Otto Nollau
Otto Nollau (* 12. September 1862 in Gnesen; † 8. April 1922 in Dresden) war ein deutscher Jurist und preußischer Verwaltungsbeamter, der auch als Kommunalpolitiker wirkte.
Leben
Otto Nollau war ein Sohn des langjährigen Gnesener Landrats Otto Nollau (* 4. März 1828).[1] Er studierte Rechtswissenschaften, Nationalökonomie und Staatswissenschaft an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin, der Universität Leipzig und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Während seines Studiums wurde er Mitglied der Burschenschaft Alemannia Bonn. Nach den beiden juristischen Staatsexamen (1886 und 1892) wurde er 1895 Leiter der Finanzabteilung der Kölner Bezirksregierung und 1898 juristischer Beigeordneter der Stadt Remscheid.
Von 1899 bis 1910 war Nollau Bürgermeister bzw. ab 1902 Oberbürgermeister von Remscheid. Danach kehrte er im Rang eines Regierungsrats in den preußischen Staatsdienst zurück und wurde Direktor verschiedener Versicherungsämter: Bis 1918 war er als Regierungsrat Direktor des Oberversicherungsamts Hildesheim, dann von 1918 bis 1920 als Oberregierungsrat Direktor des Oberversicherungsamts Danzig und von 1920 bis 1922 als Oberregierungsdirektor Leiter des Oberversicherungsamts Düsseldorf.
Ehrungen
- 1906: Goldene Amtskette
- 1909: königlich preußischer Roter Adlerorden 4. Klasse
Literatur
- Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I, Politiker. Teilband 4 (M–Q). Winter, Heidelberg 2000, ISBN 3-8253-1118-X, S. 224.
Einzelnachweise
- ↑ Klaus Helmut Rehfeld: Die preußische Verwaltung des Regierungsbezirks Bromberg (1848–1871). (= Studien zur Geschichte Preußens, Band 11.) Grote, Köln / Berlin 1968, S. 59.