Palaufruchttaube

Palaufruchttaube

Palaufruchttaube (Ptilinopus pelewensis)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Taubenvögel (Columbiformes)
Familie: Tauben (Columbidae)
Gattung: Flaumfußtauben (Ptilinopus)
Art: Palaufruchttaube
Wissenschaftlicher Name
Ptilinopus pelewensis
Hartlaub & Finsch, 1868

Die Palaufruchttaube (Ptilinopus pelewensis) ist eine endemisch im Inselstaat Palau im Pazifischen Ozean vorkommende Vogelart, die zur Gattung der Flaumfußtauben (Ptilinopus) zählt.

Merkmale

Palaufruchttauben erreichen eine Größe von 23 bis 25 Zentimetern und ein Gewicht von ca. 93 Gramm.[1] Zwischen den Geschlechtern besteht farblich kein Unterschied. Kopf, Hals und Brust sind weißlich, die Stirn ist magentafarben. Der Bauch hat eine orange Farbe und geht Richtung Steiß in gelbe und rote Tönungen über. Die Oberseite sowie die Flügel und der Schwanz sind kräftig grün gefärbt. Der Schnabel sowie ein Augenring sind gelblich, Beine und Füße hellrot. Die Iris ist rotbraun.

Verbreitung, Unterarten und Lebensraum

Die Palaufruchttaube kommt ausschließlich auf den Inseln von Palau vor, wo sie in Waldgebieten verbreitet zu finden ist. Die Höhenverbreitung reicht vom Meeresspiegel bis auf 170 Meter. Es werden keine Unterarten geführt.[1]

Lebensweise

Palaufruchttauben leben meist in Gruppen und ernähren sich in erster Linie von Beeren und Früchten, bevorzugt von Feigen (Ficus). In Zeiten, in denen wenige Früchte zur Verfügung stehen, werden auch Insekten und Blütennektar verzehrt. Die Brutzeit fällt typischerweise mit dem Angebot an reifen Früchten zusammen, was eine effiziente Nahrungsversorgung für die erwachsenen Tauben und die zukünftigen Jungvögel gewährleistet. Bei der Balz versuchen die Männchen, die Weibchen mit ihrem prächtigen Gefieder anzulocken. Sanftes Schnäbeln und gegenseitige Gefiederpflege verstärken die Bindung. Die Paare brüten in dicht bewachsenen Gebieten, darunter Wälder und Gärten mit vielen Obstbäumen. Sie bauen einfache Nester aus Zweigen und Blättern, die sich meist in 2,0 bis 5,0 Metern Höhe befinden. Die Weibchen legen in der Regel ein Ei pro Brutzyklus. Die Brutzeit beträgt etwa 14 bis 16 Tage. Beide Elternteile teilen sich das Brüten und die Fütterung des Kükens. Dieses wird mit hochgewürgtem Fruchtfleisch gefüttert. Nach und nach entwickelt es sein charakteristisches Gefieder und ist ca. 14 bis 24 Tage nach dem Schlüpfen flügge.[2]

Bestand und Gefährdung

Die Palaufruchttaube ist in ihren Vorkommensgebieten nicht selten und wird demzufolge von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als „least concern = nicht gefährdet“ geführt.[3]

Literatur

  • Baptista, L. F., P. W. Trail, H. M. Horblit, P. F. D. Boesman und E. Garcia: Palau Fruit-Dove (Ptilinopus pelewensis), version 1.0. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie, and E. de Juana, Editors). Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, 2020
Commons: Palaufruchttaube – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Baptista, L. F., P. W. Trail, H. M. Horblit, P. F. D. Boesman und E. Garcia: Palau Fruit-Dove (Ptilinopus pelewensis), version 1.0. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie, and E. de Juana, Editors). Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, 2020
  2. Palau Fruit Dove, Bird Buddy Inc., Kalamazoo, Michigan, USA
  3. Palau Fruit-dove, auf iucnredlist.org, eingesehen am 3. Dezember 2025