Orangebrust-Honigfresser
| Orangebrust–Honigfresser | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
Orangebrust–Honigfresser (Myzomela jugularis), Männchen | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Myzomela jugularis | ||||||||||||
| Peale, 1849 |
Der Orangebrust–Honigfresser (Myzomela jugularis) ist eine endemische Vogelart, welche nur in Fidschi vorkommt. Er ist ein Singvogel aus der Familie der Honigfresser (Meliphagidae).[1][2][3][4]
Merkmale
Orangebrust-Honigfresser besitzen ein auffälliges und detailreich gezeichnetes Gefieder. Der Kopf hat bei den Männchen eine rote Federkappe, bei den Weibchen fehlt diese. Bei beiden Geschlechtern sind die Kehle, die Stirn, das Gesicht und der Rücken schwarz gefärbt. Die Brust ist gelb, die schwarzen Flügel haben weiße Flecken und große olivgrüne Bereiche, sowie eine grauweiße Unterseite. Der Bürzel ist leuchtend rot und der Schwanz ist schwarz mit einer weißen Spitze und Randung.[3] Der Orangebrust-Honigfresser erreicht eine Gesamtlänge von 12 cm.[4] Das Gewicht der untersuchten Männchen lag in einer Bandbreite von 8 g bis 10 g, das Gewicht der Weibchen zwischen 8 g und 9 g.[2] Der Schnabel ist wie bei allen Arten der Honigfresser (Meliphagidae) und der Gattung Myzomela länglich und leicht gebogen.[3]
Eine Verwechselung des Orangebrust–Honigfressers mit einer anderen Vogelart ist nicht möglich, da keine vergleichbar gefärbte Vogelart auf Fidschi vorkommt.[3][4]
Verbreitung
Der Orangebrust-Honigfresser besiedelt alle Lebensräume der Hauptinsel Viti Levu und der vorgelagerten Inseln der Fidschi-Gruppe.[1][3] Die Gesamtpopulation des Orangebrust-Honigfressers wurde nicht quantifiziert, er wird jedoch als häufig bis sehr häufig von BirdLife International beschrieben.[1]
Lebensraum
Besiedelt wird feuchtes Tiefland ebenso wie Mangrovenvegetation oberhalb des Hochwasserstands, Bauerngärten, Siedlungen, Dörfer, stark degradierte ehemalige Waldflächen und Plantagen.[1][4] Als Ersatzlebensraum wird Buschland mit Sekundärvegetation und geringem Baumbestand, Cerrado–ähnliche Feuchtsavannen, Dickichte, Vegetation an Wegrändern, offene Heideflächen und Rankengewirr angenommen.[2] Es werden Höhenlagen von Meereshöhe bis circa 1300 m besiedelt.[1][2] Der Orangebrust-Honigfresser erreicht ein durchschnittliches Alter von 2 bis 3 Jahren im natürlichen Lebensraum.[1] Bei einzelnen Individuen wurde ein Alter von bis zu 9 Jahren aufgezeichnet.[2]
Lebensweise
Der Orangebrust-Honigfresser ist nicht standorttreu und wechselt seinen Lebensraum innerhalb der verschiedenen Habitate und Inseln von Fidschi.[1] Er ernährt sich hauptsächlich von Nektar und kleinen Insekten.[2]
Fortpflanzung
Orangebrust-Honigfresser erreichen ihre Geschlechtsreife ungefähr am Ende des ersten Lebensjahres.[2] Das Nest wird in Bäumen, Büschen, Sträuchern und Weinrebengewächsen (Vitaceae) in bestehenden Astgabelungen errichtet. Das Gelege besteht aus zwei Eiern und es können bis zu zwei Bruten pro Jahr durchgeführt werden.[2]
Gesang
Der Gesang des Orangebrust-Honigfressers besteht aus einem ständigen Gezwitscher von „tschitschit“[3] oder als „chit-chit“ interpretiert[4] und „süß-süß“.[3]
Gefährdung
Der Orangebrust-Honigfresser hat ein großes Verbreitungsgebiet und erreicht nicht die Schwellenwerte um in die Klassifizierung als gefährdete Vogelart aufgenommen zu werden. Von der Weltnaturschutzunion IUCN wird er in der Roten Liste gefährdeter Arten geführt und mit dem Status als nicht gefährdet (Least Concern) eingestuft. Der Populationstrend wurde mit stabil bewertet und veröffentlicht.[1]
Ein internationaler Handel mit dieser Vogelart wurde in keiner der überprüften Handelsdatenbanken ersichtlich. Es gibt keine Hinweise darauf, dass diese Vogelart anderweitig verwendet wird.[1]
Literatur
- Norman Arlott, Ber van Perlo: Collins Birds of the World. 1. Auflage. William Collins, London 2021, ISBN 978-0-00-817399-9, S. 674–675.
Weblinks
- Myzomela jugularis Eintrag in der Global Biodiversity Information Facility, abgerufen am 14. Dezember 2025
- Birdlife Artbeschreibung Myzomela jugularis, abgerufen am 14. Dezember 2025
- Orangebrust-Honigfresser (Myzomela jugularis) bei Avibase
- Orangebrust-Honigfresser (Myzomela jugularis) auf eBird.org
- xeno-canto: Tonaufnahmen – Orangebrust-Honigfresser (Myzomela jugularis)
- Myzomela jugularis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2023.1. Eingestellt von: BirdLife International, 2024. Abgerufen am 14. Dezember 2025.
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e f g h i Myzomela jugularis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN.
- ↑ a b c d e f g h Orangebrust-Honigfresser (Myzomela jugularis) bei Avibase
- ↑ a b c d e f g Orangebrust-Honigfresser (Myzomela jugularis) auf eBird.org
- ↑ a b c d e Norman Arlott, Ber van Perlo: Collins Birds of the World. 1. Auflage. William Collins, London 2021, ISBN 978-0-00-817399-9, S. 674–675.