Pancratiuskerk (Poortvliet)
Die Pancratiuskerk, ist das Kirchengebäude einer Kirchengemeinde der Wiederhergestellten Reformierten Kirche in Poortvliet, einem Ortsteil der Gemeinde Tholen in der niederländischen Provinz Zeeland. Der Turm[1] sowie das Langhaus der Kirche[2] sind seit 1974 als Rijksmonumente eingestuft.
Geschichte
Die vor Einführung der Reformation dem Patrozinium des heiligen Pankratius gewidmete Kirche ist eine Basilika auf kreuzförmigem Grundriss mit einem zweigeschossigen, von rechtwinkligen Strebepfeilern gestützten Turm, den eine achteckige Laterne mit Turmhelm abschließt. Der massive Turmsockel stammt aus der Zeit um das Jahr 1350 und besitzt einen tiefer gelegenen Raum, der von einem rippenlosen Kreuzgewölbe überspannt wird. Das gotische Langhaus wurde im 15. Jahrhundert erbaut, ebenso wie vermutlich auch die Turmlaterne. Darin hängt eine Glocke, die von B. Eijsbouts 1914 gegossen wurde. Der Chorraum und das etwas niedrigere Querschiff, das sich an der Südseite nicht über das Seitenschiff hinaus erstreckt, wurden im 16. Jahrhundert hinzugefügt. Nach einem Brand im Jahr 1586 wurde das nördliche Querschiff im Zuge des Wiederaufbaus in einen Raum für die Kirchenältesten umgewandelt. Der neu errichtete Chor wurde vermutlich bei einer Restaurierung im Jahr 1778 vollständig entfernt und der Chorbogen zum Langhaus vermauert. Eine weitere Renovierung folgte im Jahr 1804. Im Zuge einer umfassenden Restaurierung zwischen 1971 und 1975 wurden unter anderem die Fenster mit Ziegelmaßwerk neu verkleidet.
Der Innenraum ist mit Natursteinsäulen mit bei späteren Restaurierungen erneuerten Kapitellen versehen. Im südlichen Seitenschiff ist ein einzelner Kragstein mit skulptierten figürlichen Darstellungen erhalten. Zur Ausstattung der Kirche gehören eine Tafel mit den Zehn Geboten von 1581, eine 1645 aufgestellte Kanzel, Kirchenbänke für die Kirchenvorsteher vermutlich aus dem 18. Jahrhundert sowie ein Grabmal datiert 1814. Die Orgel mit ihrem Gehäuse im Empirestil (1806), erbaut von Abraham Meere, wurde von Abraham Dumont und Cornelia Jacoba van Gaaswijk gestiftet. Der Kirchenboden enthält mehrere alte Grabsteine aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Literatur
- Ronald Stenvert u. a.: Monumenten in Nederland. Zeeland. 2003, S. 208.
Weblinks
Einzelnachweise
Koordinaten: 51° 32′ 40,9″ N, 4° 8′ 36,8″ O