Opal Palmer Adisa

Opal Palmer Adisa (geb. 6. November 1954 in Kingston)[1] ist eine jamaikanisch-US-amerikanische Schriftstellerin, Lyrikerin, Performance-Künstlerin und Kulturaktivistin, deren Arbeiten international rezipiert und aufgeführt werden.[2] Im Jahr 2017 wurde sie zur Leiterin des Institute for Gender and Development Studies der University of the West Indies berufen.[3] 2018 wurde sie am California College of the Arts als Professor Emerita ausgezeichnet.[4]

Leben

Adisa wuchs im Caymanas Estate nahe Kingston auf und veröffentlichte bereits mit 13 Jahren ihr erstes Gedicht in der Schulzeitschrift von Wolmer’s.[5] Mit 15 Jahren zog sie in die Vereinigten Staaten und besuchte eine High School in New York City.[2] Anschließend studierte sie unter anderem am Hunter College der City University of New York, wo sich ihr Wunsch verfestigte, Schriftstellerin zu werden.[5] Darauf folgten zwei Masterabschlüsse an der San Francisco State University (Englisch und Drama) und ein Ph.D. in Ethnic Studies/Literature an der University of California, Berkeley.[1] Über mehr als zwei Jahrzehnte lehrte Adisa am California College of the Arts in Oakland/San Francisco.[6] Dort leitete sie den Bereich Ethnic Studies/Cultural Diversity und half beim Aufbau des MFA-Programms in kreativem Schreiben.[5] 2017 kehrte sie nach Jamaika zurück und übernahm die Leitung des Institute for Gender and Development Studies an der University of the West Indies, Mona.[3] Im Jahr darauf verlieh ihr die California College of the Arts den Status einer Professor Emerita.[4]

Wirken

Adisa veröffentlichte zahlreiche Bände mit Lyrik, Erzählungen und Romanen; zu ihren Arbeiten zählen unter anderem die Romane It Begins with Tears (1997) und Painting Away Regrets (2011).[2] Im Jahr 2017 stellte sie die Erzählungssammlung Love’s Promise vor.[6] Ihre Dichtung setzt bewusst Nation Language ein, wobei sie Louise „Miss Lou“ Bennett-Coverley als zentrale Einflussfigur benennt.[2] Als Herausgeberin initiierte sie 2022 den von der UWI Press veröffentlichten Sammelband 100+ Voices for Miss Lou zum 100. Geburtstag der Volksdichterin Miss Lou.[7] Im Oktober 2024 forderte sie als CEO des Louise Bennett-Coverley Festival, Miss Lou nicht nur als nationale Ikone zu würdigen, sondern sie als Nationalheldin zu verewigen, und regte entsprechende Erinnerungszeichen in Kingston an.[8] Sie wurde unter anderem mit dem Pushcart Prize (1987) sowie dem PEN Oakland/Josephine-Miles Literary Award (1992) für Tamarind and Mango Women ausgezeichnet.[1] Auch in jüngerer Zeit tritt sie regelmäßig als Autorin und Performerin in Erscheinung, etwa 2024 bei der Veranstaltung The Power of Storytelling in Kingston.[9] Zu neueren Veröffentlichungen zählen der Gedichtband The Storyteller’s Return (2022) sowie Portia Dreams (2021), eine autorisierte Kindersachbiografie über Jamaikas ehemalige Premierministerin Portia Simpson Miller.[10]

Einzelnachweise

  1. a b c Adisa, Opal Palmer 1954–. In: Encyclopedia.com. 3. September 2025, abgerufen am 22. September 2025 (englisch).
  2. a b c d Opal Palmer Adisa. In: Poetry Foundation. Abgerufen am 22. September 2025 (englisch).
  3. a b Professor Opal Palmer Adisa is new Director of The UWI’s Institute for Gender and Development Studies. In: The University of the West Indies. 23. August 2017, abgerufen am 22. September 2025 (englisch).
  4. a b Honorary Doctorates and Professors Emerit. In: California College of the Arts. Abgerufen am 22. September 2025 (englisch).
  5. a b c Prof Opal Palmer Adisa: Gender-conscious. In: Jamaica Observer (All Woman). 17. September 2017, abgerufen am 22. September 2025 (englisch).
  6. a b For the Reckord: Opal Palmer Adisa a multifaceted writer, performer. In: Jamaica Gleaner. 1. März 2018, abgerufen am 22. September 2025 (englisch).
  7. Saluting Miss Lou – New anthology pays tribute to cultural icon. In: Jamaica Observer. 15. Januar 2022, abgerufen am 22. September 2025 (englisch).
  8. ‘Immortalise Miss Lou as the heroine that she is’. In: Jamaica Observer. 25. Oktober 2024, abgerufen am 22. September 2025 (englisch).
  9. Story writing ‘satisfying but not easy’, says veteran author. In: Jamaica Gleaner. 4. März 2024, abgerufen am 22. September 2025 (englisch).
  10. Poet Profile – Opal Palmer Adisa. In: Jamaica Poetry Archive (National Library of Jamaica). Abgerufen am 22. September 2025 (englisch).