Palazzo Santoro

Der Palazzo Santoro ist ein Palast aus den 1920er-Jahren im historischen Zentrum von Salerno in der italienischen Provinz Kampanien. Er liegt am Lungomare Trieste und am Corso Giuseppe Garibaldi, 215. Der Palast ist eines der seltenen Beispiele für den Coppedè-Stil in Kampanien.[1]

Geschichte und Beschreibung

Das Gebäude wurde vom Architekten Matteo d’Agostino, einem Freund und Bewunderer des toskanischen Künstlers Gino Coppedè, geschaffen. Der Bau wurde vorangetrieben, um der Notwendigkeit Rechnung zu tragen, eine durchgehende Front zu schaffen, die den Blick auf die Conforti-Kreuzung in Richtung Meer versperrte, wobei die große Fläche vor der Freiheitsstatue symmetrisch eingerahmt werden sollte. Bei der Auswahl des Projektes entschied man sich für ein Gebäude von bemerkenswerten Dimensionen (1250 m², sehr viel größer als die anderen privaten Gebäude am Corso Giuseppe Garibaldi und an der Via Roma).

Die Bauarbeiten wurden, finanziert von der Familie Santoro, zwischen 1922 und 1924 nach einem Projekt von Matteo d’Agostino durchgeführt, der mit seinem Gebäude, das nach dem eklektischen Stil dieser Jahre in Salerno konzipiert, in mancher Hinsicht sogar den Meister zu übertroffen haben scheint.

Der Palazzo Santoro zeigt die charakteristischen Elemente des Coppedè-Stils, wie z. B. das Bossenwerk im Erdgeschoss, Säulen, Dekorationen, Balkone und Loggien, Türme, Türmchen, Löwenornamente, Friese, Dekore, kleine Putten und auch den charakteristischen und exklusiven großen Dachhut. Diese Elemente bilden aber eine neue und originale Synthese in dem Palast in Salerno, der eine Einzigartigkeit durch seine Dimensionen (gut sieben Stockwerke und Seitenterrassen mit einem zentralen Türmchen darüber) und der Darstellung seiner erläuterten Elemente darstellt, sodass er ein authentisches Denkmal ist, das durch seine Präsenz den städtischen Lungomare ziert und sich mit seiner zugleich eklektischen, phantasievollen, bizarren und märchenhaften Architektur den Blicken darbietet.

Im April 2012 wurden nach einer Kontrolle durch die Feuerwehr Risse in einigen Wohnungen des Gebäudes gefunden, da das oberste Stockwerk auf der darunterliegenden Bodenplatte und nicht auf dem Fundament ruht.

Einzelnachweise

  1. Palazzo Santoro, torna il "Coppedè": dopo 8 anni saranno rimossi gli abusi. In: Corriere del Mezzogiorno. 2012, abgerufen am 19. November 2025 (italienisch).
Commons: Palazzo Santoro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 40° 40′ 35″ N, 14° 45′ 50″ O