Orangen zu Weihnachten
| Film | |
| Titel | Orangen zu Weihnachten |
|---|---|
| Originaltitel | Christmas Oranges |
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2012 |
| Länge | 96 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | John Lyde |
| Drehbuch | Sally Meyer |
| Produktion | Paul D. Hunt, John Lyde |
| Musik | James Schafer |
| Kamera | John Lyde als Airk Thaughbaer |
| Schnitt | John Lyde als Airk Thaughbaer |
| Besetzung | |
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| → Synchronisation | |
Orangen zu Weihnachten (Originaltitel: Christmas Oranges, Verweistitel: Orangen zu Weihnachten – Eine klassisch-schöne Weihnachtsgeschichte) ist eine US-amerikanisches Filmdrama von John Lyde aus dem Jahr 2012. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Linda Bethers und Ben Sowards.
Handlung
In einer Nacht Anfang des 20. Jahrhunderts legt eine Frau ihr Baby auf die Treppenstufen des Greenwood Waisenhauses. Sie klopft an die Tür und versteckt sich daraufhin an einem Baum, um aus einiger Entfernung zu beobachten, wie Mrs. Hartley, die gutmütige Leiterin des Waisenhauses, das Baby in ihre Obhut nimmt.
Das kleine Baby erhält von ihr den Namen Rose und Rose hat zusammen mit den anderen Kindern eine schöne Kindheit im Waisenhaus. Zu ihrem 12. Geburtstag bekommt Rose von Mrs. Hartley ein Buch mit dem Titel Rebecca of Sunnybrook Farm geschenkt und Rose ist überglücklich darüber. Eines Tages gehen die Kinder in den nahegelegenen Wald, um eine Schneeballschlacht zu machen. Dabei fällt Rose auf, dass es der kleinen Felicity nicht gut geht, weshalb sie das kleine Mädchen umgehend zurück zum Waisenhaus begleitet und den Doktor der Dorfes informieren. Dieser stellt fest, dass Felicity Influenza hat und kurz darauf klagen auch andere Kinder über Fieber und Husten. Felicity fällt es schwer am Abend einzuschlafen, weshalb Rose ihr ein Gute-Nacht-Lied vorsingt. Als Rose am nächsten Morgen erwacht und Felicitys Bett leer vorfindet, bekommt sie von Mrs. Hartley die traurige Nachricht mitgeteilt. Kurze Zeit darauf zeigt auch Mrs. Hartley Anzeichen einer Grippe und Rose und Josephine kümmern sich um sie. Bei einer Nachtschicht schläft Rose bei Mrs. Hartley ein, welche noch in derselben Nacht verstirbt. Daraufhin erscheint Miss Gladstone, eine strenge Frau, im Waisenhaus und versucht die Kinder an Pflegefamilien zu vermitteln. Drei Mädchen, darunter auch Rose und Josephine werden nicht ausgewählt, weshalb sie an andere Waisenhäuser gegeben werden. Obwohl Josephine und Rose anfangs einen schwierigen Start hatten, sind sie mittlerweile zu guten Freundinnen geworden, weshalb ihnen der Abschied schwerfällt.
Miss Gladstone begleitet Rose mit dem Zug zu Rose neuen Heim Irongates. Als sie aus dem Zug aussteigen, bemerkt Rose, dass sie ihr Buch im Wagen vergessen hat, sie wird jedoch von Miss Gladstone in Richtung der Kutsche gezerrt. Bei der Ankunft in Irongates merkt Rose schnell den strengen Ton des Waisenhausleiters Mr. Crampton, welcher obendrein sehr auf das Einhalten der Regeln bedacht ist. Rose fällt es schwer sich unter diesem strengen Ton zuhause zu fühlen. Glücklicherweise freundet sie sich schnell mit Emily, einem anderen Mädchen aus dem Waisenhaus, an. Emily verteidigt Rose vor den Sticheleien der beiden Jungen Gilbert und Andrew im Waisenhaus.
Als Rose am Nachmittag die Bibliothek putzt, entdeckt sie auf dem Schreibtisch von Mr. Crampton eine Schatulle mit Briefen von Mr. Crampton an Grace, welche jedoch alle ungeöffnet sind. Beim Blick auf das Bücherregal entdeckt Rose ihr Lieblingsbuch Rebecca of Sunnybrook Farm, dasselbe Buch, welches ihr Mrs. Hartley geschenkt hatte, und holt es aus dem Regal. Als sie das Buch aufschlägt, entdeckt sie darin eine Fotografie von Grace, der Tochter von Mr. Crampton. Plötzlich öffnet sich die Tür zur Bibliothek und Mr. Crampton tritt herein. Er ist erbost darüber, dass Rose Bücher liest, anstatt ihre Arbeit zu verrichten, weshalb er sie als Strafe auf den Dachboden schickt. Emily weiß von Roses Achluophobie, daher schleicht sie sich heimlich mit einer Kerze auf den Dachboden, um ihrer Freundin Gesellschaft zu leisten.
