Ostergau LU

Ostergau
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Luzern Luzern (LU)
Wahlkreis: Willisauw
Einwohnergemeinde: Willisaui2w1
Koordinaten: 644246 / 218324
Karte
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Das Ostergau ist eine Ortschaft und eine Landschaft und eine ehemalige Gemeinde im Kanton Luzern.

Seit 1803 hat die alte Dorfgemeinde zu der luzernischen Gemeinde Willisau-Land gehört, die sich 2006 mit Willisau-Stadt zu der neuen grossen Gemeinde Willisau fusioniert hat.

Das alte Wort Gau oder auch Gäu bezeichnet eine Landschaft, die gross oder klein sein kann, man findet dazu viele Erklärungen im Schweizerdeutschen Mundartwörterbuch Idiotikon.

Das Dorf Ostergau liegt auf der Strasse zwischen Willisau und Grosswangen, welche die östliche Nachbargemeinde von der Stadt Willisau ist. wo die öschtlichi Nochbergmeind vo dr Stadt isch. Und da durch geht der Abschnitt vom Jakobsweg zwischen Werthenstein und Willisau.[1]

Das Ostergau, wie man der Naturlandschaft zwischen Willisau und Grosswangen sagt, ist eine Naturlandschaft, welche in der Schweiz von nationaler Bedeutung ist.[2][3] Es ist ein kleines, breites Tal, welches durch den Reussgletscher entstanden ist. Durch das Tal fliesst der Bach Rot durch, welcher von Buholz, Geiss und Wüschiswil kommt und nach dem Ostergau in die Seewag mündet. Im flachen Tal hat es seit 1965 ein grosses kantonales Naturschutzgebiet mit einer Handvoll Seen, welche entstanden sind durch den Abbau von Torf im 20. Jahrhundert. Das Gebiet bietet eine reiche Pflanzenwelt und ist wichtig für die Population von Amphibien, welche dort leben.[4]

Literatur

  • Emil Steffen: Das Twingslibell der Korporation Ostergau Gemeinde Willisau-Land. In: Heimatkunde Wiggertal, 18, 1957, S. 5–19.
  • Josef Zihlmann: Namenlandschaft im Quellgebiet der Wigger. 1984.

Fussnote

  1. Jakobsweg. Werthenstein-Willisau (Memento vom 5. August 2019 im Internet Archive) auf jakobsweg.ch
  2. Schwiizer Schutzpiet CH04_2409.
  3. Common Database on Designated Areas: Nr. 168384.
  4. Weiherlandschaft Ostergau@1@2Vorlage:Toter Link/lawa.lu.ch (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Februar 2020. Suche in Webarchiven) uf lu.ch