Oskar-Patzelt-Stiftung
| Oskar-Patzelt-Stiftung | |
|---|---|
| Bestehen | seit 1998
(1998 OSKAR-Stiftung |
| Sitz | Leipzig |
| Zweck | Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsausbildung (lt. Eigendarstellung) |
| Vorsitz | Dr. Helfried Schmidt, Petra Tröger |
| Mitarbeiterzahl | 200 (ehrenamtlich) |
| Website | www.mittelstandspreis.com |
Die Oskar-Patzelt-Stiftung existiert seit 1998. Namensgeber der Stiftung ist Oskar Patzelt (1919–2022), der als Chefarzt für Innere Medizin im Kreiskrankenhaus Wurzen wirkte. Entsprechend seines auch den Zusammenhang von Unternehmergeist und Marktanalyse spiegelnden Leitspruchs, „Vor die Therapie stellten die Götter die Diagnose“, lobt die Stiftung als NGO und NPO jährlich den Wirtschaftspreis „Großer Preis des Mittelstandes“ aus. Für dieses gesellschaftliche Engagement erhielt sie 2008 die Bundesverdienstmedaille.
Organisation
Die Organe der Oskar-Patzelt-Stiftung bestehen aus dem Vorstand, dem Kuratorium sowie den dem Vorstand zur Seite stehenden regionalen Servicestellen, Botschaftern, Beiräten und den Präsidiumsmitgliedern, zu denen unter anderem Wolfgang Böhmer, Ralf Christoffers, Wolfgang Reinhart oder Dagmar Schipanski zählen.[1]
Vorstand und Kuratorium
Als geschäftsführendes Organ stehen der Stiftung Dr. Helfried Schmidt und Petra Tröger aus Leipzig vor. Den Vorsitz des Kuratoriums als aufsichtsführendes Organ der Stiftung bekleidet Angelika Aschenbrenner aus Kirchhain, Hessen.
Servicestellen
Bundesweit vertreten über 40 Servicestellen in zwölf Wettbewerbsregionen den Vorstand und die Bundesgeschäftsstelle der Stiftung in Nominierungs-, Informations- und sonstigen Belangen des „Großen Preis des Mittelstandes“.
Botschafter
Die Botschafter repräsentieren die Stiftung und verstärken die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf den Mittelstand. Die Botschafter werden von den Vorständen Stiftung berufen und erhalten eine Berufungsurkunde. Sie arbeiten ehrenamtlich.
Ziele und Aktivitäten
Maßnahmen, die die Popularisierung von Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Menschen zum Ziel haben sowie die dem sozialen oder kulturellen Engagement und der Ausbildung junger Menschen dienen, sind grundlegend förderungswert. Die Stiftung widmet sich der Verbesserung des Bildes von mittelständischen Unternehmen in der Öffentlichkeit.
Expeditionen „Mittelstand weltweit“
Unter dem Motto „Mittelstand weltweit“ stiegen zwischen 1994 und 2000 sieben junge Bergsteiger-Teams auf verschiedene Gipfel der Welt.[2] Die Stiftung half Medien, Sport, Jugend, Wirtschaft und Wissenschaft miteinander zu verbinden. Es wurde mit Institutionen wie Sächsische Himalaya-Gesellschaft e. V. oder Universität Leipzig[3] zusammengearbeitet.
| Jahr | Berg | Höhe | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| 1994 | Aconcagua | 6.959 m | höchster Berg Südamerikas und Argentiniens |
| 1995 | Gasherbrum II (ehemals K4) | 8.034 m | 13.-höchster Berg der Erde, Himalaya, chin.-pak. Grenzgebiet |
| 1995 | Sangay | 5.230 m | aktiver Vulkan in Ecuador |
| 1997 | Imja Tse (auch Island Peak) | 6.189 m | nepalesischer Himalaya |
| 1999 | Cho Oyu | 8.188 m | 6.-höchster Berg der Erde, Himalaya, chin.-nepales. Grenzgebiet |
| 2000 | Makalu | 8.485 m | 5.-höchster Berg der Erde, Himalaya, chin.-nepales. Grenzgebiet |
| 2000 | Mount Everest | 8.848 m | höchster Berg der Erde, nepalesischer Himalaya |
Das P. T. Magazin
Das P. T. Magazin - für Wirtschaft und Gesellschaft entstand 2005 aus einem regionalen Vorgängerblatt. Neben dem Online-Auftritt erscheint das Printmedium sechs Mal im Jahr und wird mit einer Auflage von 40.000 Stück bundesweit vertrieben. Die Zeitschrift ist offizielles Magazin des Wettbewerbes „Großer Preis des Mittelstandes“ und widmet sich neben ökonomisch-unternehmerischen Thematiken auch zukünftigen und bereits ausgezeichneten Preis-Trägern.
Rechtsstreit
Bis 2005 lobte die Stiftung den Preis „OSKAR für den Mittelstand“ aus. Der Name OSKAR wurde 1996 beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) als Marke angemeldet. Bereits 1997 kam es zu Unstimmigkeiten mit der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS), die durch die Verleihung des Academy Awards, dem sogenannten „Oscar“, bekannt ist. Wegen Befürchtungen der Verwechslungsgefahr klagte die Academy gegen die Stiftung.[4][5] Der Rechtsstreit dauerte sieben Jahre und endete nach einer außergerichtlichen Vereinbarung im Februar 2005. Infolgedessen wurde der ausgelobte Wirtschaftspreis in Großer Preis des Mittelstandes umbenannt.[6]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Präsidium der Oskar-Patzelt-Stiftung
- ↑ Mittelstands-Expeditionen
- ↑ Archiv des P. T. Magazins 05.07.2010
- ↑ Begehrter „Großer Preis des Mittelstandes“ geht an WFG Borken ( vom 8. April 2015 im Internet Archive), dfakto:online Magazin für Wirtschaftsförderung und Standortmarketing (dfakto.de), 2012
- ↑ Klaus Adam: Kreis Wittenberg: Mitarbeiterzahl wächst kontinuierlich, mz.de, 5. September 2011: „Bis Anfang 2005 trug sie den einfachen Namen Oskar-Stiftung. Und sie vergab den Mittelstands-Oskar. Doch dagegen klagte die "Academy of Motion Picture Arts and Sciences" in Hollywood wegen der Verwechslungsgefahr mit dem Film-Oscar. Daher der Namenswechsel.“
- ↑ Und wer ist Oskar Patzelt? In: oldwebsite.mittelstandspreis.com. Abgerufen am 22. Dezember 2025.