewann sie den italienischen Jazzpreis „Luca Flores“ als „beste Jazzsängerin“ Italiens.
Webpräsenz
- Webpräsenz
- Paola Arnesano bei AllMusic (englisch)
- Paola Arnesano bei Discogs
Einzelnachweise
- ↑ Arnesano Paola. In: enciclopediadeljazz.wordpress.com. 2017, abgerufen am 6. Januar 2025 (italienisch).
- ↑ Sospiro. In: Bandcamp. Abgerufen am 6. Januar 2025 (englisch).