Organ Mountains-Desert Peaks National Monument
Das Organ Mountains-Desert Peaks National Monument ist ein US-amerikanisches National Monument im Doña Ana County um die Stadt Las Cruces in New Mexico. Das Schutzgebiet besteht aus vier getrennten Teilflächen. Eine Teilfläche reicht mehrfach bis an den Rio Grande. Es liegt in der Nordspitze der Chihuahua-Wüste. Es wurde von Präsident Barack Obama durch eine Presidential Proclamation, als Teil des National Landscape Conservation System, am 21. Mai 2014 mit einer Flächengröße von 496.330 Acres (200.860 ha) ausgewiesen. Das Schutzgebiet wurde wegen seiner Landschaft und der Bedeutung für Wissenschaft, Geschichte und aufgrund prähistorischer Funde ausgewiesen.[1] Die nordwestliche Teilfläche des Schutzgebietes grenzt direkt an das Prehistoric Trackways National Monument. Das Gebiet geht an einer Stelle fast bis zur Grenze an den Mexikanischen Bundesstaat Chihuahua.
Verwaltung
Das Organ Mountains-Desert Peaks National Monument steht unter der Verwaltung des Bureau of Land Management (BLM). Die gesamten Flächen befinden sich im Bundesbesitz und wurden bereits vor der Ausweisung vom BLM betreut. Grundstücke innerhalb der Grenzen des Schutzgebietes, die nicht im Besitz oder unter der Kontrolle der Vereinigten Staaten sind, werden bei Erwerb des Eigentums oder der Kontrolle durch die Vereinigten Staaten Teil des Schutzgebietes.[1]
Im Schutzgebiet sind Wandern, Jagen, Camping, Vogelbeobachten, Klettern, Mountainbiken, Reiten und weitere Freizeitnutzungen erlaubt.[1]
Außer im Notfall oder zu genehmigten Verwaltungszwecken ist die Benutzung von Kraftfahrzeugen und Fahrrädern im Schutzgebiet nur auf ausgewiesenen Straßen und Wegen gestattet. Es dürfen keine zusätzlichen Straßen oder Wege für die Benutzung von Kraftfahrzeugen oder nicht motorisierten Fahrzeugen angelegt werden, es sei denn, dies ist für die öffentliche Sicherheit oder den Schutz des Schutzgebietes notwendig.[1]
Fossilien
Es gibt Fundstellen von Fossilien wie die Shelter Cave und die Conkling Cavern.[1]
Tiere- und Pflanzenarten
Zu den Tierarten im Wüstengebiet gehören Kojote, Puma Maultierhirsch, Audubon-Baumwollschwanzkaninchen, Klapperschlangenarten, einige Vogelarten und zahlreiche Eidechsenarten. Es kommen Greifvogelarten wie Aplomadofalke, Rotschwanzbussard und Steinadler vor. Das Dickhornschaf ist inzwischen ausgestorben.[1]
Es kommen die Pflanzenarten bzw. -gattungen Fouquieria splendens, Mesquitebäume, Kreosotbusch, Opuntien, Yucca faxoniana, Barrel cactus, Dasylirion, Agaven und Gutierrezia vor.[1]
Menschen im Gebiet
Die Indianer Amerikas bewohnen dieses Gebiet seit über 10.000 Jahren. In die Felsen und Klippen sind hunderte von Petroglyphen eingemeißelt. Diverse Felsbilder und Keramikfragmente zeigen, dass sich die frühen Bewohner der Region im Laufe der Zeit von wandernden Jägern zu semi-permanenten Dorfbewohnern entwickelten. 243 archäologische Fundstellen wurden entdeckt. Der El Camino Real de Tierra Adentro National Historic Trail erinnert an eine frühe Handelsroute die zahlreiche bereits existierende indianische Wanderwege verband. In den 1800er Jahren war das Gebiet um die Organ Mountains-Desert Peaks von zentraler Bedeutung für mehrere Schlachten zwischen den Apachen, Spaniern, Mexikanern und Amerikanern. Im Sezessionskrieg von 1861 bis 1865 fanden hier die ersten Kämpfe zwischen den Truppen der Union und der Konföderierten in New Mexico statt. Einer Legende nach hat in den Robledo Mountains der berühmte Apachenführer Geronimo eine Höhle genutzt, um sich vor US-Soldaten zu verstecken. Während die Soldaten am einzigen Eingang der heutigen Geronimo's Cave Wache standen, verschwand der Apachenführer auf mysteriöse Weise spurlos. Eine US-Militärheliographenstation aus den 1880er Jahren, deren Überreste noch auf dem Lookout Peak in den Robledo Mountains stehen, übermittelte während der Westkampagnen der Armee gegen Indianerstämme Morsezeichen. 20 Miles der Butterfield Overland Mail verliefen im Gebiet. Billy the Kid hat dieses Gebiet wiederholt durchquert. Während er sich in den Robledo-Bergen versteckte, soll er am Outlaw Rock den heute noch sichtbaren Schriftzug the Kid hinterlassen haben. Während des Zweiten Weltkrieges baute das United States Army Corps of Engineers auf 18 Acre Fläche große Bombenziele, deren Überreste noch heute die Landschaft prägen. Von umliegenden Flugplätzen gestartete Bomber warfen Bomben während Übungsflügen ab. Im Kilbourne Hole übten Astronauten des Apollo-Programms.[1]
Während die Ausweisung des National Monuments häufig von der lokalen Bevölkerung kritisiert wurde, waren 60 Prozent der Wahlberechtigten im Doña Ana County für die Ausweisung.[2]
Nach einem Bericht der Washington Post aus dem April 2025 erwägt das Innenministerium der Vereinigten Staaten das National Monument und fünf weitere National Monuments zu verkleinern.[3]
Im September 2025 wurde mit dem Bundesstaat New Mexico ein Landtausch über etwa 85.000 Acres Land vereinbart. Diese Flächen liegen wie ein Schachbrettmuster innerhalb des National Monuments. New Mexico soll dafür Land des Bureau of Land Management von ähnlichem Wert erhalten, vor allem rund um den Flughafen Las Cruces sowie den Doña Ana County International Flughafen und den Industriepark Santa Teresa.[4]
Weblinks
- Bureau of Land Management: Organ Mountains-Desert Peaks National Monument (offizielle Seite) (englisch)
- New Mexico Bureau of Geology & Mineral Resources: Karte vom Prehistoric Trackways National Monument und Organ Mountains-Desert Peaks National Monument (offizielle Seite) (englisch)
- Friends of Organ Mountains-Desert Peaks National Monument (englisch)
- National Geographic: New National Monument Created in New Mexico (englisch)
Koordinaten: 32° 19′ 33,6″ N, 106° 36′ 0″ W
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e f g h Presidential Proclamation – Organ Mountains-Desert Peaks National Monument
- ↑ Phil Taylor: Poll finds strong support for larger Organ Mountains proposal Environment and Energy Publishing vom 23. Januar 2014
- ↑ Burgum confirms the administration is reviewing national monument boundaries. In: The Hill. Abgerufen am 9. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Algernon D'Ammassa: State, BLM move forward on national monument land swap. In: Albuquerque Journal. 23. September 2025 (englisch).