Panzer (1933–1945)
Die Geschichte von Panzern und deren Bedeutung beim Militär im 20. Jahrhundert wurde maßgeblich von den Weltkriegen und den Rüstungsbestrebungen in Friedens oder Zwischenkriegszeiten beeinflusst. Dieser Artikel behandelt den Zeitraum von etwa 1933 bis zum Kriegsende 1945. Weitere Abschnitte finden sich in Panzer (1914–1933) sowie in Panzer des Kalten Krieges.
Überblick zur Ausgangslage
Die Geschichte des Panzerkampfwagen (kurz Panzer) oder englisch Tanks ging Anfang der 1930iger Jahre aus der ersten Rolle des Panzers als langsames und schwerfälliges Fahrzeug zum Durchbruch durch eine stagnierende Frontlinie, in eine Phase der Weiterentwicklung zu einem das Schlachtfeld dominierenden Waffensystem über. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs standen Panzer in vielen Ländern in größerer Stückzahl zur Verfügung und die Produktion stieg immer weiter an, so dass mehr und mehr Truppenverbände mit dem Waffensystem ausgerüstet werden konnten. Die große Geschwindigkeit der Panzerverbände ermöglichte den Blitzkrieg.
Trotz der anfänglichen Präeminenz als Waffensystem verloren Panzer und Panzertruppen im Verlauf des Zweiten Weltkrieges die zeitweise hervorstechende Position in den Waffengattungen. Die Verbreitung leistungsfähiger Panzerabwehrwaffen und Verwendung von Sperreinrichtungen verringerte den durchschlagenden Effekt bei Einsatz gegen gegnerische Positionen.
Aus den Erfahrungen dieser zweiten Epoche, entstanden im Anschluss bei den vollgeschützten Gefechtsfahrzeugen die beiden Hauptentwicklungslinien Main Battle Tank (Kampfpanzer) und Infantry Fighting Vehicles (Schützenpanzer). Hierbei wurden maßgebliche Erkenntnisse des Zweiten Weltkrieg in der Weiterentwicklung des Waffensystem Panzer umgesetzt.
Hintergrund
Nach der umfassenden Abrüstung der deutschen Streitkräfte nach dem Ersten Weltkrieg, war die Entwicklung von gepanzerten Kampffahrzeugen in den verschiedenen Staaten weltweit sehr unterschiedlich verlaufen. Frankreich zum Beispiel fühlte sich weiterhin stark vom Nachbarstaat, dem Deutschen Reich, bedroht und baute die Maginot-Linie und unterhielt weiterhin ein starkes Heer, welches kontinuierlich auch die eigenen Panzermodelle mit modernen Modellen ersetze.
Die Mandschurei-Krise hatte gezeigt, dass der Völkerbund nicht gewillt und in der Lage war, bei Verstößen gegen internationale Verträge Konsequenzen umzusetzten.
Mit dem Beginn der deutschen Wiederbewaffnung und Aufrüstung nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 bestand international kein Zweifel mehr daran, dass die Entwicklung und der Aufbau von gepanzerten Truppenteilen erforderlich war und entsprechende neue Konzepte wurden erprobt und Einsatzkonzepte für mögliche Konflikte entwickelt.
Panzer und Tanketten wurden dann 1935 von Italien in Abessinien, von den beteiligten Parteien im Spanischen Bürgerkrieg zu dem es ab 1936 kam, und ab 1939 nach dem deutschen Überfall auf Polen in Europa eingesetzt. Die Entwicklung der Panzertypen erfolgte anhand der Einschätzung durch Fachleute des Militärs und der Industrie dynamisch anhand der Ergebnisse und Einsatzberichte aus den Kriegshandlungen und führte in verschiedenen Ländern zu unterschiedlichen Ergebnissen in der Einsatzplanung und Typenentwicklung.
Der Zweite Weltkrieg war der erste Krieg in dem die Panzerwaffe bei allen Kriegsparteien bereits vor Beginn des Kriegs ein wichtiger Bestandteil der eigenen Kampftruppen war.
Entwicklungsstand 1933
Noch im Ersten Weltkrieg wiesen die Panzer verschiedene Formen auf; die Konzepte mussten anfänglich ohne Einsatzerfahrungen ausgearbeitet werden. Im Mai 1918 hatte ein Offizier des Royal Tank Corps, Colonel J.F.C. Fuller, auf Basis der deutschen Infiltrationstaktik ein Konzept entwickelt, das er als "Plan 1919" bezeichnete. Dies waren im Rahmen der von Fuller Tank Doctrine das Konzept für eine militärische Strategie, bei der Panzer die gegnerische Linien durchstoßen sollten, um dort Versorgungsdepots und Nachrichtenverbindungen zu zerstören. Dieser Angriff sollte durch Luftangriffe unterstützt werden und die deutschen Hauptquartiere waren das Ziel. Fuller stellte in seinem Buch Military History of the Western World dar, dass es zwei grundsätzliche strategische Konzepte gibt, welche zum einen der Abnutzungskrieg ist und zum anderen die Vernichtung der militärischen Führung, um eine Handlungsunfähigkeit des Gegners zu erreichen.
Die militärtheoretischen Diskussionen der Zwischenkriegszeit zeigten die Schwachpunkt der Fullerschen Ideen auf und boten auch die Möglichkeit, die künftigen Erfordernisse an gepanzerte Kampffahrzeuge und deren Logistik zu diskutieren. Letztlich zeigte sich, dass Fuller seiner Zeit voraus war und Konzepte angedacht hatte, welche die deutsche Wehrmacht bei Beginn des Zweiten Weltkriegs mit modernen Fahrzeugen und direkter Luftunterstützung im Blitzkrieg-Konzept umsetzte.
Die Entwicklung in der Fahrzeugtechnik folgte diesen Erfordernissen. In der Zeit zwischen den Kriegen erhielten die Panzer eine Form, die sich weitestgehend bis heute erhalten hat. Es wurden überwiegend Panzer mit voll drehbaren Türmen konstruiert, die über Hauptwaffe und Sekundärbewaffnung verfügten. Zu Beginn des Krieges waren die Hauptwaffen automatische Waffen im Kaliber 6,5 bis 20 mm und Kanonen Kaliber von 25 bis 76 mm. Die Stärke der Frontpanzerung schwankte meist zwischen 10 mm bei den leichten bis zu 100 mm bei den schweren Panzern. Panzerungen an den Seiten, hinten, oben und unten am Fahrzeug waren durchgängig viel geringer als die Frontpanzerung. Technisch setzten die verfügbaren Motoren und die Gewichtsklassen des Eisenbahnverkehrs Grenzen. Ein Beispiel ist der französische Char 2C, der eigene Eisenbahn-Tragegestelle erhielt, da er nicht mit den regulären Eisenbahnfahrzeugen zu transportieren war[1]. Solche Lösungen waren in der Rezessionszeit nach dem Ersten Weltkrieg ein Luxus und ein logistischer Alptraum zugleich.
Weiterentwicklung der gepanzerten Fahrzeuge und deren Typen
Motorisierung des Kriegs
In den 1930iger Jahren stand das Deutsche Reich erst am Beginn der Motorisierung. In der Mitte der 1930iger verfügte nur 1 Prozent der deutschen Bevölkerung über ein Motorfahrzeug, während in Frankreich doppelt so viele und in Großbritannien dreimal so viele Fahrzeuge produziert wurden.[2]
Zu berücksichtigen ist, dass die Weiterentwicklung der militärischen Fahrzeugtechnik, also auch der Technologie, welche auch für das Waffensystem Panzer erforderlich war, getragen wurde von der zunehmenden Verbreitung der Motorisierung in der zivilen Gesellschaft seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Nicht zuletzt die internationale Entwicklung und Vermarktung von neuen Entwürfen durch einige Hersteller gaben in vielen Ländern Impulse für die Beschaffung, Einführung und Produktion neuer Kampfwagen und Tanketten.
Panzerung im Zweiten Weltkrieg
Mit dem Fortschreiten des Zweiten Weltkrieges nahmen Kaliber und Panzerstärken kontinuierlich zu. Doch wurden in der Entwicklung auch technische Grenzen erreicht und überschwere Panzer wurden aus logistischen Gründen bei keiner Nation eingeführt. So blieben die Multiturmpanzerkonzepte der Zwischenkriegszeit die voluminösen in kleinen Serien gebauten Kampfpanzertypen. Die Weiterentwicklung der Motoren andererseits ermöglichte eine Erhöhung des Gewichts der Kampfwagen, wenn auch die Einsatzfähigkeit schwerer Panzertypen stärker begrenzt war, als bei leichteren Fahrzeugtypen. Es wurde der Punkt erreicht, an dem die verschiedenen Elemente des Waffensystems, namentlich Mobilität, Panzerung und Feuerkraft im Hinblick auf eine Doktrin in Einklang gebracht werden mussten.
Ein wesentlicher Entwicklungsschritt dieser Epoche war die grundsätzliche Änderung hin zu geneigter Panzerung. Während bei Kriegsbeginn die Reaktion auf leistungsfähigere Panzerabwehrgeschosse die Verwendung stärkerer Panzerplatten war, wurden bei neuen Konzeptionen die oberen und frontalen Panzerplatten von Turm und Wanne wo immer möglich gewinkelt zusammengesetzt, um die kinetische Energie auftreffender Geschosse seitlich abzulenken und bei horizontalen Treffern eine größere Materialstärke zu erreichen. Die starke Verbreitung von Panzerbüchsen in der Sowjetunion und das Aufkommen von Hohlladungsgeschossen führte in dieser Epoche zur Etablierung von Schottpanzersystemen und der Verwendung von anderen Zusatzpanzerungen.
Nicht zu ignorieren war auch der Einfluss von metallurgischer Technik und die Entwicklung im Bereich der Laborierung von Treibmitteln.
Panzerbewaffnung
Erst um die Mitte der 1930iger Jahre begannen die Panzer bauenden Nationen, Kampfwagen mit wirkungsvollen Kanonen zur Bekämpfung anderer Panzer zu bauen[3].
Während bei Kriegsbeginn 1939 die verbreiteten Kampfwagen-Kaliber 37 mm (3,7 cm) und 40 mm (2 pdr) waren, nahmen die Kaliber der Hauptbewaffnung der Panzertypen bis Kriegsende massiv zu. Oft unterschied sich die Munition für die im Panzerfahrzeug verwendeten Kanonen von jener die bei Panzerabwehrwaffen wurde. Größere Treibladungen und damit größere Patronen ermöglichten der Panzerabwehrkanone oft eine Bekämpfung auf größere Distanz, als eine Waffe gleichen Kalibers in einem Panzer. Der Panzer dagegen hatte den Vorteil der hohen Mobilität, des größeren Richtfelds sowie des höher gelagerten Rohrs.
Die deutschen Streitkräfte dieser Epoche kämpften bei Kriegsende regelmäßig mit Geschützen im Kaliber 7,5-cm (L/48 und L/70) und 8,8 cm. Bei den Kampfpanzern der Westalliierten hatte sich bei Kriegsende das Kaliber 76mm und 90mm als Standard etabliert. Die meisten von der Sowjetunion eingesetzten Kampfpanzer verfügten bei Kriegsende über das Kaliber 85mm und 122mm.
Motorisierung
Trotz gewisser Nachteile wurden Panzer dieser Epoche zunehmend mit Dieselmotoren eingesetzt, die den Aktionsradius der einzelnen Kampfwagen erheblich vergrößerten. Jedoch war die Entscheidung, welcher Brennstoff verwendet wurde, stark von den Ressourcen der einzelnen Nationen abhängig.
Fahrwerkstechnik
Die Entwicklung der Fahrwerkstechnik führte noch während dieser Epoche hin zu den heute zumeist bekannten großen Laufrollen und dem Wegfall von Stützlaufrollen. Diese Entwicklung kam je nach Nation, den technischen Fertigungsmöglichkeiten und den geographischen bedingten Anforderung der Konflikträume unterschiedlich schnell. Führend war hierbei die Sowjetunion, die frühzeitig mit den BT-Panzertypen das Christie-Laufwerk eingeführt und in späteren Konzepten für schwere Kampfpanzer weiterentwickelt hatte.
Spezialpanzer und Panzerartillerie
Kurz vor und während des Krieges erschienen einige neue Panzertypen, wie zum Beispiel das Sturmgeschütz, die Jagdpanzer, Flammpanzer, amphibische Panzer und Flakpanzer. Bei diesen Fahrzeugen wich die Aufgabenstellung von der des Standardkampfpanzer ab. Diese zeigten deshalb eine andere Grundkonzeption, aber deren Fahrwerkstechnik und Motorisierung regelmäßig von im Einsatz befindlichen Panzertypen stammte. Da auch die Artillerie den Bewegungen der Panzer folgen musste, entstanden genauso auf Panzerfahrgestellen Artillerieselbstfahrlafetten.
Übersicht der nationalen Entwicklungen
Nachfolgend Übersichten zu nationalen Entwicklungen und zu Besonderheiten oder Unterschieden die dazu bekannt sind.
Frankreich
Im Ersten Weltkrieg und bis zur Mitte der Epoche 1933 bis 1945 war Frankreich eine der führenden Nationen auf dem Sektor der Panzertechnologie. Sowohl Militär (z.B. General Estienne) als auch die Industrie waren stark an einer Weiterentwicklung dieser Technik interessiert. Schwierigkeiten bereiteten die konzeptionellen Themen, wie dieser Waffentyp einzusetzen wäre. Wie auch in anderen Nationen waren die französischen Panzer in die schnellen leichten Panzer der Kavallerie und in die schweren, langsamen Durchbruchspanzer (z. B. Char 2C "Char de Rupture") der Infanterie aufgeteilt.[4]
Die französische Aufrüstung mit neuen Panzertypen begann ab 1931. Die französische Kavallerie hatte die ersten leichten Maschinengewehr-Panzer erhalten (AMR-33) und ein verhältnismäßig junger Offizier, Lieutenant Colonel Charles de Gaulle, veröffentlichte 1934 seine Ansichten in seinem Buch Vers l'Armée de Métier. Hierin forderte er eine starke 100.000 Mann Berufsarmee, welche das Deutsche Reich hatte, getragen von dem Gedanken, dass, wie in seinem 1932 veröffentlichten Buch Le Fil de l’épée beschrieben, Frankreich eine auf den Krieg vorbereitete Nation unter dem Primat der Politik sein sollte.
Um die konkurrierenden französischen Truppenteile mit Fahrzeugen zu versorgen entwarfen verschiedene Firmen Panzerfahrzeuge. Die wichtigsten waren Hotchkiss, Renault, SOMUA (Société d'Utillage Mécanique et d'Usinage d'Artillerie) und FCM (Forges et Chantier de la Méditerranée)[5]. Auch wenn die Ausrüstung mit modernen Panzermodellen ab 1936 zügig voran ging, kam es nicht zu einer Reform der französischen Panzer-Doktrin und als 1940 die deutschen Streitkräfte Frankreich angriffen operierten die französische Infanterie und die französische Kavallerie zwei unterschiedliche und anders ausgerüstete mechanisierte Divisionstypen mit Panzern. Dazu zählten auch die bis 1939 aufgestellten mechanisierten Verbände "Division Legère Mechanique" (DLM gebildet 1934[6]), welche von der Leistungsfähigkeit her den deutschen Panzer-Divisionen vergleichbar waren. Einige Panzertypen waren dabei deutschen Modellen in Panzerung und Bewaffnung deutlich überlegen.
Ein großes Problem der französischen Streitkräfte war jedoch die unzureichende Ausrüstung der Fahrzeuge mit Funkgeräten, so dass Panzerverbände schwer zu führen waren. Außerdem hatte bei französischen Panzermodellen der Panzerkommandant häufig weitere Aufgaben zu übernehmen. Meist musste er als Richtschütze bei größeren Modellen agieren oder bei kleineren Modellen als einziger Soldat im Turm die vollständige Bedienung der Hauptbewaffnung leisten, was schnell dazu führte, dass der Überblick über das Kampfgeschehen verloren ging, oder optische übertragene Befehle nicht sofort erkannt wurden.
Der französische Char Somua S-35[7] war seinem deutschen Pendant dem Panzerkampfwagen III[8] durch eine stärkere Panzerung überlegen und wurde in deutschen Beutepanzerkompanien bis Kriegsende weiter verwendet[9].
