Otto von Dungern (Kammerherr)
Otto Freiherr von Dungern (* 1. Juni 1831 in Wiesbaden; † 1. März 1911 in Freiburg im Breisgau) war Flügeladjutant in der Herzoglich Nassauischen Armee und Kammerherr des Herzogs Adolph von Nassau.
Leben
Otto von Dungern wurde als Sohn des Staatsministers Emil August von Dungern (1802–1862) und dessen Ehefrau Charlotte Marschall von Bieberstein (1810–1832) geboren. Er war zunächst in Diensten der k.k. Armee, wo er 1859 Hauptmann war und wechselte in die Herzoglich Nassauische Armee. Er kam in den Generalstab als Hauptmann à la suite und war Flügeladjutant des Herzogs Adolph von Nassau, dem er in dieser Funktion für militärische und repräsentative Dienste persönlich zugeteilt war. Die Nassauische Armee, deren Oberbefehlshaber Herzog Adolph war, kämpfte im Deutschen Krieg 1866 im Verbund der Truppen des Deutschen Bundes an der Seite Österreichs gegen Preußen. Nach dessen Sieg wurde Nassau von Preußen annektiert.
Dungern war zugleich Kammerherr des Herzogs Adolph. In dieser Funktion war er einer der höchsten Hofbeamten, nur dem Hofmarschall unterstellt und für persönliche Dienste für den Landesherrn sowie für Sekretärsdienste, Organisation von Privataudienzen oder die Entgegennahme von Bittschriften verantwortlich.
Er war Fideikommissherr auf Hof Henriettenthal, den seine Familie 1819 von den Besitzern aus dem Haus Nassau-Usingen erworben hatte.
Seinen Lebensabend verbrachte er in Freiburg/Breisgau, wo er 1911 verstarb.
Familie
Sein jüngerer Halbbruder Max (1838–1894) war nassauischer Amtmann. Am 28. Oktober 1866 heiratete Otto in Berlin Olga von von Grotthuß (* 1845, Tochter des russischen Obristen Adolf Baron von Grotthuß). Aus der Ehe sind die Söhne Emil (* 26. November 1867 in Würzburg) und Adolf (* 24. Juli 1870 auf Schloss Halburg) hervorgegangen.[1]
Literatur
- Otto Renkhoff: Nassauische Biographie. Kurzbiographien aus 13 Jahrhunderten. 2. vollständige überarbeitete und erweiterte Auflage. Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 1992, ISBN 3-922244-90-4, S. 153 f., Nr. 858
Weblinks
- Otto von Dungern, Kurzbiographie bei LAGIS
Einzelnachweise
- ↑ Genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser auf das Jahr 1875. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).