Orthodoxe Kathedrale (Jelgava)
Die Kirche St. Simeon & St. Anna (Sv. Simeona un Sv. Annas pareizticīgo katedrāle) ist eine lettisch-orthodoxe Kathedrale im lettischen Jelgava (Mitau). Die Kathedrale ist den heiligen Propheten Simeon und Hanna geweiht.
Die Ursprünge der Kirche liegen in der Heirat der russischen Prinzessin Anna mit Friedrich III. Wilhelm, dem Herzog von Kurland, der in Mitau residierte. Nach dem Tod des Herzogs regierte Anna als Witwe, stand aber unter dem Einfluss Pjotr Rumin-Bestuschews, der den Bau einer russisch-orthodoxen Kirche anordnete. 1780 wurde die bis dahin bestehende Holzkirche durch einen Steinbau des Architekten Francesco Bartolomeo Rastrelli ersetzt. Nachdem diese Kirche gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu klein für die Gemeinde wurde, wurde unter dem Architekten Nikolai Chagin von 1890 bis 1892 ein Neubau errichtet, der jedoch einen Teil des Fundaments und den Altar der älteren Kirche inkorporierte. Die Grundsteinlegung wurde von Zar Alexander III. vorgenommen, der den Bau auch finanziell unterstützte. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Kathedrale schwerst beschädigt und in der Folgezeit als Lagerhaus genutzt. Die Ruine wurde Anfang der 1980er Jahre zum Abriss freigegeben, was in letzter Minute verhindert wurde. Erst nach Wiederherstellung der lettischen Unabhängigkeit wurde die Kirche in den Jahren von 1993 bis 2003 wiederaufgebaut und restauriert.[1]
Besonders auffallend sind die goldenen mit blauen Streifen verzierten Kuppeln.
Einzelnachweise
- ↑ Jelgava’s Orthodox Cathedral of St Simeon and St Anna. In: atrastalatvija.lv. Kulturministerium der Republik Lettland, abgerufen am 9. Dezember 2025 (englisch, lettisch, litauisch, estnisch).
Koordinaten: 56° 39′ 2,5″ N, 23° 42′ 56,6″ O