Der große französische Fahrzeugpark an Panzern, wurde nach dem Waffenstillstand gerne von den deutschen Streitkräften übernommen und viele Fahrgestelle fanden als Trägerfahrzeuge für Geschütze eine weitere Verwendung[10].
Großbritannien und der Commonwealth
Die britische Panzertechnologie prägte den Ersten Weltkrieg. Im Februar 1915 gründete der damalige Erste Lord der Admiralität, Winston Churchill das Landship Committee[11]. Und schon am 6. September 1915 begann die Ära der britischen Panzerentwicklung mit einem von William Foster & Co. Ltd. gebauten Panzerfahrzeug, das als "Little Willie" in die Geschichte eingehen sollte[11].
Es folgten die sehr bekannten Rhomboid-Panzer, welche das Bild des Ersten Weltkriegs maßgeblich prägten[12], obwohl auch die französische Panzerindustrie mit den eigenen Entwürfen, militärische Erfolge ermöglichte[13]. Das erste Modell Mk I mit 150 Stück[12], die kleinen Serien Mk II und Mk III und letztlich die 1015 Mk IV[14] und weitere Mk V wurden stark wahrgenommen, vom Deutschen Reich erbeutet und die Mk V auch an befreundete Nationen, wie Russland, Kanada, Frankreich und die USA, abgegeben[14].
Die Erfolge des Mk I veranlasste das britische War Office, einen entsprechenden leichten Panzer als Ersatz für die eigene Kavallerie zu fordern[15]. Das Projekt übernahm der Konstrukteur des Mk I, der als leitender Direktor bei William Foster & Co. Ltd tätig war, Sir William Tritton[15]. Er bezeichneter das Projekt als Tritton Chaser, die Entwurfsplanung lief hierfür seit Dezember 1916 und sein Ergebnis war der deutliche leichtere Mk A Whippet[15]. Ein Fahrzeug welches nur sehr schwer zu lenken war und dessen Konzept die Ingenieure des Deutschen Reichs mit dem LK-II zu imitieren versuchten[16]. Trotz der Probleme und der Verschrottung der etwa 200 gebauten Fahrzeuge nach 1919, war der Typ des leichten Kavaleriepanzer entstanden[17].
Auch wenn die Kriegsführung mit Panzern zu einem großen Teil aus der britischen Entwicklung stammte stagnierte die Einsatzkonzeption für Panzer und die weitere Entwicklung bis zum Zweiten Weltkrieg[18]. Das konnte auch von Männern, wie dem bekannten Militärtheoretiker B.H. Liddell Hart nicht geändert werden[18]. Als Teilnehmer des Ersten Weltkriegs wurde er nach Verwundungen zu einem Ausbilder im Royal Army Educational Corps und verfasste Aufsätze zur mechanisierten Kriegsführung, welche eine die Panzer begleitende Infanterie in gepanzerten Fahrzeugen vorhersah.
Das War Office und der britische Generalstab verfolgte seinen Ideen nicht und die Panzerentwicklung verlief bis zu Beginn der deutschen Wiederbewaffnung ab 1934 ohne jegliche logische Schlußfolgerungen aus dem eigenen Versuchen mit der von Percy Hobart aufgestellten "Experimental Mechanised Force" in drei Konzeptionslinien[18]. Dies war der "Ein-Mann"-Panzer (Light Tank/Tankette)[18], der Cruiser Tank (Kreuzerpanzer)[18] und der Infantry Tank (Infanteriepanzer)[19], als Begleitfahrzeug der Infantrie. Alle Entwicklungen der Zwischenkriegszeit waren bei Ihrer Einführung weit hinter dem technischen Stand der Zeit zurück[20].
Auch wenn die Panzerproduktion und Entwicklung in Großbritannien während der Kriegsphase kontinuierlich weitergeführt wurde, hatte man nie genügend Fahrzeuge aus heimischer Fertigung und die Produktion aus den Commonwealth Staaten heraus, brachte auch nur weniger auf dem europäischen Kontinent kampftaugliche Panzerfahrzeuge hervor.
Laut Kriegsproduktionsminister Oliver Lyttelton, produzierte England bis zum Kriegsende nicht einen wirklich guten Panzer („really good tank“). Als Grund gab er an, dass die ernsthafte Entwicklung von modernen Panzern erst nach Kriegsausbruch begann.[21]
Light Tanks und Carrier
Entsprechend dem allgemeinen, weltweiten Trend zu günstigen leichten Waffenträgern, der durch die kommerziellen Aktivitäten von Loyd und Carden-Loyd begründet oder zumindest kommerzialisiert wurde, erwarben die britischen Streitkräfte etwa 1927 den Carden-Loyd MG Carrier Mk VI[22]. Bis 1930 wurden 270 Fahrzeuge dieses Typs ausgeliefert und ermöglichten der britischen Armee Erfahrungen mit einem solchen leichten Fahrzeug zu sammeln[22]. Die Commonwealth Länder Indien und Kanada wurden ebenfalls mit diesem Fahrzeug ausgerüstet[22]. In fünf Ländern wurde dieses Fahrzeug in Lizenz gefertigt und an fünf weitere wurde es geliefert[22]. Aufbauend auf dem Fahrwerkskonzept des MG Carrier entwickelte Vickers eine Serie leichter Panzer[23]. Carden-Loyd wurde 1928 Teil des Vickers-Konzern und schon 1929 wurde der Vickers Light Tank Mk I ausgeliefert[23]. In den folgenden Jahren folgten weitere Versionen dieses leichten Maschinengewehr-Panzer, die auch an Australien, Kanada, Südafrika und Italien geliefert wurden[23].
Schon 1937 wurde ein neuer leichter britischer Panzer entworfen, der keine Gemeinsamkeiten mit den vorher gebauten Carden-Loyd-Konzepten mehr hatte[24]. Ein Prototyp war im Dezember 1937 gefertigt worden, doch erst 1940 wurde der neue leichte Panzer bestellt[24]. Das besondere war, dass dieser Panzer sogar in speziellen Lastenseglern lufttransportfähig war[24]. Der Light Tank Mk VII Tetrarch kam spät im Krieg, bei der Landung in Madagaskar, der Luftlandung in der Normandie und dem Einsatz der britischen Luftlandetruppen bei der Rheinüberquerung zum Einsatz[24].
Ein schon früh nach dem Ersten Weltkrieg entwickelter gepanzerter Munitionsschlepper und der Carden-Loyd MG Carrier wurden in einem neuen Konzept 1939 als Waffenträger, gepanzertes britisches Infanteriefahrzeug und gepanzertem Munitionsträger weiterentwickelt[25]. Der Universal oder Bren Carrier war kein regulärer Panzer, doch ein Nachfolgesystem der Tanketten der 1930iger Jahre.
Cruiser Tanks (Kreuzerpanzer)
Das britische Tank Corps verfügte nach dem Ersten Weltkrieg über einen großen Panzerbestand und der Vickers Medium Tank Mk II berücksichtigte die Erfahrungen des Ersten Weltkriegs indem der 1926 eingeführte Panzer einen Drehturm aufwies[26]. Die etwa 160 gebauten Fahrzeuge reichten jedoch in der Zwischenkriegszeit für die Ausrüstung der britischen und australischen Streitkräfte aus[26]. Erst die deutsche Aufrüstung und die Erkenntnisse des Spanischen Bürgerkriegs veranlassten das britische Heer neue Typen einzuführen. Doch die verfügbaren Finanzmittel waren dabei ein großes, ständiges Thema[27].
Die Cruiser Tank sollten in der Vorstellung des britischen Generalstabs, in der Kategorie der mittleren Panzer als Fahrzeuge eingesetzt werden, die in der Lage waren andere Panzer zu bekämpfen[27]. Doch war der erste eingeführte Panzertyp, der Cruiser Tank Mk I (A9) kein ausschließlich auf diese Aufgabe durchkonstruierter Entwurf[27]. Mit einer 2-pdr-Kanone war er zwar mit der typischen Panzerabwehrkanone jener Epoche bewaffnete, diese konnte aber keine Sprengmunition verschießen[27]. Zwei zusätzliche Maschinengewehrtürme in der vorderen Wanne, waren für die Bekämpfung von Panzern ungeeignet und erhöhten die Besatzung auf 6 Mann[27]. Dies zeigt, wie sehr der erste Cruiser Tank trotz der Rolle als eigentlicher Kampfpanzer noch von der Idee des Kavallerie-Ersatz-Panzer geprägt wurde[27]. Die 125 Fahrzeuge dieses Typs sahen Einsätze in Frankreich, Griechenland und Nordafrika, dann waren diese verbraucht oder an den Gegner verlorgen gegangen[27].
Als Nachfolger Cruiser Tank wurde früh der Covenanter entwickelt[28], der viele Kinderkrankheiten zeigte und nur in Nordafrika eingesetzt wurde[28]. Schon bald machte sich die britische Industrie an den nächsten Entwurf, dem Cruiser Tank A13 Crusader[29]. Dieser wurde ein größerer Erfolg und prägte als Cruiser Tank mit einem Christie-Laufwerk das Bild der britischen Panzertruppen in Nordafrika[29].
Ein weiterer Vertreter der Klasse der Cruiser Tanks war der Mk VIII Cromwell[30]. Er entstand auf der Grundlage der Forderung nach einem schwerer bewaffneten Cruiser Tank für das Gefecht mit anderen Panzern[30]. Zu diesem Zweck erhielt die Konstruktion eine 75-mm-Kanone[30]. Der Cromwell konnte zwar während des Krieges nicht mit den Leistungen deutscher Panzer mithalten, war jedoch ein wertvoller Panzer, zumal das Chassis diverse Möglichkeiten zur Weiterentwicklung bot[30]. So gab es von diesem Fahrzeug eine große Fahrzeugfamilie mit Berge-, Beobachtungs- und Befehlspanzern[30]. Aus der Entwicklung des Cromwell gingen auch der erste Panzer mit Namen Challenger und der Avenger hervor[30].
Da der Cromwell nicht mit einer leistungsfähigen 17-pdr-Kanone auszurüsten war, erhielt nach den Erfahrungen in Nordafrika Anfang 1943 das Unternehmen Leyland den Auftrag einen Panzer zu entwickeln, der auch den neueren deutschen Panzertypen gewachsen war[31]. Ein Modell war Ende September 1943 fertig, doch es brauchte bis Mitte 1944 bis die Fertigung des neuen Typen beginnen konnte[31]. Der Cruiser Tank A34 Comet, wie der neue Panzer hieß, hatte einige Stärken und einige Schwächen seines Vorgängers übernommen[31]. Insbesondere die Entwicklung eines Panzers mit vertikal ausgerichteten Panzerplatten als 1943 der Trend zur gewinkelten Panzerung klar war, galt als Schwachpunkt[31]. Doch die britischen Fertigungsanlagen ließen in der Kriegsituation keine grundlegende Veränderung der Fertigungstechnik zu[31]. Die Auslieferung an die Kampftruppen erfolgte kurz vor Weihnachten 1944 und Anfang des Jahres kam es zur Neuausrüstung der 11th Armoured Division mit diesem Typen[31]. Danach gab es noch vereinzelte Panzerduelle mit deutschen Kampfwagen, doch keine größeren Kampfhandlungen mehr[31].
Infantry Tanks (Infanteriepanzer)
Der Panzer war im Ersten Weltkrieg als Durchbruchswaffe entwickelt worden[32]. An dieser Aufgabe sollte sich gemäß der Vorstellung des britischen War Office bei den langsamen und schwer gepanzerten Infantry Tanks nichts ändern. Sie sollten mit einer Bewaffnung zur Bekämpfung gegnerischer Infanterie und Geschütze den Vorstoß der eigenen Infanterie ermöglichen und die gegnerische Front aufbrechen[33]. Diese Bewaffnung war weniger zur Bekämpfung gepanzerter gegnerischer Fahrzeuge geeignet[33].
Matilda Tanks – Infantry Tank Mk I & Mk II
Das erste als Infantry Tank Mk I (A11) bezeichnete Fahrzeug wurde von Vickers im Auftrag von General Sir Hugh Ellis entwickelt und sollte vor allem anderen billig sein[34]. Das Entwurfsteam unter der Leitung von Sir John Carden musste einen Panzer bauen der nur 6000 britische Pfund kosten sollte[34]. Auch konnte es auch nur ein Zweimann-Panzer mit einem Maschinengewehr-Turm werden. Das kaum kampfkräftige Fahrzeug konnte nur mit der Infanterie schritt halten und die weit außen liegenden Ketten waren exterm empfindlich gegenüber Beschädigungen[34]. Trotzdem wurde im April 1937 die Fertigung von 139 Fahrzeugen beschlossen und diese wurden ab 1938 für die Ausrüstung der 1st Army Tank Brigade verwendet und gingen alle auf dem Weg nach Frankreich und bei den Rückzugkämpfen 1940 verloren[34].
Das War Office war sich der Schwächen des ersten Matilda-Entwurfs bewusst und beabsichtigte einen Panzer zu entwickeln, welcher die Anforderung des Generalstabs erfüllte[35]. Das Konstruktionsbüro des Woolwich Arsenal wurde beauftragt und baute auf dem Entwurf des Prototyp A7 aus dem Jahr 1932 auf[35]. Das Laufwerk wurde verstärkt und zwei handelsübliche Dieselmotoren eingebaut. Im November 1936 wurde die Vulcan Foundry in Warrington beauftragt eine Panzergußwanne und einen Panzergußturm zu entwickeln[35]. Noch vor der Fertigstellung des Prototypen wurden 65 Fahrzeuge bestellt, dann 100 weitere. Mehr und mehr Firmen wurden beauftragt, da die Kapazität bei Vulcan nicht ausreichte[35]. Im September waren nur 2 Matilda II fertig, doch bis ins Frühjahr 1940 war zumindest ein Bataillon (7th Royal Tank Regiment) ausgerüstet[35]. Weitere Fahrzeuge wurden nach Nordafrika geschickt[35]. Der Entwurf war robust die Panzerung für die meisten Geschütze der Zeit undurchdringlich und bald erwarb sich der Infantry Tank Mk II Matilda den Ruf der „Queen of the Battlefield“ (Königin des Schlachtfelds). Exporte gingen an Australien und die Sowjetunion[35].
Valentine – Infantry Tank Mk III
Die Marktwirtschaft in Großbritannien führte dazu, dass sich Vickers-Armstrong mit einen eigenen Entwurf bewarb. Hierzu wurden Baugruppen aus der Cruiser Tank-Entwicklung verwendet[36]. Das Ergebnis war ein Panzer dessen Entwurf am 14. Februar 1938, dem Valentins-Tag 1938, beim War Office eingereicht wurde. Im Juli 1939 kam die Entscheidung, dass auch dieser Panzer gebaut werden sollte[36]. Er wurde als Infantry Tank Mk III Valentine für eine schnelle Lieferung bestellt und die ersten Fahrzeuge wurden im Mai 1940 ausgeliefert[36].
Erste Fahrzeuge gingen an die Cavalry Truppen und dann in die Tank Brigades der Infantrie[36]. Bis Anfang 1944 wurde 8275 Valentine-Panzer gebaut von denen 1420 in Kanada gefertigt wurden[36]. Von den Valentine aus Kanada gingen 1390 und von den in Großbritannien gefertigten 1300 als Hilfslieferungen an die Sowjetunion[36]. Der Turm ließ eine Verstärkung der Bewaffnung nur begrenzt zu. In der Regel war das Fahrzeug mit einer 2-Pfünder-Kanone und einem Maschinengewehr bewaffnet[36]. Als die Produktion 1944 eingestellt wurde, war der Valentine den neueren deutschen Panzermodellen hoffnungslos unterlegen[36].
