Olivvireo
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Olivvireo | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Hylophilus olivaceus | ||||||||||||
| Tschudi, 1844 |
Der Olivvireo (Hylophilus olivaceus) ist eine Vogelart aus der Familie der Vireos (Vireonidae).[1][2]
Der Vogel kommt in den Osthängen der Anden in Ecuador und Peru (Junín) vor.
Die Art wurde als konspezifisch mit dem nicht im gleichen Verbreitungsgebiet vorkommendem Buschvireo (Hylophilus flavipes) angesehen.[3][4]
Der Lebensraum umfasst tropischen oder subtropischen feuchten Bergwald, Waldränder, Sekundärwald, Lichtungen zwischen 600 und 1700 m Höhe.[5][6]
Der Artzusatz kommt von lateinisch olivaceus ‚olivgrün‘.[7]
Merkmale
Die Art ist 11–12 cm groß und wiegt zwischen 11 und 15 g. Charakteristische Merkmale sind einfarbige olivgrüne Oberseite vom Kopf bis zum Schwanz, blass gelbgrüne Unterseite und blasse weißliche Iris sowie ein kurzer, kräftiger und matt oder bräunlich rosafarbener Schnabel. Eine auffällige Zeichnung an Flügeln oder Schwanz fehlt. Die Stirn ist etwas heller und gelblicher als die übrige Oberseite, das Kinn etwas blasser, der Bauch etwas heller gelb gefärbt. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht oder kaum. Männchen können während der Brutzeit etwas leuchtenderes Gefieder aufweisen, wenn die Lichtverhältnisse günstig sind. Jungvögel sind oft matter gefärbt.[5][6][8]
Geografische Variation
Die Art ist monotypisch.[1][6][9][10]
Stimme
Die Lautäußerungen werden als lautes, deutliches „twee-twee-twee“ oder „suwee-suwee-suwee“ beschrieben, als über längere Zeit wiederholten Laut. Die Art ist ruffreudig.[5][6]
Lebensweise
Die Art ist ein Standvogel und verhält sich eher unauffällig, wird meist hoch in den Bäumen einzeln oder als Paar beobachtet, in der Regel nicht in Gemischten Jagdgemeinschaften. Nahrung und Brutzeit sind nicht bekannt, lediglich die Fütterung junger Küken wurde im Juni in Peru beobachtet.[6]
Der Vogel lebt monogam oft über mehrere Brutzeiten hinweg. Gebrütet wird in der Trockenzeit. Das Nest wird üblicherweise in dichtem Blattwerk von Bäumen oder Büschen angelegt und besteht aus Gras, kleinen Blättern und Spinnenweben. Das Gelege enthält 2 bis 3 Eier, die über etwa zwei Wochen ausgebrütet werden. Die Nahrung setzt sich aus Insekten, Beerenobst und Spinnentieren zusammen und wird um reife Früchte ergänzt.[8]
Gefährdungssituation
Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).[11]
In den Jahren 2012 und 2016 wurde die Art als potentiell gefährdet (Near Threatened) angesehen.[12]
Literatur
- J. J. Tschudi: H[ylophilus] olivaceus. In: Archiv für Naturgeschichte, Band 10, S. 284, 1844, Biodiversity Library
Weblinks
- xeno-canto: Tonaufnahmen – Olivvireo (Hylophilus olivaceus)
- Olivvireo (Hylophilus olivaceus) auf eBird.org
- Birdlife
- Oiseaux.net
- Macaulay Library
- Hylophilus olivaceus im Integrated Taxonomic Information System (ITIS). Abgerufen am 29. September 2025.
- Peruaves
Einzelnachweise
- ↑ a b Olivvireo, in Avibase – Die Weltvogel-Datenbank. Abgerufen am 27. September 2025.
- ↑ P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF
- ↑ J. T. Zimmer: Studies of Peruvian birds. No. 41. The genera Hylophilus, Smaragdolanius and Cyclarhis. In: American Museum Novitates, Band 1160, S. 1–16, 1942, [1]
- ↑ R. A. Paynter (Herausgeber): Check-list of Birds of the World. A Continuation of the Work of James L. Peters. Volume 14. Museum of Comparative Zoology, Cambridge, Massachusetts, USA, 1968
- ↑ a b c Thomas Scott Schulenberg, Douglas Forrester Stotz, Daniel Franklin Lane, John Patton O’Neill, Theodore Albert Parker III: Birds of Peru. Princeton University Press, 2007, ISBN 978-0-691-04915-1
- ↑ a b c d e D. Brewer: Olivaceous Greenlet (Hylophilus olivaceus), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Hylophilus olivaceus
- ↑ J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.
- ↑ a b Birdbuddy
- ↑ IOC World Bird List Shrikes, vireos, shrike-babblers
- ↑ AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025
- ↑ Hylophilus olivaceus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2022. Eingestellt von: BirdLife International, 2022. Abgerufen am 29. September 2025.
- ↑ Hylophilus olivaceus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2016. Eingestellt von: BirdLife International, 2016. Abgerufen am 29. September 2025.