Otto Schmidt (Mediziner, 1873)
Otto Georg Friedrich Schmidt (* 13. Januar 1873 in Bruchsal; † 1965[1]) war ein deutscher Mediziner.
Leben
Schmidt verbrachte seine Jugend in Tübingen. Dort besuchte er von 1883 bis 1891 das Gymnasium. Nach dem Bestehen der Reifeprüfung studierte er von 1891 bis 1895 Medizin (Studium der Medizin). 1896 erhielt er die Approbation.[2]
In der Folge wirkte er als Assistenzarzt unter Carl von Liebermeister an der Medizinischen Klinik in Tübingen. Während dieser Zeit legte er die Prüfung für den ärztlichen Staatsdienst ab.
Ab 1901 war Schmidt als praktischer Arzt in Rottenburg am Neckar tätig und wurde dort 1902 zum Oberamtswundarzt ernannt. 1919 erfolgte seine Ernennung zum vollbesoldeten Oberamtsarzt für Tübingen und Rottenburg.
1923 wechselte er als Oberamtsarzt für Stuttgart-Stadt und Gerichtsarzt an das Polizeipräsidium Stuttgart. Dort wurde er 1927 zum Obermedizinalrat ernannt.
Von 1934 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand Ende Januar 1938 war Schmidt als stellvertretender Amtsarzt beim Städtischen Gesundheitsamt Stuttgart tätig (Überleitung der Oberamtsarztstelle Stuttgart-Stadt an das Gesundheitsamt Stuttgart). Ab 1939 war er weiter als nichtvollbeschäftigter Hilfsarzt am Gesundheitsamt Stuttgart tätig
Bereits 1928 hatte Schmidt an der Universität Tübingen einen Lehrauftrag für gerichtliche und soziale Medizin übernommen. Dort wurde er im März 1933 zum Honorarprofessor für Gerichtliche Medizin ernannt und lehrte bis 1942.
Daneben war er lange Jahre Vorstand des Württembergischen Medizinalbeamtenvereins. Seit 1891 war er Mitglied der Studentenverbindung Tübinger Königsgesellschaft Roigel.[3]
Zum 1. Mai 1933 trat Schmidt der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 3.228.992).[4]
Ehe und Familie
Am 19. Oktober 1910 heiratete Schmidt. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor.
Literatur
- Handbuch der deutschen Wissenschaft. Band 2: Biographisches Verzeichnis. Koetschau, Berlin 1949.
- Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender. 7. Ausgabe. Gruyter, Berlin 1950.
- Wer ist wer? Das Deutsche Who’s Who. Arani, Berlin 1955.
- W. Saleck: Professor Dr. Otto Schmidt zum 90. Geburtstag. In: Der öffentliche Gesundheitsdienst, Heft 1/1963, S. 56.
Einzelnachweise
- ↑ Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. Band 15. Arani, Berlin, 1967, S. 2291.
- ↑ Schmidt, Otto (40139). bei Die Tübinger Studierenden 1818–1918. ( des vom 7. Februar 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: ub-archiv.uni-tuebingen.de. Abgerufen am 18. Februar 2019.
- ↑ Tübinger Königsgesellschaft Roigel: Roigelverzeichnis 1929. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 1930, S. 61.
- ↑ Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/38310697