Panzerloch

Panzerloch (auch Panzerkammer) ist eine altertümliche Beschreibung für ein enges und niederes Gefängnis. Jacob und Wilhelm Grimm erklärten in ihrem Wörterbuch die Wortherkunft mit „gefängnis, das den gefangenen wie ein panzer umschlieszt“.[1]

Panzerloch war auch die Bezeichnung eines Gefängnisses in Frankfurt am Main.[2][3] Nachdem ab 1550 das Leinwandhaus nicht mehr als Schuldgefängnis genutzt wurde, richtete man im Katharinenturm an der Katharinenpforte ein solches ein.[4][5]

Einzelnachweise

  1. panzerloch, n. In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm (Hrsg.): Deutsches Wörterbuch. Band 13,: 16 Bände in 32 Teilbänden, 1854–1960. S. Hirzel, Leipzig, Sp. 1431 (woerterbuchnetz.de).
  2. Panzerloch. In: Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Deutsches Rechtswörterbuch. Band 10, Heft 3/4 (bearbeitet von Heino Speer u. a.). Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, ISBN 3-7400-0985-3 (adw.uni-heidelberg.de).
  3. Georg Ludwig Kriegl: Deutsches Bürgerthum im Mittelalter, mit besondere Beziehung auf Frankfurt a.M. 1871, S. 39 (Textarchiv – Internet Archive).
  4. Beiträge zur Frankfurter Geschichte: Den Theilnehmern an der vom 11.–15… Kumpf & Reis, 1881, S. 81 (archive.org).
  5. Georg Ludwig Kriegl: Deutsches Bürgerthum im Mittelalter. Literarische Anstalt Frankfurt am Main, 1871, S. 42 (digitale-sammlungen.de).