Churchill – Infantry Tank Mk IV
Das britisch War Office war in den Jahren vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs daran interessiert möglichst viele Produktionsbetriebe mit dem Bau von Kampfpanzern zu betrauen, ein Grund war durch staatliche Aufträge die Folgen der Weltwirtschaftskrise abzuschwächen[37]. Die meisten Betrieb hatten jedoch auch nur sehr begrenzte Fertigungskapazitäten und um ein großes Heer auszurüsten würden viele Fahrzeuge erforderlich sein. Dieser Logik folgend beauftragte man Harland und Wolff in Belfast mit der Entwicklung eines Nachfolgers für den Matilda II[37]. Das Projekt war der A20[37]. Bis Juni 1940 entstanden vier Prototypen die den Rhomboid-Panzer des Ersten Weltkrieg sehr ähnlich waren[37]. Dann übernahm Vauxhall Motors den Vertrag zur Entwicklung eines Nachfolgers für den Matilda II, wobei nun der A20 nur noch als Ausgangspunkt diente und der A22 entworfen wurde[37]. Vauxhall wurde ein Jahr Zeit gegeben, dann musste die Produktion laufen[37]. Das britische Heer stand nach der Schlacht von Dünkirchen nahezu ohne Panzer da.[37] Der Zeitdruck forderte in der ersten Serie seinen Tribut in Form von Entwicklungskrankheiten[37]. Ein weiteres Problem waren die 1940 in der Entwicklung zur Verfügung stehenden Waffen für einen Panzer[37]. Für den Turm gab es nur die bekannte 2-pdr-Kanone, die jedoch veraltet war[37]. In der Fahrzeugwanne wurde neben dem Fahrer eine 76-mm-Haubitze eingebaut, ähnlich der Konzeption im Char B2[37]. Der neue Panzer wurde nach dem Premierminister Winston Churchill benannt[37]. Die nachfolgenden Ausführungen, es gab acht Hauptmodelle (Mark I bis VIII) waren ab 1942 auf allen Kriegsschauplätzen zu finden[37]. Zuerst wurden Churchill bei der alliierten Landung bei Dieppe eingesetzt[37]. Doch danach wurden Fahrzeuge der Typen Mk I, II und III in die Sowjetunion geschickt und Mk III in Nordafrika zur Erprobung eingesetzt[37]. Die britischen Streitkräfte stellten bis Kriegsende mehrere Tank Brigades auf die mit Churchill-Panzern ausgerüstet waren, doch trotz einer starken Panzerung konnten deutsche Kampfwagenkanonen diesen Panzer durchaus erfolgreich bekämpfen[37]. Es wurden 5640 Fahrzeuge dieses Typs produziert und viele blieben als Kampfpanzer oder in den zahlreichen Spezialausführungen auch noch einige Jahre nach dem Krieg im Einsatz[37].
Laut Kriegsproduktionsminister Oliver Lyttelton, produzierte England bis zum Kriegsende nicht einen wirklich guten Panzer („really good tank“). Als Grund gab er an, dass die ernsthafte Entwicklung von modernen Panzern erst nach Kriegsausbruch begann.[21]
Lend- and Lease Fahrzeuge Großbritanniens
Zum Zeitpunkt der Niederlage der britischen und französischen Streitkräfte in Frankreich, waren die Vereinigten Staaten dabei, basierend auf dem eigenen Entwurf eines Nachfolgers für den M2 Medium Tank, den neuen M3 Medium Tank in Produktion zu nehmen, obwohl dessen Entwicklung noch nicht als abgeschlossen galt[38]. Da die Masse der Ausrüstung der britischen Armee auf dem europäischen Festland verloren gegangen war, versuchte die British Tank Mission unter der Leitung von Michael Dewar, die Verantwortlichen in den USA zur Fertigung des zu dieser Zeit besten britischen Panzermodells zu bewegen[38]. Basierend auf der US-amerikanischen Aussage, dass nur Entwürfe mit der Zustimmung der US Army in den Staaten produziert würden, bestellte die britische Regierung als erstes 685 neue Medium Tank M3 bei den Baldwin Locomotive Works[38]. Der britische Medium Tank M3 erhielt einen nach britischen Vorgaben geänderten Kampfraum und einen geänderten Turm, entworfen von L.E. Carr[38].
Ende 1940 wurde entschieden, dass die Fertigung der Panzer für die britischen und amerikanischen Streitkräfte besser miteinander koordiniert werden sollte und es wurde das Joint Tank Planning Commitee gebildet[39]. In Besprechungen zwischen Winston Churchill, President Roosevelt und Lord Beaverbrook wurden die Produktionsziele für 1942 (25.000 mittlere Panzer) und 1943 (45.000 mittlere Panzer) festgelegt[39]. Zu dieser Zeit hatte Roosevelt mit dem Destroyers-for-Bases-Agreement schon eine erste Unterstützung der britischen See-Streitkräfte entschieden. Sei Kriegsbeginn 1939 konnten die USA mittels Cash-and-Carry-Legislation trotz der eigenen Neutrality Acts der 1930iger Jahre doch verfügten die französischen Exilstreitkräfte und zunehmend die britische Regierung nicht über Devisen. Der Lend-Lease Act vom 18. Februar 1941 eröffnete endgültig die Möglichkeit der Belieferung der im Krieg stehenden Westalliierten, insbesondere Großbritanniens. In der Folge wurden britische Verbände mit großen Mengen an Rüstungsgütern die in den Vereinigten Staaten produziert worden waren ausgerüstet, dazu gehörten auch in großen Stückzahlen produzierte Kampfpanzer. Beim Angriff der Wehrmacht auf die Sowjetunion wurde das Lend-Lease-Programm auch auf dieses Land ausgeweitet.
Sowjetunion
Während des Ersten Weltkriegs verfügte das Zaristische Russland über keine erwähnenswerte Fertigung von Kampfpanzer. In den Weiten des russischen Zarenreichs stellten Panzerzüge und Panzerwagen bis zum Beginn der großskalierten Industrialisierung nach Gründung der Sowjetunion die Masse der mechanischen und motorisierten Kampffahrzeuge dar. Während des Russischen Bürgerkriegs erhielten die zaristischen Kräfte eine britische Panzerlieferung mit siebzig Tank Mk V, von denen noch heute einige in Museen der ehemalig sowjetischen Länder zu sehen sind und einige Renault FT-Panzer. Zwei erbeutete FT wurden zur Blaupause des ersten sowjetischen Panzer, nach einigen Herausforderungen bei der Fertigung wurde dem Revolutionsführer Lenin am 1. Dezember der erste selbstgebaute KS-Panzer (1921), eine Kopie des Renault FT, als fertiggestellt gemeldet[40]. Während im zaristischen Russland die Artilleriehersteller Putilow und Obuchow über die Technologie zur Fertigung von Kopien oder eigenen Geschützentwürfen befähigt war, fehlte doch immer noch viel Wissen über den Bau von Panzerkampfwagen in der jungen Sowjetunion[40]. Man sammelte Informationen und verhandelte mit ausländischen Anbietern[41]. Dem Deutschen Reich gab man von 1929 bis 1933 die Möglichkeit auf dem sowjetischen Territorium im Geheimen die Panzerschule Kama in Kasan zu betreiben und dort mit Panzerprototypen, die von deutschen Fahrzeugherstellern gefertigt worden waren, Versuche durchzuführen und die technische Entwicklung im Panzerbau voranzubringen. Das sowjetische Offizierskorps wurde auch von deutschen Gedanken zur Panzerdoktrin beeinflusst und stellten 1930 Panzerbrigaden auf, die in einem Mechanisierten Korps zusammengefasst wurden[41].
Schon bevor man die technischen Versuche der deutschen Militärmissionen auf dem eigenen Territorium beobachtete, gab es innerhalb der militärischen Führung der Roten Armee umfassende Diskussionen über künftige Konzeptionen bei der operativen Kriegsführung. Während Alexander Swetschin am Lehrstuhl für Kriegsgeschichte der Frunse Militärakademie die Ermattungsstrategie bevorzugte, vertraten andere Militärtheoretiker, allen voran der Generalstabschef Michail Tuchatschewski, das Konzept einer Vernichtungs- beziehungsweise Niederwerfungsstrategie. Als Kern der Vernichtungsstrategie wurde 1929 von Wladimir Triandafillow in seinem Werk Характер операций современных армий (deutsch: Charakter der Operationen moderner Armeen) die Militärdoktrin der Tiefen Operation (Teorija glubokoi operazii) herausgearbeitet. Welche die Nutzung der neueren technisch zuverlässigeren Waffensysteme des Ersten Weltkriegs, wie Panzern, für den Durchbruch durch starre Frontlinien in die strategische Konzeption einbezog. Die Doktrin der Tiefen Operation war 1935 von der Roten Armee eingeführt worden und wurde in der Folgezeit in Manövern erprobt. Die Große Säuberung (auch als Großer Terror) bezeichneten Mord- und Inhaftierungsaktionen unter Leitung von Nikolai Jeschow zur Sicherung der absoluten Herrschaft des kommunistischen Führers Stalin führte auch zur Tötung einer großen Anzahl führender Militärtheoretiker. Als 1941 die Wehrmacht die Sowjetunion angriff hatte möglicherweise auch infolge der Säuberungen auf der sowjetischen Seite noch keine Doktrin für den Einsatz moderner Waffensystem in der Verteidigung entwickelt. Auch die Erfahrungen des Spanischen Bürgerkriegs und der eigenen Operationen gegen Finnland waren noch nicht in die Doktrin der sowjetischen Kräfte eingeflossen. Im Sommer 1944 gelang es der Roten Armee in der Operation Bagration mit überlegenen mechanisierten Kräften diese Doktrin erfolgreich umzusetzen.
Während die ersten sowjetischen Entwürfe, wie die Carden-Loyd-Tanketten-Kopie T-27 (1931)[42], die Vickers-6-ton-Kopie T-26 (1934)[42], und der auf dem Christie Combat Car basierende BT-Panzer (1935)[43] noch maßgeblich auf westlichen Entwicklungen beruhten, sammelten die sowjetischen Ingenieure zunehmend Erfahrungen. Der erste leichte sowjetische Serienpanzer T-18 (MS-1 -1928)[44], die Mehrturmpanzer T-28 (Mittlerer Panzer – 1933)[45], der den britischen A6E1 kopierte, und T-35 (Schwerer Panzer – 1933)[46], der den britischen Independent kopierte, zeigten nach der Einführung zeigten teils noch konzeptionelle Schwächen, wie eine sehr dünne Panzerung, und beim T-35 eine geringe Geländegängigkeit.
Leichte sowjetische Panzer
Die Fertigung neuer leichter Panzer in der Epoche begann mit der Fertigung einer Kopie des Carden-Loyd-Entwurf A4E11, dem amphibischen Panzer T-37 (1933)[47]. Dieses Fahrzeug wurde bis 1936 zum Nachfolgemodell T-38 (1936)[47] weiterentwickelt. Die erste eigene Entwicklung dieser Epoche war der T-40 (1941)[48], welcher die T-37 und T-38 als leichter und auch amphibischer Panzer ablösen sollte. Da sich nach Kriegsbeginn gezeigt hatte, dass dieser Panzer unzureichenden Panzerschutz aufwies, wurde das Modell T40 S mit stärkerer Panzerung entwickelt, der ab 1942 gefertigt, nicht mehr schwimmfähig war[48]. Gleichzeitig hatte man schon begonnen einen Nachfolger für den T-40 zu entwickeln und ebenfalls schon 1941 wurde der Entwurf des T-60 (1941) als neuer leichter Panzer präsentiert[49].
T-70
Basierend auf dem Fahrgestell des T-60 wurde 1942 ein Nachfolgemodell in die Fertigung genommen[50]. Der T-70 (1942) diente wie alle anderen leichten Panzer der Sowjetarmee als Aufklärungs- und Infanteriebegleitpanzer[50]. Nach dem Hochfahren der Produktion schwerer und mittlerer Panzerkampfwagen in der Sowjetunion wurde im Herbst 1943 die Fertigung dieses leichten Panzer eingestellt[50]. Doch wurde die Wanne für die Fertigung der 76-mm-Selbstfahrlafette SU-76 weiterhin produziert und ermöglichte die Bildung mobiler Panzerjäger-Einheiten[51]. Ein bereits entwickeltes Nachfolge Modell des T-70, der T-80 M (1943) wurde nur in einer Kleinserie gefertigt[50]. Den Nachteil des sehr geringen Raum im Turm, den alle leichten Panzer aufwiesen, hatte wie bei anderen Nationen die Überlastung des Fahrzeugkommandanten zur Folge.
BT-Serie
Die BT-Serie verfügte über eine leichte Kanone und eine leichte Panzerung. Die Wendigkeit des Panzers und sein geringer spezifischer Bodendruck machten das Fahrzeug ideal für die Bewegung im Gelände oder – für die Ostfront entscheidend – im tiefen Schnee, was die Fahrzeuge im Sowjetisch-Finnischen Winterkrieg bewiesen. Im Gefecht mit deutschen Panzertypen konnte das Fahrzeug sich gegen PzKpfw 35(t), I und II behaupten, unter günstigen Bedingungen war der Kampf gegen frühe PzKpfw III und IV möglich, doch PzKpfw V Panther und PzKpfw IV Tiger konnten nicht bekämpft werden. Speziell mit Funkgeräten ausgerüstete Fahrzeuge dienten als Befehlspanzer[52]. Eine Besonderheit der BT-Serie war, dass man die Ketten abnehmen und den Kampfwagen im Radbetrieb fahren konnte[52]. Dadurch konnten die Fahrzeuge auf Straßen Geschwindigkeiten von bis zu 73 km/h erreichen[52].
T-34 – Mittlerer Panzer
Als erster mittlerer Panzer der Roten Armee wurde der Mehrturmpanzer T-28 in den Kirowwerken in Leningrad 1932 entwickelt und ab 1933 gefertigt[53].
Ein junger Ingenieur der Komintern-Werke in Charkow namens Koschkin war im Konstruktionsbüro des Werks eingesetzt, als das Werk 1937 den Auftrag erhielt ein Nachfolgemodell für den BT-Panzer zu entwickeln[54]. Der erste Entwurf (A-20) war mit einer „beschussssicheren“ abgeschrägten Panzerung versehen, hatte einen Turm mit der 45-mm-Kanone und war mit der Fahrwerkslösung eines Rad-/Kettenpanzers konzipiert worden[54]. Ein weiterer Entwurf (A-30) sah eine 76,2-mm-Kanone[54]. Die Erfahrungen mit dem BT-Panzer hatten gezeigt, dass dieses Modell tatsächlich sehr selten als Radfahrzeug eingesetzt wurde, was den technischen Zusatzaufwand des komplizierteren Fahrwerks nicht rechtfertigte. Koschkin ließ sich einen neuen Entwurf beim Oberkommando genehmigen, den Vollkettenpanzer T-32[54]. Nach der Vorführung bei den Verantwortlichen für die Ausrüstung der sowjetischen Panzertruppe, wurden wie verlangt eine stärkere Panzerung und eine leistungsfähigere Bewaffnung im Entwurf berücksichtigt, was aus dem Fahrzeug den T-34 machte[54].
Der Entwurf des T-34 veränderte die Anforderung an künftige Panzerkonstruktionen auf einen Schlag. Seine breite Kette und sein leistungsfähiges Christie-Fahrwerk gaben dem Fahrzeug in Verbindung mit einem kräftigen Dieselmotor eine hohe Beweglichkeit in den schwierigen klimatischen und straßenlosen großen Räumen der Sowjetunion[54]. Die zumeist schräge Panzerung machte die Masse der gegnerischen Panzerabwehrgeschütze und auch Panzerkanonen wirkungslos. Mit dem Kaliber 76,2 mm und einem langen Rohr, war dieser Panzer stärker bewaffnet als die meisten Kampfwagen zu Beginn der Epoche. Zwischen dem Fertigungsbeginn im Sommer 1940 und dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion waren bereits 1.225 dieser überlegenen Panzer an die Rote Armee ausgeliefert worden.
Die deutschen Panzerjäger-Truppen konnten diese Fahrzeuge mit den 3,7-cm-Pak 36 nicht bekämpfen, die teilweise vorhandene 5-cm-Pak 38 blieb bei frontalem Schuss genauso chancenlos. Zusammen mit den schweren sowjetischen Panzern wurden die T-34 zum Schreckgespenst der deutschen Invasoren. Das Thema des deutschen "Panzer-Schock" ist in der Literatur und sonstigen Medien in der Vergangenheit vielfach disktutiert worden. Die verhältnismäßig simple Technik des T-34 war wartungsfreundlich und für die Massenproduktion gut geeignet, so dass der Zulauf von neuen Panzern schon bald nach dem deutschen Angriff die Verlustraten weit übertraf. Zusätzlich wurde das Modell kontinuierlich bis hin zur endgültigen Version, dem T-34/85 verbessert, so dass einzelne Fahrzeuge sogar bis in den Kroatienkrieg in den 1990iger Jahren Verwendung fanden. Während des gesamten Krieges wurden etwa 40.000 T-34/76 der Modelle 1941 und 1943 produziert und beinahe 11.000 T-34/85.
