Otto Henry Bacher
Otto Henry Bacher (* 31. März 1856 in Cleveland, Ohio; † 16. August 1909 in Bronxville, New York) war ein US-amerikanischer Maler, Radierer und Illustrator.[1]
Leben
Otto Henry Bacher wurde 1856 in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio geboren. Seine künstlerische Ausbildung begann er in Cincinnati bei Frank Duveneck. In den späten 1870er Jahren hielt er sich in Europa auf und arbeitete 1878 in München. Anschließend ging er nach Paris, wo er Schüler von Émile Auguste Carolus-Duran (1837–1917), Gustave Boulanger und Jules-Joseph Lefebvre (1834–1912) war.[1]
1880 reiste Bacher nach Venedig, wo er sich im Umkreis von James McNeill Whistler aufhielt. In den Jahren 1885 und 1886 lebte er in London. Während dieser Zeit nahm er am europäischen Ausstellungsleben teil, unter anderem 1881 und 1882 bei der Royal Society of Painter-Etchers in London sowie später bei Ausstellungen der Royal Academy.[1]
Neben seiner freien künstlerischen Tätigkeit arbeitete Bacher als Illustrator, unter anderem für Harper’s Weekly. 1904 erhielt er für seine Radierungen auf der Weltausstellung in St. Louis die Silbermedaille. 1906 wurde er Mitglied der National Academy of Design. Otto Henry Bacher starb 1909 in Bronxville im Bundesstaat New York.[1]
Werk
Otto Henry Bacher war sowohl als Maler als auch als Grafiker tätig. Einen besonderen Ruf erlangte er als Radierer. In seinen grafischen Arbeiten, die überwiegend Landschaften und Stadtansichten zeigen, ist eine freie, skizzenhafte Auffassung erkennbar. Auch in der Malerei widmete er sich vorwiegend Landschafts- und Stadtdarstellungen. Darüber hinaus veröffentlichte Bacher eigene Schriften. Sein 1908 erschienenes Buch „Whistler in Venice“ gilt als wichtige zeitgenössische Quelle zu James McNeill Whistlers Aufenthalt in Venedig und dessen Arbeitsweise.[1][2]
Literatur
- Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 1: A – Bedeschini. Paris, 2006.