Kurz vor Weihnachten kommt Mr. Cramptons Bruder Joe vorbei und schenkt den Kindern ein paar Erdnüsse. Im Gegensatz zu Mr. Crampton behandelt Joe die Kinder liebevoll, ganz zum Missfallen von Mr. Crampton. Als Mr. Crampton Irongates für einige Zeit verlässt, übernimmt Joe die Leitung. Er verlässt zusammen mit den Kindern das Waisenhaus, um nach einem Weihnachtsbaum zu suchen. Mr. Hartley kommt früher als erdacht zurück, da er seine Tochter Grace nicht angetroffen hat, und bemerkt beim Betreten der Bibliothek das Buch Rebecca of Sunnybrook Farm auf dem Boden liegend. Nachdem Mr. Crampton angekündigt hat, den Schuldigen nicht zu bestrafen, kommen Gilbert und Andrew aus ihrem Versteck, jedoch entscheidet sich Rose dafür, die Schuld auf sich zu nehmen und gesteht. Sie muss erneut ihre Strafe auf dem Dachboden absitzen, Emily leistet ihr dabei freiwillig Gesellschaft. Um sich die Zeit zu vertreiben, singt Rose Emily einige ihr bekannte Weihnachtslieder vor, während Mr. Crampton auf der Treppe zum Dachboden steht und dem wunderschönen Gesang von Rose lauscht.
Am nächsten Tag verkündet Mr. Crampton, dass die Spender des Waisenhauses kommen und die Kinder ihnen vorsingen sollen. Dabei soll Rose das Solo singen, was Celeste missfällt. Celeste ist im Gegensatz zu den andren kein Waisenkind, ihr Vater ist Soldat und finanziert das Waisenhaus, weshalb sie dort untergebracht ist. An besagtem Tag stellt Celeste daher Rose ein Bein, jedoch hilft Gilbert Rose auf. Gilbert ist, seitdem Rose für ihn und Andrew eingestanden ist, nett und hilfsbereit ihr gegenüber.
Am Tag vor Weihnachten kommt Joe ins Waisenhaus und hängt die Orangen am Weihnachtsbaum auf, von dem jedes Kind am Weihnachtsmorgen eine bekommt. Rose ist ganz aufgeregt und voller Vorfreude, da sie noch nie eine Orange gesehen geschweige denn gegessen hat. Sie kann daher nicht einschlafen und schleicht sich in der Nacht zum Weihnachtsbaum, um an einer Orange zu riechen. Celeste bekommt dies mit und verpetzt sie sogleich bei Mr. Crampton.
Am Weihnachtsmorgen bekommt jedes Kind seine Orange. Als Joe Rose eine der Früchte geben möchte, widerspricht Mr. Crampton seinem Bruder, da Rose die Frucht aufgrund der Regelmissachtung nicht verdient habe. Traurig läuft Rose davon und verlässt das Waisenhaus. Joe macht sich auf die Suche nach ihr und findet sie draußen bei den Tannenbäumen wieder. Er bringt sie in sein Haus, wo sie sich zunächst aufwärmt. Dabei reden sie über Grace und Joe teilt ihr mit, dass er einen Brief von Grace an seinen Bruder habe, er sich jedoch aufgrund dessen Art nicht getraut habe, ihn zu übergeben. Rose erklärt sich bereit, ihm den Brief zu geben.
Als Rose am Abend ins Waisenhaus zurückkehrt sind die Kinder froh, sie zu sehen. Sie überreichen ihr ein Geschenk: Eine Orange, welche aus vielen einzelnen Orangenscheiben zusammengesetzt ist, davon jeweils eine von jedem Kind des Waisenhauses. Zusammen isst jeder eines seiner Orangenstücke und sie teilen diesen besonderen Moment. Danach schleicht sich Rose in die Bibliothek und legt einen Teil ihrer Orangenstücke sowie den Brief von Grave auf den Schreibtisch vor dem schlafenden Mr. Crampton. Als dieser kurze Zeit später erwacht, kann er seinen Augen kaum glauben und beauftragt seine Angestellte Polly sofort damit, seinen Bruder zu holen.
Am nächsten Tag macht sich Mr. Crampton für seine Abreise zu seiner Tochter Grace bereit. Bevor er geht, schenkt Rose ihm seinen Schal, wobei er ihr im Gegenzug das Buch Rebecca of Sunnybrook Farm schenkt. Als Rose aus dem Fenster schaut, entdeckt sie Josephine, ihrer frühere Freundin wieder, welche inzwischen ein Zuhause gefunden hat. Sie rennt sofort nach draußen, um sie zu begrüßen. Währenddessen berichtet die Erzählerstimme der erwachsenen Rose, dass dies ihr schönstes Weihnachtsfest war.
Synchronisation
Die deutschsprachige Synchronisation entstand nach einem Synchronbuch von Stefan Evertz im Auftrag der Violetmedia GmbH.[2]
| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher[2] |
|---|---|---|
| Joe | Bruce Newbold | Gerhard Acktun |
| Miss Gladstone | Elisabeth Hales | Claudia Schmidt |
| Mr. Crampton | Edward Herrmann | Gerhard Jilka |
| Olivia | Maggie Scott | Zina Laus |
Rezeption
Der Film erhielt überwiegend ausgeglichene bis positive Kritiken und erzielte bei IMDb eine durchschnittliche Bewertung von 6,8 der möglichen 10 Punkte. Das Lexikon des internationalen Films urteilt: „Liebevolle Adaption des gleichnamigen Kinderbuchs, die von sozialer Kälte erzählt, aber auch von Güte und Mitmenschlichkeit, die sich dagegen behaupten. Vom Ambiente her erinnert der Film an die Weihnachtsgeschichten von Charles Dickens.“[3]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Freigabebescheinigung für Orangen zu Weihnachten. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, August 2015 (PDF; Prüfnummer: 153 777 V).
- ↑ a b Orangen zu Weihnachten. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 30. November 2025.
- ↑ Orangen zu Weihnachten. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 30. November 2025.