KW-1, KW-2, KW-85 und IS-Panzer – Schwere Panzer
Die Erkenntnisse, welche sowjetische Konstrukteure mit dem Serie gefertigten schweren T-35 gesammelt hatten, führten zur Forderung eines neuen schweren Panzertypen. Die neuen Entwürfe gingen in zwei Richtungen. Zum einen wurden neue schwere Mehrturmpanzer entwickelt, der SMK und der T-100. Beide Fahrzeuge wurden als Prototypen realisiert. Eine Erkenntnis aus dem Einsatz der nach Spanien gelieferten sowjetischen Panzertypen war das Erfordernis einer schweren Panzerung für Panzer die als Durchbruchspanzer die gegnerischen Linien durchstoßen sollten. Die Mitarbeiter des Konstruktionsbüro, welches entsprechend der Vorgaben für das Fahrzeug den Entwurf für den SMK-Panzer erstellt hatte, entschieden sich dafür einen Alternativentwurf für einen schweren Panzer mit nur einem einzelnen Gefechtsturm einzureichen. Dieser überzeugte die Verantwortlichen. So wurde in der Sitzung des Verteidigungskomitees der Sowjetunion am 19. Dezember 1939 die Serienfertigung des KW-Panzer und des mittleren T-34 entschieden[55].
Das Konzept sah einen schweren Gefechtspanzer, den KW-1, und einen schweren Unterstützungspanzer, den KW-2, vor[55]. Die massive Panzerung war von deutschen Kanonen auf normale Kampfdistanz praktisch nicht zu durchschlagen. Einzig die Panzergranaten der 8,8-cm-Flak 18 und 36/37 konnten diese Fahrzeuge zerstören. Nach dem Angriff wurden die beiden Fertigungsstätten der KW-Panzer ostwärts verlegt, doch bis 1943 blieben die KW-Typen mit unterschiedlichen Verbesserung in Fertigung. Ein großer Nachteil des KW-2 war dessen schiere Größe und das schwache Turmdrehwerk, welches ein seitliches Richten des Turms nur in ebenem Gelände erlaubte.
Die letzte Entwicklung der KW-Serie war der KW-85[55]. Im Grunde handelte es sich um einen KW-1 mit einer stärkeren 85-mm-Kanone[55]. Fahrwerk und Chassis blieben weitgehend unverändert[55]. Lediglich der Turm musste erneuert werden, um die schwerere Kanone aufnehmen zu können. KW-1 und 2 wurden vom KW-85 abgelöst.
Schon frühzeitig wurde die Weiterentwicklung der KW-Panzer gefordert und die Entwicklung begonnen. Hierdurch kam es zur Entwicklung der JS-Serie (Josef Stalin)[56]. Spät entwickelt prägten diese schweren Panzer das Bild der Kämpfe um Berlin am Ende des Zweiten Weltkriegs. Die eindrucksvollen schweren Panzer mit ihren 122-mm-Kanonen finden sich auf vielen Fotographien dieser Ereignisse. Genauso sind die auf dem JS-Panzer aufbauenden schweren sowjetischen Sturmgeschütze ISU-152 typische Fotomotive der Endkämpfe im Raum Berlin. Hierbei wurde eine schwere Kanone in einem Kasemattaufbau auf dem JS-Fahrgestell montiert[56].
Der direkte Nachfolger, der IS-3-Panzer, wurde zu spät ausgeliefert, um noch an der sowjetischen Westfront eingesetzt zu werden. Er erlebte seine Feuertaufe im Fernen Osten, als die UdSSR nach der deutschen Kapitulation in den Krieg gegen Japan eintrat. Dieses Fahrzeug zeigte bereits den charakteristischen Schildkrötenturm, der bis heute als Markenzeichen russischer Panzer gilt. Das Konzept des IS-2 und des IS-3 war dermaßen fortschrittlich, dass sie noch weit bis in die 1970er-Jahre im Dienst verschiedener Länder standen[56]. IS-2 und IS-3 konnten mit den für sowjetische Panzer üblichen Zusatztanks ausgerüstet werden, die die Reichweite des Kampfwagens beträchtlich steigerten.
Sowjetische Panzerjäger
Eine der wichtigsten Varianten des T-70 war das Sturmgeschütz SU-76. Nachdem der T-70 de facto aus dem Verkehr gezogen wurde, entschied man sich, die Produktion des Chassis fortzuführen und dafür zu nutzen, die 76-mm-Kanone ZiS-3 dort als mobile Artillerie und Panzerabwehrkanone unterzubringen. Das Ergebnis SU-76 konnte nicht vollständig überzeugen. Die Panzerung des Aufbaus war viel zu leicht und der Turm oben offen. Gegen Luftangriffe und Infanterie stellte das einen negativen Aspekt dar. Dennoch bewährte sich der SU-76 bei seiner Hauptaufgabe als artilleristische Nahunterstützung für die Infanterie, nach dem Konzept der Artillerieoffensive.
Auf dem Fahrgestell des T-34 wurden insbesondere die Panzerjäger SU-85 und SU-100 und das Selbstfahrartillerie-Fahrzeug SU-122 aufgebaut.
Tschechoslowakei
Mit dem Ende des Ersten Weltkrieg entstanden aus dem ehemaligen österreich-ungarischen Kaiserreich mehrere Nationalstaaten. Die Staatsgründung der Tschechoslowakei am 28. Oktober 1918 fügte die Länder Böhmen, Mähren, Schlesien und die Slowakei zu einem Staat zusammen. In der Tschechoslowakei gab es in Prag das Unternehmen Akciová společnost, dříve Breitfeld, Daněk a spol. (deutsch Breitfeld & Danek), welches sich mit dem Bau von Motorfahrzeugen beschäftigte und ab 1927 unter Českomoravská-Kolben-Daněk, a.s. firmierte. Ein weiteres wichtiges Unternehmen im Bereich der Rüstung, war das aus einem Maschinenbau-Unternehmen hervorgegangene Unternehmen Škoda in Pilsen, welches zu Beginn des 1900 Jahrhundert der größte Waffenhersteller der Habsburger Monarchie war.
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieg suchten die beiden großen Unternehmen nach Geschäftsfeldern mit denen sie ihre industriellen Kapazitäten bestmöglich nutzen konnten. Die beginnende Aufrüstung mit motorisierten Kampffahrzeugen in vielen Ländern in den zehn Jahren vor dem Beginn des Zweiten Weltkriegs stellte die Belieferung einiger kleinerer Nationen mit Fahrzeugen aus tschechoslowakischer Fertigung in Aussicht. Da insbesondere Skoda bereits durch die Fertigung von Geschützen Verbindungen zu den Streitkräften vieler Nationen hatte.
Bis zur Besetzung durch das Deutsche Reich entstand eine Reihe von Fahrzeugen, die teils typisch für ihre Zeit waren. Doch es entstanden auch Technologie und Waffensysteme, die in der Rüstung des Deutschen Reichs später eine große Rolle spielen sollten.
Deutsches Reich
Das Deutsche Reich hatte im Ersten Weltkrieg die Bedeutung von gepanzerten Fahrzeugen erst spät erkannt. Sowohl der A7V als auch die spätere Kopie des britischen Whippet-Kavalleriepanzer, der LK-II, spielten letztendlich auf dem Schlachtfeld keine Rolle, da diese in geringsten Stückzahlen oder sogar nur als Prototypen verfügbar gemacht wurden. Doch die Auswertung der Kriegsereignisse und die Einschätzung einiger wichtiger deutscher Offiziere führten dazu, dass man sich nach dem verlorenen Krieg nicht an das im Versailler Vertrag vereinbarte Verbot der Entwicklung und des Baus von Panzern hielt. Weltweit erkannten Militärtheoretiker das Potential dieser neuen Waffentechnologie. Nur stritt man sich über die Art des Einsatz. Das war auch im Deutschen Reich nicht anders[57].
Schon vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten betrieb die Reichswehr heimlich ein Entwicklungsprogramm für Panzertechnik[57]. Auch wurden schon im Mai 1925 die Firmen Rheinmetall, Daimler-Benz und Krupp mit der Entwicklung eines Mehrturmpanzer mit Tarnnamen Großtraktor beauftragt. Im Jahr 1928 folgte der Auftrag für die Entwicklung eines leichten Panzers der mit dem Tarnnamen Leichttraktor projektiert wurde. Überwiegend wurde die Fahrzeugtechnik auf dem geheimen Truppenübungsplatz Kama in der zu dieser Zeit nahezu gegen die alten Westmächte verbündeten Sowjetunion erprobt. Die Grundlagenforschung und die militärtheoretischen Studien bildeten die Wissensbasis für die rasanten Rüstungsprojekte nach 1933.
Keines der beiden alten Reichswehrprojekt konnte tatsächlich umgesetzt werden, zuviele konzeptionelle Mängel wurden erkannt und neue Entwicklungen folgten. Auch die geplante und budgetierte Ausrüstung mit dem Leichttraktor fand nicht statt. Eine wichtige Rolle im Entwicklungsprozess spielte der Inspekteur der deutschen Kraftfahrtruppe General Lutz. Auf seine Veranlassung hin wurden die Firmen Rheinmetall-Borsig und Krupp mit einem neuen Entwurf des zuvor als Großtraktor bezeichneten schweren Kampfwagen-Typs beauftragt. Das nun von 1932 bis zur Auslieferung 1936 auf den Konzepten der vorherigen Epoche entworfene Fahrzeug, weist sehr viel Ähnlichkeiten mit dem britischen Vickers A6E1 (Mk III) auf. Letztlich wurden drei Prototypen in Weichstahl und drei in Panzerstahl gefertigt. Das Fahrzeug hieß nun Neubaufahrzeug.
In manchen Quellen wird dargestellt, dass die Ausrüstung aller neu entwickelten deutschen Kampfpanzer auf die Initiative des deutschen Offiziers Heinz Guderian zurückzuführen sei. Dieser hatte im Ersten Weltkrieg Erfahrungen im Einsatz von Funkgeräten bei der Kavallerietruppe gesammelt. Tatsächlich sollte sich, später herausstellen, dass die Funkkommunikation der Kampfwagen untereinander auf dem Gefechtsfeld die Wirksamkeit des Waffensystems durch eine verbesserte Verbandsführung stark beeinflusste.
Laut einer Aktennotiz von Oberst Kühn über eine Besprechung mit Vertretern von Daimler-Benz, Henschel & Sohn, MAN und Rheinmetall am 7. Juli 1933 entschied man sich gegen Dieselmotoren, da „die Kampfwagen im Ernstfalle in der vordersten Linie nur mit Benzin versorgt werden können. Die Nachsendung von 2 Kraftstoffen (Benzin und Gasöl) sei unmöglich.“[58]
Panzerkampfwagen I
Die militärtheoretische Diskussion hatte im Deutschen Reich zu der Erkenntnis geführt, dass man geschlossene Panzerverbände aufstellen wollte. Die finanziellen Mittel für große Verbände waren jedoch nicht gegeben und ähnlich der Situation in Großbritannien musste man sich erst einmal mit kleinen Panzern behelfen. Diese sollten für die Ausbildung neuer Truppen und Erprobung der Theorien erst einmal ausreichen. Zumal diese Panzertypen auch bei anderen Streitkräften zu finden waren. Es entstand bis 1934 bei Krupp der Panzerkampfwagen I mit einer doppelten Maschinengewehr-Bewaffnung und einer Zwei-Mann-Besatzung. Die deutsche Panzerphilosophie priorisierte die Reihenfolge Feuerkraft – Beweglichkeit – Panzerung. Daher begnügte man sich anfangs beim Panzerschutz auf Sicherheit gegen Stahlkerngeschosse (SmK), um Gewicht zu sparen.[59] Doch schon früh verfügten deutsche Panzer über Funkanlagen, um Verbände führen zu können. Die Produktion der Pz.Kpfw. IA und IB wurde auf Krupp, Daimler-Benz, Henschel, Wegmann und MAN verteilt. Durch die Tatsache, dass als erstes von Krupp eine Serie von Fahrschul-Fahrgestellen gebaut wurde, da noch keine Panzeraufbauten verfügbar waren und weil der Pz.Kpfw. I im späteren Kriegsverlauf keineswegs gegen gegnerische Typen bestehen konnte, wird in der Literatur immer wieder davon geschrieben, dass dieser Panzertyp nicht für den Kriegseinsatz gebaut worden sei. Diese Idee kann heute anhand der vorhandenen Datenlage als Fehlinterpretation eingestuft werden.
Panzerkampfwagen II
Der zweite deutsche Panzertyp, dessen Entwicklung ebenfalls noch 1934 unter Geheimhaltung begonnen hatte war der Panzerkampfwagen II. Studien hatten gezeigt, dass der kleine Panzerkampfwagen I nicht in der Lage war eine 2-cm-Bewaffnung zu tragen. Die Entwicklung eines größeren Panzer hatte sich verzögert und so wurde entschieden einen zusätzlichen Typen in der 6-t-Klasse zu entwickeln. Der Auftrag ging an MAN. Der Entwurf wurde mehrfach verbessert und insbesondere das Fahrwerk von kleinen Laufrollen hin zu großen Laufrädern mit Blattfederung an der Wanne weiterentwickelt. Von Beginn an war eine Kanone mit einem Zehn-Schuss-Magazin verbaut. Mit einer Stückzahl von über 1000 Fahrzeugen bildete das Fahrzeug zusammen mit dem Pz.Kfpw. I die Masse der deutschen Panzer bei Kriegsbeginn.< br/>
Panzerkampfwagen III und IV
In der Theorie Guderians aus der Vorkriegsphase des Zweiten Weltkrieg sollten zwei Panzerkampfwagentypen als Ausrüstung für die deutschen Panzertruppen dienen. Der erste sollte mit einer Schnellfeuerkanone gegnerische Panzer ausschalten und ein weiterer mit einer großkalibrigen Waffe Sprengmunition verschießen. Aus diesen beiden Anforderungsprofilen gingen letztlich die beiden Panzertypen Panzerkampfwagen III und Panzerkampfwagen IV hervor. Beide Fahrzeuge wurden in sehr kleinen Serien vor dem Beginn des Zweiten Weltkriegs fertiggestellt.
Panzerkampfwagen III
Der Panzerkampfwagen III wurde projektiert um eine 5-cm-Kampfwagenkanone aufzunehmen. Doch entschied man sich aus logistischen Gründen für die Ausrüstung mit einer Kampfwagen-Variante der 3,7-cm-Panzerabwehrkanone. In der Entwicklung erhielt das Fahrzeug die Tarnbezeichnung Zugführerwagen und führte später tatsächlich teils die mit Panzerkampfwagen II ausgerüsteten Einheiten.
Panzerkampfwagen IV
Das schwerere Fahrzeug der Panzerkampfwagen IV war ein anfangs schlecht gepanzerter Turmpanzer mit einer kurzen 7,5-cm-Kanone, welche wegen der geringen Mündungsgeschwindigkeit nur als Unterstützungswaffe im Bogenschuß eingesetzt werden konnte. Während das Potential des Panzerkampfwagen III schon in der Mitte des Kriegs ausgeschöpft war, war der Panzerkampfwagen IV der einzige deutsche Panzer der in unterschiedlichen Ausführungen während des gesamten Kriegs produziert wurde. Zuletzt sogar als Panzer IV L/70 mit einem Kasemattaufbau, da nur so eine 75-mm-Kanone mit langen Lauf eingebaut werden konnte.
