Otto Christoph aus dem Winckel

Otto Christoph aus dem Winckel (* 5. Oktober 1665 in Oppin; † 14. Dezember 1738 in Wettin) war Erb- und Gerichtsherr auf Wettin und Kriegsdorf sowie Besitzer der Burg Wettin, der Stammburg der Wettiner, an deren Erhalt er maßgeblich beteiligt war. Daneben gelangte er über seine Ehefrau auch in den Besitz von Schloss Zedtlitz.

Leben

Er stammte aus dem Adelsgeschlecht aus dem Winckel. Sein Vater war Hans Georg aus dem Winckel (1633–1674), seine Mutter Helene Susanne von Bodenhausen-Wulffrode (1643–1686).

1689 heiratete er die Tochter von Bodo von Gladebeck, Christina Lucia von Gladebeck (1671–1723), Erbin von Schloss Zedtlitz, das ihre Mutter 1706 im zeitgemäßen Barockstil neu aufbauen ließ.

Da seine Ehefrau bereits vor ihm starb, wurde er 1738 von seinem einzigen Sohn Bodo Wilhelm aus dem Winckel[1][2] beerbt, der zu diesem Zeitpunkt bereits auf Schloss Zedtlitz lebte und nachweislich mit Nenkersdorf weiteren Nebenbesitz erwarb sowie belehnt wurde.[3]

Literatur

  • Valentin König: Genealogisch-Historische Beschreibung, Nebst denen Stamm- und Ahnen-Taffeln Des Alt-Adelichen Geschlechts Derer aus dem Winckel. [1719]. (Digitalisat)
  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1905. Sechster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1904, S. 877. (Digitalisat)
  • Oswald aus dem Winckel: Geschichte der Familie aus dem Winckel. 3 Bände. Ober-Schreiberhau 1921.
  • A 35, K XLVIII Nr. 2: Belehnung von Christoph und Otto Christoph aus dem Winckel, vorigen und jetzigen Besitzer des Ritterguts Kriegsdorf sowie derer von Bülow als neue Besitzer ab 1723, 1701–1783 (Akte)
  • A 4b, Nr. 641.: Differenzen zwischen dem St. Nikolaistift zu Magdeburg und Otto Christoph aus dem Winkel zu Wettin wegen von demselben beanspruchter Konfirmation einiger unter seinen Gerichten gelegener, aber zu den Höfen in Hohenedlau und Mitteledlau gehöriger Pertinenzien
  • Genealogische Familiengeschichte (PDF, Stand 1. August 2023)

Einzelnachweise

  1. A. Freiherr von Houwald: Ausgewählte Ahnentafeln der EDDA. Band 1, Hrsg. Buchungshauptstelle des Deutschen Adels-Arbeitsabteilung VI der Deutsche Adelsgenossenschaft (D.A.G.), Verlag Justus Perthes, Gotha 1925.
  2. Vgl. CompGen e.V. Berlin (Hrsg.): Bodo Wilhelm aus dem Winckel, In: Gedbas. Stand 1. November 2025.
  3. Belehnung von Bodo Wilhelm aus dem Winckel mit Nenkersdorf, 4. Januar 1735 (Abschrift)., In: Sächsisches Staatsarchiv, 20487 Rittergut Nenkersdorf, Nr. 018 (Zu benutzen im Staatsarchiv Leipzig).