Im Verlauf des Kriegs wurden die vorhandenen Panzerkampfwagen IV nahezu alle mit 7,5-cm-Kampfwagenkanonen mit langem Rohr (L/43 und L/48) ausgerüstet. Die Notwirtschaft der deutschen Rüstung griff schon bald auch in Munitionsfertigung ein. 1943 wurden zur Vereinfachung des Schießverfahrens die langrohrigen Panzerjägerkanonen, Kampfwagenkanonen und Sturmgeschützkanonen nur noch mit der Panzergranate 39 und Sprenggranaten ausgestattet. Die Fertigung der HL-Granaten für diese wurde zurückgestellt, die Fertigung der Hartkerngranaten (PzPatr. 40) komplett eingestellt.[60]
Panzerkampfwagen V Panther
Nach dem Angriff auf die Sowjetunion musste die militärische Führung des Deutschen Reich feststellen, dass neue sowjetische Panzertypen das Schlachtfeld völlig anders gestalteten als man erwartet hatte. Schwere KW-Panzer und die ganz neuen T-34 waren für die deutsche Panzerabwehr Gegner, denen man nichts entgegenzusetzen hatte. Die eigenen Panzertruppen erlitten schwere Verluste im Duell mit diesen Typen. Der "Panzerschock" dauerte einige Wochen an. Dann war klar, dass man schnell reagieren musste. Projekten für schwerere Panzer wurden höchste Dringlichkeit gegeben. Der Gedanke eine Kopie des T-34 zu fertigen wurde aus verschiedenen Gründen verworfen und MAN erhielt im Januar 1942 eine Beschreibung des geforderten Typen. Im April gab es einen Entwurf und im September konnte ein Prototyp präsentiert werden. In Zusammenarbeit mit Daimler-Benz und auf Druck von Adolf Hitler hin lief im Januar 1943 eine Serienfertigung an. Auch wenn die technisch anspruchsvoll konstruierten Pz.Kpfw. V Panther in für das Deutsche Reich großer Stückzahl gefertigt wurden und das Fahrzeug als eines der besten des Zweiten Weltkrieg gilt, hatte es doch im Vergleich zu den gewaltigen Panzer-Stückzahlen die inzwischen aus sowjetischer und US-amerikanischer Fertigung kamen, nur geringe Überlebenschancen auf dem Schlachtfeld. Hinzu kam die alliierte Luftüberlegenheit bei Kriegsende.
Panzerkampfwagen VI Tiger Ausf. E und B
Schon vor Beginn des Zweiten Weltkriegs forderte das deutsche Oberkommando die Entwicklung eines schweren Panzer. So erteilte man Henschel schon 1937 die Weiterentwicklung des künftigen Panzerkampfwagen IV mit 7,5-cm-Kanone zu einem schwer gepanzerten Durchbruchpanzer. Dieses Projekte endete wie auch das Nachfolgeprojekt 1938 mit der Fertigung eines Fahrgestells und Zeichnungen im Studiumsstadium. Doch arbeitete Henschel auch an einem 65-Tonnen-Nachfolger für das Neubaufahrzeug. Die Unternehmen Henschel, MAN, Daimler-Benz und Porsche beteiligten sich am weiteren Entwicklungsprozess mit Entwürfen. Diese Arbeiten zogen sich bis 1941 zum "Panzerschock" hin. Da nur die 8,8-cm-Flak eine reale Chance hatte die neuen sowjetischen Panzertypen zu bekämpfen, wurde verlangt, dass diese Waffe als Bewaffnung für den neuen schweren Panzertypen dienen sollte. Krupp entwickelte einen Turm und die beiden Entwicklungsbüros von Porsche und Henschel lieferten Fahrzeugentwürfe. Fertigungstechnisch war der Henschel-Entwurf leichter zu realisieren und wurde bestellt. Ohne jeden Zweifel war der Pz.Kpfw. VI Tiger eine zeitlang allen alliierten Kampfpanzer überlegen. Diese Phase reichte aus, um ihn zu einer Ikone und einem Schreckgespenst der alliierten Truppen zu machen. Die Fertigungszahl lag bei etwa 1300 Stück und es war ein empfindliches und kompliziertes Stück Waffentechnik, dass von Kommandeuren und Besatzungen einen hohen Ausbildungsgrad erforderte. Viele neue alliierte Panzerfahrzeuge waren eine Reaktion auf das Erscheinen dieses Panzertypen auf dem Schlachtfeld. Dies war für die schwächeren deutschen Panzertypen tatsächlich ein Problem, da diese vielen neuen alliierten Typen nunmehr hoffnungslos unterlegen waren.
Basierend auf einem grundsätzlichen Entwurf der Vorkriegszeit, waren in der Entwicklung des Tiger Ausf.E nur wenige Aspekte eingeflossen, die sein Überleben auch nach einer vorhersehbaren Reaktion der Alliierten auf sein Erscheinen sicherstellten. Doch die deutsche Panzerkommission und das Oberkommando forderten deshalb bereits 1942 die Entwicklung eines Nachfolgers bei Porsche und Henschel beauftragt. Das Ergebnis war der Tiger Ausf. B, der auch den Namen Königstiger oder Tiger II in der Literatur erhielt. Entscheidende Verbesserungen waren die neue 8,8-cm-KwK L/71 mit höherer Durchschlagsleitung und die abgeschrägte Panzerung. Angesichts der Resourcenknappheit des Deutschen Reich in den letzten zwei Kriegsjahren, war der weiterentwickelte schwere Tiger Ausf. B zwar eine technische Leistung, taugte aber nicht dazu den Kriegsverlauf noch zu beeinflussen. Die schweren Panzer fielen vielfach den Angriffen alliierter Kampfflugzeuge zum Opfer, fielen mit unerfahrenen Besatzungen durch Bedienungsfehler aus oder mussten wegen Spritmangel beim Rückzug gesprengt werden. Wenn sie jedoch gut positioniert und versorgt waren, stellten diese eine große Herausforderung für gegnerische Truppen dar.
In den letzten beiden Kriegsjahren wurde die deutsche Panzertruppe meist nur noch eingesetzt, um gegnerische Einbrüche in der Front zu bereinigen oder vorübergehend abgekämpfte Abschnitte zu verstärken. Die Verbände wurde dabei so geschwächt, dass sie kaum noch für operative Zwecke eingesetzt werden konnte.[61]
Nach Heeresmeldungen erzielten zwischen August und Oktober 1944 Sturmgeschütze und Panzerjäger zusammen 22 bis 32 % aller Feindpanzerabschüsse. Obwohl die Zahl der Panzer im Fronteinsatz größer war, erzielten diese nur 22 bis 26 % der Abschüsse. Auf die 10.000 Rohre der Pak entfiel eine Abschussquote von 12 bis 20 %.[62]
Japan
Der Inselstaat Japan verfügte lange Zeit nicht über eine Industrie die an der Fertigung von Kampfpanzern interessiert war. Bedingt durch die geographische Lage war in der ersten Epoche der Panzerentwicklung ab 1914 erst ein geringer Bedarf an Kampfpanzern entstanden. So wurden auch in Japan für die Ausrüstung der Streitkräfte erst einmal ausländische Fahrzeuge gekauft[63]. Zu den erworbenen Modellen gehörten britische Mk IV (jap. Type 78 Heavy – 1918)[64], Whippet (jap. Type 79 Medium Mark A)[64] und französische FT-17 (jap. Type 79 Medium Tank)[64]. Erste eigene Konstruktionsversuche der japanischen Industrie war Fehlschläge[63]. Und es wurden in der ersten Epoche weitere ausländische Modelle erworben[63]. Hierzu gehörte 1926 ein Vickers-Modell Mk C (Type 89 Medium)[64] und einige Renault NC (Type 89 Medium ETSU B)[64].
Innerhalb der folgenden Jahren lernte die japanische Industrie dazu und war ab etwa 1934 in der Lage neue Panzertypen zu konstruieren[63]. Dies Modelle waren aber meist an die Bedürfnisse des westasiatischen Kriegsschauplatz, der die hauptsächliche Interessensphäre des expansionistisch agierenden japanischen Kaiserreichs darstellte, angegepasst[65]. Schwerere Panzertypen wurden anfangs zumeist bei den Kämpfen in der Manschurei eingesetzt.
So wurden zumeist leichte Panzer für die Infanteriebegleitung entworfen, da auf den Inseln und im Dschungel der benachbarten Staaten kaum Panzerduelle zu erwarten waren und auch große raumgreifende Manöver mit geschlossenen Panzerformationen nicht zu erwarten waren[65]. Da die kaiserliche Marine für die Anlandung von eigenen Marinetruppen eine Unterstützung wünschte, entwickelte diese japanische Teilstreitkraft eine Reihe von amphibisch ausgelegten Panzertypen[66]. Alle japanischen Panzer waren dünn gepanzert und mit der systematischen Verbreitung von Bazookas als Panzerabwehrwaffe bei der gegnerischen Infanterie, wurden die japanischen Panzer nahezu nutzlos, da Einheiten mit dieser Waffe die leicht gepanzerten Fahrzeuge schnell ausschalten konnten.[67][68][69]
Leichte japanische Panzer
Eine typische Aufgabenstellung leichter Panzer, die Aufklärung, war im Einsatzraum der kaiserlich japanischen Armee zweigeteilt und wurde teilweise von Radpanzern mit Schienenrädern wahrgenommmen[70]. Dies patroulierten auf den Eisenbahntrassen der japanisch besetzten Länder. Damit hatten die leichten Panzer der kaiserlichen Armee zumeist die Aufgabe die Infanterie im Gefecht zu begleiten.[71]
Der wichtigste leichte japanische Typ war der hauptsächlich bei Mitsubishi gebaute Typ 95 Ha-Gō, der bei den japanischen Streitkräften offiziell als Type 95 Ke-Go bezeichnet wurde und von dem ca. 1250 Stück gebaut wurden[72][72]. Das Fahrzeug erwies sich bei den schwierigen Geländeverhältnissen des Dschungels in Burma und auf den pazifischen Inseln mit seiner Wendigkeit den zuerst eingesetzten US-amerikanischen M3 und M5 als leicht überlegen. Mit seiner Panzerung war das Fahrzeug seinen amerikanischen Gegnern jedoch völlig unterlegen. Die Stärke der Bewaffnung war ungefähr gleichwertig.
Nach der Einführung des US-amerikanischen M24 Chaffee als neuem leichten US-Panzer war der Typ 95 allerdings chancenlos veraltet.Basierend auf den britischen Kleinpanzern Carden-Loyd Mk IV und Mk VI b, die gekauft worden waren, baute die Tokyo Gas and Electric Industry (später HINO Motors) einen Kleinpanzer mit der Bezeichnung Type 94[73]. Außerdem wurde zwei Jahre zuvor von Ishikawajima Motorworks ein vergleichbares Fahrzeug unter der Bezeichnung Type 92 vorgestellt[73]. Diese in kleinen Mengen fertigten Modelle waren für das Gefecht mit der sehr dünnen Panzerung und einer leichten Maschinengewehrbewaffnung nahezu ungeeignet[73]. Selbst Infanteriemunition konnte die leichte Panzerung durchschlagen und die Fahrzeuge wurden oft als Munitionsschlepper verwendet[73]. Die Forderung eines besseren Fahrzeugs nach der Einführung des Type 94 führte zur Entwicklung des Type 97 Te-Ke (Ke-Ke)[74]. Der Hersteller des Type 94 war inzwischen in Tokyo Motors umbenannt worden und der Nachfolgeentwurfe Type 97 mit einem 37-mm-Kanonenturm und einem Bug-Maschinengewehr, wurde zum meist gebauten japanischen Kleinpanzer während des Zweiten Weltkrieg[74].
Als Kleinpanzer sind auch viele der von der Kaiserlich Japanischen Marine entworfenen Panzermodelle einzustufen, da diese mit geringem eigenen Gewicht in Kombination mit Schwimmkörpern von Schiffen aus für Landungsoperationen eingesetzt wurden und grundsätzlich auch mit montiertem Schwimmkörper den Gefechtsturm einsetzen können sollten[75]. Dies war aufgrund der Limitierung beim Gewicht nur mit leichten Panzern möglich. Ein typisches und bekanntes Bespiel ist der Type 2 Ka-Mi[75].
Mittlere japanische Panzer
Der erste in größerer Stückzahl verfügbare mittlere Panzer war der ab 1934 ausgelieferte Type 89 B[76]. Seine Entwicklungslinie basiert auf den angekauften Panzern der 1930iger Jahre und das erste Versuchsmodell 1, der Type 87, wurde 1927 im Arsenal von Osaka montiert[76]. Dem folgte das weiterentwickelte Versuchspanzer 2 als ursprünglicher Modell Type 89[76]. Bei Mitsubishi erfolgte eine Serienfertigung des Type 89[76]. Durch den Austausch des Benzinmotors beim nunmehr als Type 89 A bezeichneten Fahrzeugs gegen einen Dieselmotor entstand der Type 89 B[76]. Dieser Panzertyp wurde ab 1932 gegen China eingesetzt[76].
Bis 1937 war klar, dass ein neuer mittlerer Panzer konzipiert werden musste[77]. Der japanische Generalstab und das Entwicklungsbüro konnten sich nicht auf einen Entwurf einigen[77]. Letztlich baute das Arsenal Osaka einen Prototypen, den Chi-Ni, nach den Vorgaben des Generalstabs und Mitsubishi baute den Type 97 Chi-Ha gemäß den Vorgaben des Entwicklungsbüro[77]. Erst bei Ausbruch des Krieges gegen China wurde eine Entscheidung zu Gunsten des Mitsubishi-Fahrzeug getroffen, der damit in Serie ging[77].
Der Nachfolger des Type 97 Chi-Ha, war das Modell Type 1 Chi-Ne und zwei Jahre später, also 1943, der Type 3 Chi-Nu[78]. Die Fertigung des Chi-Nu begann 1944 doch bis Kriegsende wurden nur etwa 50 bis 60 Fahrzeuge fertiggestellt[78].
Die letzten Entwürfe der japanischen Panzerindustrie hätten für die alliierten Streitkräfte ein Problem werden können, wenn diese in Serie gegangen wären[78]. Der länger Type 4 Chi-To und der noch schwerere Type 5 Chi-Ri wären in der Lage gewesen, Gefechte mit dem M4 Sherman zu bestreiten[78]. Doch zu dieser Konfrontation kam es vor Kriegsende nicht mehr[78].
Selbstfahrlafetten
Größeres Augenmerk legten die Japaner auf die Konstruktion von Selbstfahrlafetten. Als die Produktion schwerer Selbstfahrlafetten anlaufen sollte, war die Kapazität der Produktion durch die amerikanische Blockade weitgehend lahmgelegt. So wurde versucht, mit den bereits vorhandenen Mitteln Waffen zu produzieren. Die Ergebnisse waren Improvisationen, die niemals die Qualität deutscher, sowjetischer oder westalliierter Waffen erreichten. Als Beispiel sei hier die Selbstfahrlafette Typ 4 angeführt[79]. Das Chassis und das Fahrgestell stammten vom Panzer Typ 97[79]. Die verbaute Artilleriewaffe aus dem Fertigungsjahr 1905, galt 1942 als ausgemustert. Doch für die Verwendung auf einer Selbstfahrlafette konnten die Oberlafetten noch genutzt werden.
Vereinigte Staaten von Amerika
Die Verringerung der US-amerikanischen Streitkräfte im Jahr 1919 führte auch zur Auflösung des im Krieg gebildeten Tank Corps[80]. Die US Streitkräfte hatten sich nach dem Ersten Weltkrieg, auch wegen des National Defense Act von 1920[81], wenig für die Fertigung von Kampfpanzern interessiert, da nur die Infanterie Panzer einsetzten dürfte[82]. Auch das Ordnance Department (Waffenamt) wurde der Infanterie unterstellt[80]. Der General Staff formulierte, dass die Aufgabe des Panzers:..."facilitate the uninterrupted advance of the infantryman in the attack (das unaufhaltsame Vorgehen der Infanteristen im Angriff zu erleichtern)" war[83]. Dem internationalen Trend entsprechend, sollte der Schwerpunkt künftiger Panzerentwicklung bei den leichten (bis 5t) und mittleren Typen (bis 15t) liegen[80]. Das stark eingeschränkte Budget der gesamten 1920iger Jahre erlaubte jährlich maximal den Bau von zwei Kampfpanzern für die Erprobung[80].
Nach einer eindrucksvollen Demonstration der britischen Streitkräfte mit einem neu gebildeten, britischen mechanisierten Verband, erlaubte der amerikanische Generalstab die versuchsweise Aufstellung einer kleinen "Mechanized Force"[80].
Im Jahr 1931 gab es eine wichtige Veränderung in der Führung der Streitkräfte, General MacArthur wurde zum Chief-of-Staff der US Army ernannt[80]. Durch seine positive Einstellung zur Mechanisierung der US Cavalry, die nunmehr mit Kampfpanzern und Panzerkraftwagen kämpfen sollte[80], wurde es der US Cavalry offiziell möglich schnelle Panzerfahrzeuge für die eigene Truppegattung zu entwickeln[83]. Um nicht gegen die Regelung des National Defense Act zu verstoßen, erhielten die Fahrzeuge der US Cavalery die Bezeichnung "Combat Car"[80].
Als wichtiger Meilenstein ist hier die Entwicklung von J. Walter Christie zu nennen. Das Christie Modell M1931, auch Combat Car T1 genannt, wurde durch den Verkauf von zwei Fahrgestellen an die sowjetische US-Firma AMTORG und den folgenden Export in die Sowjetunion als landwirschaftliche Schlepper zum Ursprung der sowjetischen BT-Serie und damit auch zur Basis der späteren T-34 Entwicklung. Christie verkaufte einen weiteren Prototypen an die britischen Streitkräfte und seine Konzeption diente nach der Überarbeitung bei Morris als Fahrwerkskonzept für die britischen Cruiser Tanks, ab der Entwicklung des Typs Mk III (A13). In den USA selbst gelang es Christie aufgrund seines persönlichen Geschäftsgebarens und der Lieferungen an potentiell gegnerische Streitkräfte nicht mehr auf die Panzerentwicklung Einfluss zu nehmen[84].
Light Tanks der amerikanischen Streitkräfte
Wie auch in Frankreich hatten die Kavallerietruppen der US-Streitkräfte im Ersten Weltkrieg erkennen müssen, dass im Zeitalter der schnellfeuernden Maschinengewehre, der Reiter ein zu leicht zu verwundendes oder zu tötendes Ziel geworden war. Die zunehmende Motorisierung ermöglichte die Entwicklung von leichten Panzern, welche die Aufgaben der Kavalerie auf dem Schlachtfeld übernehmen können sollten[85]. Das Ergebnis dieser Bemühungen um ein leicht gepanzertes Fahrzeug für die US Cavalery war das M1 Combat Car[85].
Die Entwicklung der leichten Panzer der US Army Infantry hatte in den 1920igern begonnen und 1933 wurde ein verbesserter zweiter Prototyp der Light Tank T2 gebaut. Dieses Modell wurde kontinuierlich weiterentwickelt und die Entwicklungsstufe T2E1 wurde 1935 in einer Kleinserie als erster leichter US Panzer der Infanterietruppen als Light Tank M2 eingeführt. Besondere Bedeutung erlangten die leichten US Panzer im Pazifikkrieg. Der M3 Stuart war ein solches Beispiel. Der klassische Leichtpanzer Stuart war klein, wendig, leicht gepanzert und selbst für damalige Verhältnisse leicht bewaffnet. Auf den Inseln im Pazifik konnte er sich aber bewähren – zumal die Japaner weniger Wert auf eine kampfstarke Panzertruppe legten. Der M3 blieb bis zum Ende des Krieges im Einsatz, auch wenn viele Fahrzeuge bereits 1944 zu Kommando- und Aufklärungspanzern umgebaut wurden. Auch der Stuart diente in Varianten als Minenräum-, Flamm- und als Flugabwehrpanzer.
Der Nachfolger des Modells M5 war der M24 Chaffee[86]. Aus den Erfahrungen der britischen Streitkräfte mit dem M3 Stuart, hatten die amerikanischen Entwickler gelernt, dass ein künftiger leichter US-Panzer eine deutlich leistungsfähigere Bewaffnung benötigte[87]. Der amerikanische Hersteller Cadillac und das US Ordnance Department begannen im April 1943 mit einem völlig unabhängigen neuen Entwurf[88]. Getriebe und Motorisierung wurden vom M5 übernommen, stark abgeschrägte leichte Panzerung und große Laufrollen mit Drehstabfederung und im neuen Typen T24 zusammengeführt[88]. Der Entwurf galt sofort als gelungen und es wurden initial 1000 dann sogar 5000 dieser neuen Fahrzeuge bei Cadillac und Massey-Harris bestellt[88]. Bis Kriegsende wurden ab März 1944 dann 4.415 Fahrgestelle für Kampfpanzer und Sonderaufbauten gefertigt[88].
Medium Tanks der amerikanischen Streitkräfte
In den 1920iger Jahren experimentierten die amerkanischen Streitkräfte zuerst mit einem Entwurf T1, dessen Fahrwerk stark an die Rhomboid-Panzerlaufwerke des Ersten Weltkriegs erinnerte[89]. Er verfügte über einen großen Drehturm mit der Hauptwaffe auf dem ein zweiter Turm mit einem Maschinengewehr montiert war[89]. Das Fahrzeug hatte eine vierköpfige Besatzung. Nach der Empfehlung der Standardisierung durch das Ordnance Committee am 24. Januar 1928 wurde das Fahrzeug als Medium Tank M1 am 2. Februar bestätigt. Doch die Einführung wurde im gleichen Frühjahr widerrufen[89]. Ein weiterer Prototyp, der optische Ähnlichkeiten mit den Vickers Medium Tanks aufwies war der Prototyp T2. Der amerikanische Ingenieur J. Walter Christie hatte schon kurz nach dem Ersten Weltkrieg seine Modelle Medium Tank M1919 und M1921 vorgestellt[90]. Er hatte Patentrechte an die US Regierung verkauft und entwickelt das M1928-Fahrzeug, dass viel Aufmerksamkeit erregte und bei der US Army die Prototypen-Serie Convertible Medium Tank T3, T3E1, T3E2 und T3E3 begründete[91]. Vom 9. Oktober 1931 bis ins Jahr 1932 wurden Tests vorgenommen[92]. Doch Christie hatte wiederkehrende Auseinandersetzungen mit dem Infantry and Ordnance Department, so dass neue Verträge an American-La France und Foamite Corporation gingen[92]. Von 1934 bis 1935 wurden nochmals 16 Convertible Medium Tanks T4 nach der weiterentwickelten Christie Patentierung im Rock Island Arsenal gebaut[93]. Er wurde als zu teuer im Verhältnis zu einem Light Tank M2 mit der gleichen Feuerkraft betrachtet, doch angesichts des aufkommenden Krieg in Europa wurde am 30. März 1939 die Standardisierung als Convertible Medium Tank M1, Limited Standard vorgenommen[94]. Schon ein Jahr später im März 1940 wurden die in Fort Benning genutzten 18 Fahrzeuge ausgemustert[94].
M2 Medium Tank
Die Ereignisse rund um die Wiederbewaffnung des Deutschen Reichs, die Expansionspolitik des Kaiserreich Japan und andere Geschehnisse führten zu der Erkenntnis, dass eine Aufrüstung der US-amerikanischen Streitkräfte mit modernen Waffen unumgänglich war und das Rock Island Arsenal wurde 1939 mit der Entwicklung eines mittleren Panzertypen beauftragt. Der leichte Panzerkampfwagen M2 diente als Blaupause für den Entwurf eines vergrößerten Prototypen mit der Bezeichnung T5[95]. Während der Aufbau des Fahrzeugs einen bereits schon fast zu schwach bewaffneten schmalen Turm und mehrere Maschinengewehr-Erker aufwies und viel zu schwach gepanzert war, zeigte sich die Kombination des erprobten aussenliegenden Federungssystems mit nunmehr drei Laufrollenpaaren in je einem Rollenwagen, der Gummi-gepolsterten Kette und einem leistungsstarken Flugzeugmotor als Antriebskomponenten als eine bereits von Beginn an sehr solide Konzeption. Doch dies änderte nichts an der Gesamtbewertung des Entwurfs und es wurde nur eine kleine Anzahl von M2 Medium und M2A1 Medium gebaut.
M3 Medium Tank
Die Ereignisse des Frühjahr 1940 auf dem europäischen Kriegsschauplatz zeigten klar, die Bedeutung, welche dem Panzer im neuen Krieg zukam.[96] Die Ausgangsbasis für eine schnelle Ausrüstung einer neuen amerikanischen Panzertruppe sollte der bei Kriegsbeginn im Bestand der US Army befindliche Medium Tank M2 A1 sein, auch wenn seine 37-mm-Bewaffnung nach der Auswertung der Ereignisse in Europa veraltet erschien[96]. Ziel der in den USA geplanten Entwicklung war ein Panzer mit einer 75-mm-Kanone in einem voll drehbaren Turm, wie er beim deutschen Pz.Kpfw. IV verwendet wurde[96]. Am 13. Juni 1940 wurde in der Mitteilung OCM 15889 (Ordnance Committee Minutes) die Spezifikation für einen neuen Panzer bekanntgegeben, der später als Medium Tank M3 eingeführt wurde[96]. In enger Zusammenarbeit mit der British Tank Commission wurde ein Fahrzeug mit einer 75-mm-Kanone in einer Kasematte im rechten Aufbau und mit einem 37-mm-Geschütz in einem rundum drehbaren Turm auf der Oberwanne auf dem Fahrgestell des Medium Tank M2 entwickelt[97]. Die Entwicklungszeit betrug nur 6 Monate. Die amerikanische Ausführung wurde als M3 Lee bezeichnet und eine etwas veränderte Ausführung für die britischen Streitkräfte als M3 Grant[97]. In die Fertigung wurden, mit der American Locomotive Company, dem Detroit Tank Arsenal (Crysler), Pressed Steel Car Company und Pullman Standard Car Company, vier große amerikanische Hersteller eingebunden. Von denen die letzten zwei M3 Grant bauten[98]. Die Produktion belief sich auf 14 Fahrzeuge pro Tag wovon 8 Lee-Ausführungen und 6 Grant-Ausführungen waren[99].
Mit über 5.000 Fahrzeugen ermöglichte die Fertigung des M3 Medium Tank den Aufbau von Fertigungskapazitäten in verschiedenen Werken und lieferte den britischen und sowjetischen Streitkräften ein weiteres Kampffahrzeug im Rahmen des Lend-and-Lease-Abkommens. Viele Erkenntnisse aus der Gefechtserfahrung mit dem Medium Tank M3 im Kampf in Nordafrika fand Eingang in die Entwicklung des Medium Tank M4 Sherman.
Während Medium M3 nach den Kämpfen in Nordafrika von amerikanischen Truppen in Europa nicht weiter verwendet wurden, kamen die Panzer auf dem asiatischen Kriegsschauplatz noch weiter zum Einsatz[100]. Mit dem Lend-Lease-Programm wurden 1386 Medium Tank M3 auch an die Sowjetunion geliefert. Bekannt geworden ist der Einsatz bei einer amphibischen Operation am 4. Februar 1943 auf der Taman Halbinsel gegen die sich zurückziehenden Achsentruppen, der jedoch von deutschen Kräften abgewehrt wurde[101].
M4 Sherman und seine Modellvarianten
Der M4 Sherman war einer der meistverbreiteten Kampfpanzer der Welt. Während des Krieges wurden mehr als 40.000 Exemplare aller Varianten in den USA hergestellt. Der Panzer erwies sich als zuverlässig und robust, gleichzeitig diente er als beinahe modulare Waffenplattform. Die US Army nutzte das große Potenzial des Modells für stetige Kampfwertsteigerungen. Im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes, das den Verbündeten der Vereinigten Staaten die zeitlich befristete Nutzung amerikanischer Rüstungsgüter gestattete, wurde der Panzer auch von den Streitkräften des Vereinigten Königreichs, den freifranzösischen Truppen unter Charles de Gaulle sowie der Roten Armee eingesetzt. Charakteristisch für den Sherman-Panzer war sein hochbordiger Aufbau. Dies stellte sich in einigen Situationen als hinderlich dar, gerade beim Tarnen. Je nach Hersteller und Modell wurde der Sherman von einem Diesel- oder Benzinmotor angetrieben, wobei die US-Marines und die Sowjetunion die Dieselversion (M4A2 und M4A6) bevorzugten und die Army die Benzinversion. Die Entscheidung zwischen Diesel und Benzin war stark von der Logistik abhängig. Die bekannteste Version ist der M4A3E8 „Easy Eight“, die von der US Army noch bis in den Koreakrieg hinein verwendet wurde.
Der Sherman galt als zuverlässig, aber zu leicht gepanzert und bewaffnet. Darum empfahl das Oberkommando den unteren Kommandoebenen (Bataillonskommandeur/Kompaniechefs), deutsche Tiger und Panther nur bei einer Überlegenheit von fünf zu eins anzugreifen. Zusätzlich begannen die Besatzungen schon bald, die Panzerung mit Sandsäcken, Baumstämmen und ähnlichem zu verstärken. Dies ist auf vielen Bildern von Shermans zu sehen, die Wirksamkeit der Maßnahme ist jedoch umstritten. Unter den unzähligen Sondervarianten des Sherman, war der „Calliope“-Raketenwerfer eine zukunftsweisende. Die amerikanischen Konstrukteure legten Wert darauf, den Werferbesatzungen größtmöglichen Panzerschutz und hohe Mobilität zu ermöglichen – im Gegensatz zu den sowjetischen Katjuschas oder den deutschen Nebelwerfern, die meistens auf LKW montiert wurden.
Mit dem Sherman BARV wurde ein Landefahrzeug konstruiert, das Strände räumen sollte. Eine weitere wichtige Variante waren die Sherman „Crab“. Bei dieser Variante wurden Schlegel an einer Rolle vor dem Panzer angebracht. Während der Fahrt schlugen die Schlegel der rotierenden Rolle systematisch auf den Boden und brachten so Minen kontrolliert zur Explosion. Diese Fahrzeuge erwiesen sich bei der Landung in der Normandie als ungemein wertvoll.
Heavy Tank M26 Pershing – Auf dem Weg zum Main Battle Tank
Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum modernen Kampfpanzer war der Heavy Tank M26 Pershing. Er wurde 1945 bei der amerikanischen Armee eingeführt. Das Fahrzeug kam in Westeuropa nur noch in kleiner Zahl zum Einsatz. Bekannt sind Filmaufnahmen der Eroberung Kölns, in denen ein M26 Pershing in der Nähe des Doms einen Panther zerstört.
Der M26 hatte seine große Zeit während des Koreakriegs, in welchem er das Rückgrat der amerikanischen Panzerwaffe stellte. Der M26 wies den Weg zum M46 und M47, der wiederum die Grundlage für den erfolgreichen M48 Patton darstellte, den die USA in fast alle verbündeten Staaten exportierten. Der M26 wurde bis in die 1960er-Jahre eingesetzt, bevor er vom besseren M48 Patton abgelöst wurde.
Italien
Während des Ersten Weltkrieg kämpfte Italien in weiten Teilen an der Seite der Alliierten in einem nicht besonderes für Kampfwagen geeigneten Gelände. Der Versuch eines Entwicklers namens Luigi Cassali schon 1915 das italienische Heer von seinem bei Pavesi gebauten Panzerentwurf zu überzeugen, scheiterte. Das italienische Heer setzte vielmehr in weiten Teilen auf die Verwendung von Panzerwagen, wie dem Lancia 1 ZM. Zum Ende des Ersten Weltkriegs hin wurden von Frankreich einige Renault FT-Panzer und ein mittlerer Panzer von Schneider geliefert. Hieraus entstanden in der Nachkriegszeit die italienische FT-Kopie, der Fiat 3000. Schon seit der Mitte des Krieges beschäftigte sich Fiat mit der Entwicklung eines Kampfwagen, der aber erst Ende 1918 in zwei Prototypen realisiert werden sollte. Dieser Entwurf, der Fiat 2000, wurde später gebaut und stellte gegenüber den ersten französischen Modellen eine wirkliche Weiterentwicklung in der Konzeption dar. Das Fahrzeug wies einen Turm mit einer Kanone auf, der Motor war hinten und die Fahrwerkskomponenten unter dem Fahrer- und Kampfraum untergebracht. Doch insgesamt war die Fahrwerkskonstruktion weniger leistungsfähig als vergleichbare Konzepte der Endkriegszeit. Ein wirklicher Vorteil war der Fahrerplatz in der Fahrzeugfront mit einem guten Sichtfeld.
Aus dieser erst einmal günstig erscheinenden Ausgangsposition bei Ende des Ersten Weltkriegs ging keine großartige Weiterentwicklung der Panzerentwicklung hervor. Chronischer Geldmangel des Königreich Italien führte dazu, dass die Entwicklung sich auf das Studium ausländischer Angebote beschränkte. Die Konzepte von Carden-Loyd und Vickers hinterließen auch in Italien ihre Spuren und das Konzept der leichten Panzer, Tanketten und des Vickers 6-ton sind in den italienischen Entwürfen der Zwischenkriegszeit zu erkennen. Kleine italienische Panzerverbände wurde nach dem Ankauf einiger Carden-Loyd Light Tank Mk VI und dem Erwerb der Lizenz für dieses Fahrzeug zur Fertigung bei Ansaldo als CV-29 mit solchen leichten Kampfwagen ausgerüstet.
Italienische Tanketten
Aus den Erfahrungen mit den gekauften Carden-Loyd und den Lizenz-Nachbauten CV-29 entwickelte Ansaldo ein neues Fahrzeug den CV-3, der vom italienischen Heer erprobt wurde und in einer verbesserten Ausführung als CV-33 dann im Jahr 1933 eingeführt wurde. Die große Bestellung von 1300 Stück wurde nicht vollständig erfüllt. Lediglich 300 Carro Veloce der 1. Serie wurden fertiggestellt. In der 2. Serie wurde ein Zwillingsmaschinengewehr verbaut und weitere Verbesserungen vorgenommen. Die ersten 300 Fahrzeuge wurden nachgerüstet. Es gab zahlreiche Spezialausführungen dieses Fahrzeug, wie auch einen Flammpanzer mit einem Tankanhänger. Die Einsätze in den Kolonien und im Spanischen Bürgerkrieg brachten ein unterschiedliches Ergebnis. Während in den frühen Kämpfen in den Kolonien die Tanketten erfolgreich die unzureichend ausgerüsteten Gegner leicht besiegen konnten, zeigte sich beim Einsatz gegen Kampfpanzer sowjetischer Bauart in Spanien die Unterlegenheit und die Schwächen dieser leichten Fahrzeuge.
Italienische Panzer
Das heutige Bild italienischer Panzer ist stark von den Ereignissen auf dem nordafrikanischen Kriegsschauplatz geprägt. Die Folgen der Fehleinschätzungen der italienischen Heeresführung im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit der eigenen, auch gepanzerten, Verbände zwangen letztlich das Deutsche Reich zur Intervention mit eigenen Truppen auf zwei großen Kriegsschauplätzen, welche das faschistische Italien eröffnet hatte. Vorausgegangen waren für das italienische Heer erfolgreich verlaufene Kämpfe auf dem nordafrikanischen Kriegsschauplatz so im Zweiten Italienisch-Libyscher Krieg, Äthiopien (Abessinienkrieg) und der gewaltsamen Besetzung Albaniens die zur falschen Vorstellungen bezüglich der eigenen Fähigkeiten geführt hatten.
Natürlich war den faschistischen italienischen Streitkräften nach den Erfahrungen des eigenen Expeditionskorps ab 1936 in Spanien schnell klar geworden, dass ein Fahrzeug in der Leistungsklasse des sowjetischen T-26 oder BT-Panzers mit einer Kanonenbewaffnung für die eigenen Streitkräfte benötigt wurde. Es folgten zwei Entwicklungsprojekte, die einen neuen leichten Kampfpanzer und einen neuen mittleren Kampfpanzer zum Ziel hatten.
Leichter Panzer L6/40
Fiat-Ansaldo hatte sich mit der Entwicklung eines leichten Panzers für den Export beschäftigt, die 1936 zum ersten Entwurf des L6/40 führte. Das italienische Heer bestellte 283 dieser Panzer, die in der Zeit zwischen 1941 und 1942 ausgeliefert wurden. Der L6/40 war zu leicht gepanzert und mit seiner 2-cm-Kanone zu schlecht bewaffnet, als dass er den britischen Cruiser Tanks oder dem sowjetischen T-34 hätte gefährlich werden können. Der Panzer wurde letztlich vorwiegend bei den Aufklärungseinheiten der Panzerdivisionen und bei den Kavalleriedivisionen eingesetzt.
Mittlerer Panzer
Das erste mittlere Fahrzeug war der 1936 entworfene Carro Armato M11/39. Dieser hatte eine Maschinengewehrbewaffnung im Turm und eine 37-mm-Kanone im Fahrzeugrumpf, die nur nach vorne feuern konnte. Diese Konzeption brachte starke Einschränkungen im Einsatz mit sich. In der Folge wurde bald am Folgemodell gearbeitet. Der Fiat M13/40 prägte das Bild der italienischen Panzer in Nordafrika. Er wurde in so großer Zahl von den britischen und Commonwealth-Streitkräften erbeutet, dass er zur Ausrüstung australischer Truppen genutzt wurde. Doch erkannten alle Kriegsparteien sehr schnell die Mängel des Fahrzeugs. Er fing bei einem Treffer sehr leicht Feuer, war mit einem unzuverlässigen Motor ausgestattet und schlecht gepanzert und bewaffnet. Die genietete Konstruktion war, wenn auch ursprünglich von den italienischen Konstrukteuren als besser für den Austausch von Panzerplatten gedacht, durch die Nietenabplatzer mit einer sehr großen Verletzungsgefahr für die Besatzung bei Treffern verbunden. Trotzdem wurden von den M13/40 bei Ansaldo-Fossati 799 Stück und von den verbesserten Nachfolgemodellen M14/41 1.103 Stück beziehungsweise vom M15/42 noch 80 bis 90 Fahrzeuge produziert.
Erst ein völlig neuartiger Entwurf, der P40 beziehungsweise P-26, der vor dem Waffenstillstand von Cassibile entwickelt worden war, war ein deutlich modernerer und leistungsfähigerer Entwurf. Doch der 1942 fertiggestellte Prototyp wurde nicht mehr für die Königliche Italienische Armee in Serienproduktion genommen. Ein Folgemodell der P-43 ging nicht mehr in Fertigung.
Selbstfahrlafetten – Semovente
Die italienischen Konstrukteure blickten auf eine lange Historie der Montage von Geschützen auf Radfahrzeugen zurück. Der deutsche Weg auf den Chassis von Panzern mit Turm auch ein Geschütz mit größerem Kaliber in einer Kasemattenlafette zu montieren, erschien auch den italienischen Entwicklern sinnvoll und es entstanden eine größer Anzahl von Selbstfahrlafetten, welche in der ersten Linie zur Bekämpfung gegnerischer Panzer konzipiert waren. Die ersten Modelle, wie die Semovente L40 oder die Semovente M 14/41 waren noch oben offene Fahrzeuge. Spätere Fahrzeuge wie die Semovente 75/18 hatten bereits einen vollständig geschlossenen Aufbau. Die fehlende Seitenrichtmöglichkeit eines Turmpanzers machte sich teilweise bei den Kämpfen in Italien auf schmalen Straßen im Gebirge negativ bemerkbar.
Polen
Das Ende des Ersten Weltkriegs führte zur Staatsgründung der Zweiten Polnischen Republik im Jahr 1918. Hierbei wurden große Teile von Westpreußen und Posen, die bei der Teilung Polens Ende des 18. Jahrhunderts von Preußen beansprucht worden waren, wieder zu polnischem Staatsgebiet. Das Verhältnis der östlichen Staaten zueinander war überaus schwierig und Polen versuchte eine alte Allianz östlicher Staaten wiederentstehen zu lassen, um gemeinsam eine Gegengewicht für die im Bürgerkrieg befindlichen russischen und sowjetischen Kräfte im alten Zarenreich zu schaffen. In den Konflikten setzte die von französischen Offizieren beratene polnische Armee erstmals am 28. August 1919 Panzer ein, um Babrujsk in Weißrussland zu erobern. Entgegen den eigenen Ideen versprach Lenin in dieser Phase den polnischen Vertretern großzügige Gebietsabtretungen nach einem eigenen Sieg. Die Lage änderte sich 1919 und die im Bürgerkrieg erfolgreiche Rote Armee formierte sich um die polnischen Truppen anzugreifen. Die polnischen Streitkräfte gingen offensiv vor und besetzten weite Teile der Ukraine und von Belaruss. Der sowjetischen Gegenoffensive 1920 hatte sie in Ermangelung von Kavalleriekräften trotz westlicher Unterstützung bei der Ausrüstung wenig entgegenzusetzen und im August standen die sowjetischen Kräfte nur noch knapp 100 km östlich von Warschau. Der polnischen Armee gelang es in den folgenden Wochen und Monaten das Blatt zu wenden und die sowjetische Armee zu besiegen. Am 18. März 1921 wurde der Friedensvertrag von Riga geschlossen und beendete die Kämpfe. Teil der französischen Militärdelegation während des Kriegs war der französische Präsident und Panzeroffizier Charles de Gaulle.
Die Ausgangslage mit einem zum Frieden gezwungenen Deutschen Reich, das Gebiete für die Gründung des polnischen Staates hatte abgeben müssen und einem sowjetischen Staat im Osten, der ebenfalls große Gebiete an das junge Polen hatte abgeben müssen, war politisch nicht einfach. Die schwierige ökonomische Lage aller Länder nach dem Ersten Weltkrieg traf auch Polen und nachdem wirtschaftliche Probleme nicht zu lösen waren, kam es im Mai-Umsturz des Marschalls Józef Piłsudski zu einer Regierung, deren Handlungen von den Interessen des Militärs geprägt war. Die polnische Rüstung und Rüstungsindustrie wurde ein wichtiges Instrument zur Sicherung der staatlichen Soveränität. Hierbei wurde eng mit Frankreich und Großbritannien zusammengearbeitet.
Polnische Tanketten
Polen folgte dem internationalen Trend die Mobilität der eigenen Truppen durch den Einsatz von Tanketten zu erhöhen. Die Lektionen des Polnisch-Russischen Kriegs mit den Erfolgen der Kavallerie der Roten Armee saßen tief im Gedächtnis der polnischen Streitkräfte. Im Jahr 1929 erwarben die polnischen Streitkräfte eine Tankette vom Typ Carden-Loyd Mk IV[102]. Basierend auf diesem Fahrzeug entwickelte die polnische Rüstungsindustrie den oben offenen Maschinengewehrträger TK-1, der in kleiner Zahl gebaut wurde[102]. Dann folgten die Modelle TK-2 und TK-3 und die Stückzahl der verfügbaren Tanketten stieg bis Anfang der 1930iger Jahre auf etwa 300 Stück an[102]. 1933 wurde ein neues Modell mit verstärkter Panzerung entwickelt, der TKS. Von 1934 an wurden etwa 390 Stück gebau[102]t. Es gab weitere Versuche diese Fahrzeuge zu Turmpanzern weiter zu entwickeln oder mit schwereren Waffen zu bestücken[102], doch das Potential der kleinen Zweimann-Fahrzeuge war endgültig ausgereizt, als kurz vor Beginn des Zeiten Weltkriegs eine Nachrüstung der TKS mit einer 20-mm-Automatikkanone aus polnischer Fertigung begonnen wurde[102]. Die Panzerung blieb für diesen Zeitpunkt im internationalen Vergleich ungenügend[102].
Polnische Panzer
Die polnischen Streitkräfte verfügten in den frühen Jahren des Staates insbesondere über einen von den Westmächten gelieferte Panzertypen, dem FT-17. Man beobachtete die internationale Entwicklung und es wurde der militärischen Führung zu Beginn der 1930iger Jahre klar, dass man eine eigene Panzerindustrie benötigte. Wie in vielen Ländern wurde der Vickers 6-ton ein Modell, dass den Anforderungen des Militärs zu entsprechen schien[102]. Für die polnischen Streitkräfte wurden 50 dieser Panzer gekauft[102]. In Frankreich kaufte man Renault R-35[102].
Bis 1934 entwickelte der polnische Ingenieur Rudolf Gundlach hieraus das eigene Modell 7TP. Dieser Panzer wurde in der ersten Serie mit zwei nebeneinander montierten Maschinengewehrtürmen gebaut und in dieser Form als 7TP dw bezeichnet.
Um eine stärkere Bewaffnung zu ermöglichen wurde bis 1937 eine Ausführung mit einzelnem Turm mit einer schwedischen 37-mm-Bofors-Kanone entworfen[102]. Die 37-mm-Bofors-Kanone, war schon beim polnischen Heer als Panzerabwehrwaffe eingeführt worden. Polen kaufte den vollständigen Geschützturm für diesen Panzer bei Bofors ein[102]. Doch die Lieferungen verliefen stockend und die Zahl der als 7TP jw bezeichneten Fahrzeuge beim polnischen Heer blieb überschaubar.
Die starke Dynamik der Entwicklung zeigte sich auch im Folgeentwurf, der auch 1937 als Nachfolger für den 7TP vorgestellt wurde[102]. Der neue 10TP verfügte über ein modernes Christie-Laufwerk, auch wenn zwei 1936 bestellte Christie-Panzer nicht geliefert worden waren, da man der polnische Staat diese nicht bezahlte, war in der Lage ohne Ketten zu fahren und hatte einen amerikanischen La-France Zwölfzylindermotor, mit fast der doppelten PS-Leistung des Vorgängerpanzers[102].
Auch ein noch größeres Modell war bereits konzipiert, der 14TP sollte als mittlere Panzer eingesetzt werden[102]. Er sollte von einem Maybach-Motor angetrieben werden[102]. Eine industrielle Basis für die Fertigung von Kettenfahrzeugen hatte man vor der Besetzung Polens durch das Deutsche Reich geschaffen.
Exkurs: Faktoren in der Panzerentwicklung
Panzerverbände
Die Organisation der Panzerverbände im Zweiten Weltkrieg war stark von den nationalen Einsatzrichtlinien für Panzer abhängig[103]. Auch die Unterstellungsverhältnisse variierten stark, manche wurde unabhängig, manche als Teil eines Großverbands und andere in der Form einer auf den Auftrag hin zusammengestellten Kampfgruppe eingesetzt.
Westalliierte Panzerverbände operierten als selbstständige Brigaden innerhalb einer Infanteriedivision. Auch die Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges zwangen die Westalliierten nicht, im Gegensatz zur Sowjetunion, ihre Panzertaktiken zu überdenken. Gerade die Gefechte in Europa und Italien sahen eine andere, flexiblere Gefechtsführung vor als in den Weiten der russischen Steppe. Durch die dichte Besiedlung Westeuropas waren die alliierten Panzerverbände stets gezwungen, im engen Verband mit Infanterie und Artillerie zu handeln. Ab 1944 kam dazu auch noch die überlegene Luftwaffe. Panzergruppen oder gar Panzerarmeen, wie sie von der deutschen Wehrmacht und der Roten Armee genutzt wurden, waren in der westalliierten Doktrin nicht vorgesehen. Dieses Konzept wurde von den USA und Großbritannien weitgehend bis heute beibehalten.
Panzerdivisionen und motorisierte Verbände konnten im Zweiten Weltkrieg entweder im flüssigen Vormarsch etwa 1000 km kämpfend vordringen bzw. zeitlich 3 bis 4 Wochen eingesetzt werden, bis sie unter normalen Umständen zur Auffrischung herausgezogen werden mussten. Die Stärke war dann, üblicher Ersatz mit eingerechnet, auf ein Viertel bis in ein Fünftel der anfänglichen Stärke gefallen und der Rest des Materials befand sich entweder in der Werkstatt oder zerstört auf dem Schlachtfeld. Eine Faustregel besagt, dass auf je 100 Panzer je Einsatztag 3 Panzer als Nachschub bereitstehen mussten, also 20 Panzer pro Tag für eine Panzerkorps.[104]
Panzerabwehr
Das eine Ergebnis des Ersten Weltkriegs war die Einführung von Panzerbüchsen im Kaliber 7,9 bis 20 mm, die oft zu unhandlich und schwer waren, die jedoch schon bald nach Beginn des Zweiten Weltkrieg wegen einer zu geringen Wirkung in fast allen Nationen außer der Sowjetunion nicht weiter eingesetzt wurden[105]. Eine Weiterentwicklung der deutschen Entwicklungslinie "schweres Tank- und Flieger-Maschinengewehr" waren kleinkalibrige Maschinenkanonen 20 mm (2 cm) die in der Zwischenkriegszeit weiterentwickelt wurden. Doch waren diese für die Ausrüstung der Infanterie zu unhandlich und fanden bis zum Beginn der deutschen Wiederaufrüstung nur als Flugabwehrwaffen Verwendung[106]. Die vereinzelten Erfolge der Feldkanonen gegen Panzer im Ersten Weltkrieg veranlassten viele Nationen Idee, dass auch in einem künftigen Krieg Panzer erfolgreich mit diesen Waffen zu bekämpfen sein[107]. Bis in die 1930iger Jahre wurde die Entwicklung des Kampfpanzers stark von der Einsatzdoktrin und den Vorstellungen hochrangiger Offiziere im Generalstab der einzelnen Nationen beeinflusst. Die 1920iger Jahre waren stark von der laufenden Verbesserung der Panzer gekennzeichnet. Höhere Geschwindigkeit, mechanische Zuverlässigkeit und eine große Stückzahl kleiner verhältnismäßig schwach gepanzerter Kampfwagen sollten den Erfolg auf dem Schlachtfeld erzwingen[108]. Für eine Phase von ca. 10 Jahren bis zum Beginn der 1930iger Jahre beherrschten diese leichten "Tanketten", ergänzt von einigen schweren "Durchbruchswagen" für befestigte Stellungen, das Bild der künftigen Panzerstreitmacht[109]. Frankreich begann mit der Einführung stark gepanzerter Unterstützungs-fahrzeuge für die Infanterie in der ersten Hälfte der 1930iger Jahre. Bis dahin blieben die Panzer schwach gepanzert[110]. Mit dem Beginn der 1930iger Jahre begannen alle Großmächte mit der Einführung von speziellen Panzerabwehrkanonen im Kaliber 37 bis 47 mm die in der Lage waren Panzerungen von bis zu 40 mm auf einer Entfernung von 500 m zu durchschlagen[111].
Die Kämpfe im Spanischen Bürgerkrieg schienen zu bestätigen, dass die Panzerabwehrkanone nunmehr wirksam die Panzerbedrohung kontrollieren konnte[112]. Die ersten Kämpfe des Zweiten Weltkrieg zeigten eine Wirksamkeit der Panzerabwehrkanonen, wo diese in ausreichender Zahl vorhanden waren. Doch hätte die Wirkungslosigkeit der deutschen 3,7-cm-Pak gegen die Frontpanzerung der meisten französischen Panzertypen und die Infantry Tank Matilda II für alle Nationen schon eine Warnung sein können. Nur die Sowjetunion hatte aus den Erfahrungen in Spanien bereits 1937 einen neuen schwer gepanzerten Panzer konzeptioniert, dessen Panzerung allen damals verfügbaren Panzerabwehrkanonen und auf große Entfernung sogar 76-mm-Munition widerstehen konnte[113].
Es begann ein Entwicklungswettlauf zwischen Panzerung und Panzerabwehrwaffen, bei dem die Geschütze immer schwerer wurden und ihre Mobilität verloren[114]. Es begann die Fertigung von Selbstfahrlafetten, bei denen Panzerabwehrwaffen auf ungepanzerten Fahrzeugen montiert wurden, diese waren aber durch gegnerische Artillerie gut zu bekämpfen[115]. Deshalb wurden zumeist auf veralteten Panzerfahrgestellen nunmehr oben offene, gepanzerte Panzerjäger-Selbstfahrlafetten entwickelt[115]. Doch diese leicht gepanzerten Fahrzeug mussten weiterhin Duellsituationen vermeiden, was zur Entwicklung von Jagdpanzern führte[116].
Im Jahr 1940 wurde durch einen jungen Schweizer das US-amerikanische Ordnance Corps auf die Hohlladung als Waffe aufmerksam gemacht. Nach vielen erfolglosen Versuchen eine Hohlladung als Geschoss mit bekannten Systemen der Infanterie gegen Panzer einzusetzen, baute ein Amerikaner, der seit den 1930iger Jahre mit Raketenantrieben experimentiert hatte, ein simples Abschußrohr und war bei einem Vergleichsschießen erfolgreich[117]. Die US Army erteilte am 19. Mai 1942 eine Auftrag für 5000 Stück der nun als "Bazooka" bezeichneten Waffe[118].
In Nordafrika von den deutschen Streitkräften erbeutet gab das Gerät der deutschen Rüstung neue Anregungen. Diese hatte angesichts der Überlegenheit und Verbreitung von Panzern im Sommer 1942 mit der Fertigung einer Nahverteidigungswaffe für die Infanterie begonnen, die erst als Faustpatrone klein und danach als Panzerfaust bezeichnet wurde. Ab dem Frühjahr 1943 erfolgte die Entwicklung einer neuen Raketen-Panzerabwehrwaffe, die bei Einführung als 8,8-cm-Raketen-Panzerbüchse 44 bezeichnet wurde. Damit wurden die meisten alliierten Panzer wieder durch die Infanterie auf Distanzen von bis zu 200 m bekämpfbar[119].
Bei der Munition für die Kanonen wurden zum Beispiel Hartkerngeschosse mit Wolframcarbidkern und Hohlladungsgeschosse entwickelt.
Im Wettlauf zwischen Panzer und Geschoss konnte sich bei Beginn des Krieges der Panzer im beweglichen und massenweisen Einsatz durchsetzen. Auch wenn die zunehmenden Fähigkeit der Panzerabwehr in den Streitkräften den großen Vorteil der Panzerung des Kampfwagen im Verlauf des Krieges verringerte, so blieben Panzertruppen bis zum Ende dieser Epoche ein kriegsentscheidendes Element. Die Panzer wurden auf allen Seiten mit zahlenmäßiger Überlegenheit und überraschend in weiten, nur unvollkommen gesicherten Räumen, wie zuvor die Kavallerie, eingesetzt.[120]
Neue Elemente der Panzertruppe
Die immer mobiler werdende Kriegsführung verlangte auch für die Unterstützungstruppen eine ausreichende Motorisierung mit Panzerschutz. Der Grundstein für die nach dem Krieg entwickelten Schützenpanzer und Transportpanzer wurde mit relativ schwach gepanzerten Fahrzeugen wie Renault UE[121], Chenillette Lorraine[122], Universal Carrier[123], M3[124] oder Sd.Kfz. 250[125]/Sd.Kfz. 251[126] gelegt.
Die Alliierten setzten Panzer auch im indirekten Richten als Artillerie ein. Bei der Wehrmacht wurde davon nur selten Gebrauch gemacht, da der erhöhte Munitionsverbrauch die Rohre sehr belastete und deren Treffgenauigkeit dadurch rasch sank.[127]
Instandsetzung
Während des Ersten Weltkrieg hatten die britischen Panzertruppen einige Mark-IV-Panzer mit Kranaufbauten versehen, um aus diesen Fahrzeugen Bergepanzer zu machen. Sie wurden hauptsächlich in den Instandsetzungswerkstätten (Tank Parks) eingesetzt.
Die Wartung von Kampfwagen basierte außerhalb von Kriegszeiten auf Werkstätten an Standorten und bei der Industrie.
Der geringe Grad der Motorisierung innerhalb der Gesellschaft des beginnenden 20. Jahrhunderts führte dazu, dass jenseits dessen nicht allerorts geeignetes Personal für die Wartung von Kraftfahrzeugen oder sogar Panzern verfügbar war. Während in manchen Ländern die technische Innovation stark von Seiten der Industrie kam (z.B. in Großbritannien und Frankreich) und auf Seiten der Industrie und Streitkräfte ausgebildete Fachkräfte vorhanden waren, konnte im Deutschen Reich wegen des Verbots der Fertigung von Panzerfahrzeugen aus dem Versailler Vertrag heraus, keine Refinanzierung der Entwicklungstätigkeit der Industrie durch größere Produktionsaufträge erfolgen. Vielmehr erfolgte eine heimlich durchgeführte und finanzierte Entwicklung, ohne dass jedoch eine Instandhaltungsstruktur für Panzer innerhalb der Streitkräfte existieren konnte.
Im Gegensatz zu anderen Streitkräften, verfügte das Deutsche Reich in der Anfangsphase der Epoche über eine sehr geringe Zahl an Panzern. Entsprechend wichtig war deshalb die Instandhaltung und Einsatzbereitschaft der wenigen vorhandenen Fahrzeuge. Erprobungen und Manöver vor Beginn des Zweiten Weltkriegs führten im Deutschen Reich zu einem strukturierten Aufbau eine komplexen Instandsetzungslogistik, die bis Kriegsbeginn zunehmen ausgebaut wurde, während defensiver ausgelegte oder Infanterie-begleitende Panzerkonzepte anderer Nationen dieses Element weniger intensiv betrachteten.
Die Zahl größerer Instandsetzungen bei einer deutschen Panzerabteilung betrug innerhalb von 5 bis 6 Wochen das zweieinhalb- bis dreifache der eingesetzten Panzer. Dies bedeutet, dass jeder Panzer in dieser Zeit durchschnittlich zweieinhalb- bis dreimal die Werkstatt durchlaufen musste, oder anders ausgedrückt: ohne Werkstatt wären nach 2 Wochen keine Panzer mehr einsatzbereit gewesen. Die umfangreichen Instandsetzungsdienste hatten allerdings den Nachteil, dass die Verlegemärsche der deutschen Panzerregimenter einem Heerzug glichen, bei dem die Panzer nur einen verschwindenden Teil ausmachten. Straßenverstopfungen und Verzögerungen waren die Folgen.[128]
Siehe auch
- US-amerikanische Militärfahrzeuge des Zweiten Weltkrieges
- Australische Militärfahrzeuge des Zweiten Weltkrieges
- Belgische Militärfahrzeuge des Zweiten Weltkrieges
- Britische Militärfahrzeuge des Zweiten Weltkrieges
- Liste von Kettenfahrzeugen der Wehrmacht
- Französische Militärfahrzeuge des Zweiten Weltkrieges
- Italienische Militärfahrzeuge des Zweiten Weltkrieges
- Japanische Militärfahrzeuge des Zweiten Weltkrieges
- Kanadische Militärfahrzeuge des Zweiten Weltkrieges
- Polnische Militärfahrzeuge des Zweiten Weltkrieges
- Sowjetische Militärfahrzeuge des Zweiten Weltkrieges
- Ungarische Militärfahrzeuge des Zweiten Weltkrieges
- Panzer (1914–1933)
- Panzer des Kalten Krieges
Literatur
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- Christopher F. Foss: Panzer und andere Kampffahrzeuge von 1916 bis heute. 1st Edition Auflage. Buch und Zeit Verlagsgesellschaft, Köln 1978.
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- Richard Pearce Hunnicutt: Stuart – A History of the American Light Tank. 1st Edition Auflage. Echo Point Books & Media, 2015, ISBN 978-1-62654-862-6.
- Thomas L. Jentz: Die deutsche Panzertruppe * 1933-1942 * Band 1. 1. Auflage. Podzun-Pallas-Verlag, Wölfersheim-Berstadt 1998, ISBN 3-7909-0623-9.
- Thomas L. Jentz: Die deutsche Panzertruppe * 1943-1945 * Band 2. 1. Auflage. Podzun-Pallas-Verlag, Wölfersheim-Berstadt 1999, ISBN 3-7909-0624-7.
- Thomas L. Jentz & Hilary Louis Doyle: Panzer Tracts No. 19-1 – Beute-Panzerkampfwagen Czech, Polish and French Tanks. 1. Auflage. Panzer Tracts Eigenverlag, Boyds,MD 2007, ISBN 978-0-9771643-7-0, S. 60.
- Thomas L. Jentz & Hilary Louis Doyle: Panzer Tracts No. 19-2 – Beute-Panzerkampfwagen British, American, Russian and Italian Tanks. 1. Auflage. Panzer Tracts Eigenverlag, Boyds,MD 2008, ISBN 978-0-9815382-1-1, S. 60.
- Thomas L. Jentz & Hilary Louis Doyle: Panzer Tracts No. 23 – Panzer Production from 1933 to 1945. 1. Auflage. Panzer Tracts Eigenverlag, Boyds, MD 2011, S. 80.
- Thomas Müller: Chronik der Militärfahrzeuge – Deutsche Panzer. Brandenburgisches Verlagshaus, Bonn 2011, ISBN 978-3-941557-89-5.
- Patrick H. Mercillon, Colonel Aubry: Les Chars Francais – Catalogue 1. 2. Auflage. CDEB et EAABC ed l'Association des Amis du Musée des Blindes Saumur, Saumur.
- Ralf Raths: Vom „Typenkompass“ zu „World of Tanks“: Das populäre Bild der Panzerei der Wehrmacht, in: Jens Westemeier (Hrsg.): „So war der deutsche Landser…“. Das populäre Bild der Wehrmacht, S. 169–189, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2019, ISBN 3-506-78770-5.
- Walter J. Spielberger: Fahrzeuge der Reichswehr – Panzerkampfwagen 1920-1935. 1. Auflage. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-613-03927-8.
- Jochen Vollert: KV-1 Soviet Heavy Tanks of WW II – Early Variants (Tankograd Soviet Special No 2002). Verlag Jochen Vollert Tankograd Publishing, Erlangen 2005.
- Jochen Vollert: KV-2 Soviet Heavy Tanks of WW II – Late Variants (Tankograd Soviet Special No 2003). Verlag Jochen Vollert Tankograd Publishing, Erlangen 2005.
- Jochen Vollert: T-35 – The Soviet "Giant of the Eastern Front" (Tankograd Soviet Special No 2012). Verlag Jochen Vollert Tankograd Publishing, Erlangen 2020.
- B.T. White: British Tanks and Fighting Vehicles 1914-1945. 1. Auflage. Ian Allan Ltd., Shepperton (Surrey) 1970, ISBN 0-7110-0123-5.
- Steven J. Zaloga: French Tanks of World War II (1) – Infantry and Battle Tanks. 1st Edition Auflage. Osprey Publishing, Oxford 2014, ISBN 978-1-78200-389-2.
- Steve J. Zaloga, Ian Palmer: French Tanks of World War II. Cavalry tanks and AFVs (= Osprey Publishing [Hrsg.]: New vanguard. Reihe 213). Band 2. Oxford 2014, ISBN 978-1-78200-393-9.
Weblinks
Einzelnachweise
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- ↑ Friedli: Repairing the Panzers Vol. 1 S. 20
- ↑ Kosar: Panzerabwehrkanonen 1916-1977 1978 S. 26
- ↑ Foss: Panzer und andere Kampffahrzeuge 1978 S. 66-67
- ↑ Foss: Panzer und andere Kampffahrzeuge 1978 S. 70-85
- ↑ Foss: Panzer und andere Kampffahrzeuge 1978 S. 66
- ↑ Foss: Panzer und andere Kampffahrzeuge 1978 S. 82
- ↑ Foss: Panzer und andere Kampffahrzeuge 1978 S. 111–113
- ↑ Foss: Panzer und andere Kampffahrzeuge 1978 S. 83
- ↑ Foss: Panzer und andere Kampffahrzeuge 1978 S. 70-71,73,75,76-77,78-79,80-81,82-83,84-85
- ↑ a b Foss: Panzer und andere Kampffahrzeuge 1978 S. 14
- ↑ a b Foss: Panzer und andere Kampffahrzeuge 1978 S. 15
- ↑ Foss: Panzer und andere Kampffahrzeuge 1978 S. 68,70-71,72 iVm 66-67
- ↑ a b Foss: Panzer und andere Kampffahrzeuge 1978 S. 16
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- ↑ Kosar: Panzerabwehrkanonen 1916-1977 1978 S. 33
- ↑ Oskar Munzel: Die deutschen gepanzerten Truppen. Herford 1965, S. 80 f.
- ↑ Foss: Panzer und andere Kampffahrzeuge 1978 S. 73
- ↑ Foss: Panzer und andere Kampffahrzeuge 1978 S. 84-85
- ↑ Foss: Panzer und andere Kampffahrzeuge 1978 S. 25
- ↑ Foss: Panzer und andere Kampffahrzeuge 1978 S. 216
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- ↑ Munzel: Die deutschen gepanzerten Truppen. S. 183 ff.