Olga Georgijewna Borsowa

Olga Georgijewna Borsowa (russisch Ольга Георгиевна Борзова; * 1. Januar 1949 in der städtischen Siedlung Pestschanokopskoje, Oblast Rostow) ist eine sowjetische bzw. russische Pädiaterin und Politikerin.[1]

Leben

Borsowa aus einer Lehrerfamilie studierte ab 1966 am Rostower Staatlichen Medizinischen Institut in der Pädiatrie-Fakultät mit Abschluss 1972.[1] Darauf wurde sie Kinderärztin des Zentralen Kaukasus-Rajon-Krankenhauses der Region Krasnodar. Sie wechselte 1974 in das Kinderkrankenhaus der Stadt Nischni Tagil der Oblast Swerdlowsk.[1]

Ab 1978 arbeitete Borsowa im Kinderkrankenhaus der Oblast Rowtow, wo sie 1989 Chefärztin wurde.[1] Von 1992 bis 1995 war sie Vizedirektorin der Abteilung für Gesundheitsfürsprge.[1] Sie organisierte einzigartige spezialisierte Kinderzentren mit moderner teurer medizinischer Ausstatung. Die meisten Zentren haben einen überregionalen Status, sodass dort nicht nur Kinder aus der Oblast Rostow, sondern auch aus den Nordkaukasusrepubliken kostenlos behandelt werden.

Von 1990 bis 1994 war Borsowa Abgeordnete des Oblst-Rats der Volksdeputiertenkongress-Abgeordneten der Oblast Rostow.[1] Dann war sie von 1998 bis 2002 Abgeordnete der Gesetzgebenden Versammlung der Oblast Rostow und Vorsitzende des Komitees für Sozialfragen, Rechtsordnung und Schutz der Bürgerechte.[2]

Als Kandidatin der durch die Parteivereinigung Einheit und Vaterland entstandenen Partei Einiges Russland (ER) der Oblast Rostow wurde Borsowa 2003 in die Duma gewählt.[2] Als Mitglied der ER-Fraktion wurde sie 2005 stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Sie war stellvertretende Vorsitzende des Komitees für Gesundheit. Beim Terroranschlag von Beslan war sie von Anfang an an der Bewältigung der Folgen beteiligt und arbeitete in der parlamentarischen Kommission zur Untersuchung der Gründe und Umstände des Anschlags in der Stadt Beslan der Republik Nordossetien-Alanien mit.[2]

Daneben arbeitete Borsowa weiter wissenschaftlich und verteidigte 2004 an der Rostower Staatlichen Medizinischen Universität erfolgreich ihre Kandidat-Dissertation über Rehabilitation von Kindern mit Herpes-Infektion für die Promotion zur Kandidatin der medizinischen Wissenschaften.[3]

Ab Februar 2007 leitete Borsowa auf Beschluss des Präsidiums des ER-Generalrats die Arbeitsgruppe zur Klärung der Situation im Rahmen des Programms für die zusätzliche Heilmittelversorgung begünstigter Bürger in der Russischen Föderation (RF).[2]

Bei der Duma-Wahl 2007 wurde Borsowa wiedergewählt und war nun Vorsitzende des Komitees für Gesundheitsschutz. Nach der Wiederwahl 2011 wurde sie stellvertretende Vorsitzende des Komitees für Familien-, Frauen- und Kinderfragen (bis 2016).[2][4] Sie verfasste 49 Gesetze und Gesetzesprojekte und viele Verbesserungen zu Gesetzesprojekten.

Borsowa steht auf den Sanktionslisten der Ukraine.[5] Ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse sind entsprechend den Antikorruptionsvorschriften registriert und einsehbar.[6] Sie ist unverheiratet und hat eine Tochter.

Ehrungen, Preise

Einzelnachweise

  1. a b c d e f ER: Борзова Ольга Георгиевна (abgerufen am 28. November 2025).
  2. a b c d e ER: Борзова Ольга Георгиевна депутат Законодательного Собрания Ростовской области (abgerufen am 28. November 2025).
  3. Борзова О. Г.: Реабилитация детей, больных герпесвирусной инфекцией : автореф. дис. на соиск. учен. степ. канд. мед. наук : специальность 14.00.09 <Педиатрия> ; специальность 14.00.36 <Аллергология и иммунология>. [Рост. гос. мед. ун-т]., Rostow am Don 2004.
  4. Фракция «Единая Россия» в Государственной Думе: Борзова Ольга Георгиевна (Memento vom 1. September 2013 auf WebCite) (abgerufen am 27. November 2025).
  5. Open Sanctions: OӀga Borzova (abgerufen am 27. November 2025).
  6. Deklarator: Борзова Ольга Георгиевна (abgerufen am 27. November 2025).
  7. УКАЗ Президента РФ от 12.03.1996 N 373 "О НАГРАЖДЕНИИ ГОСУДАРСТВЕННЫМИ НАГРАДАМИ РОССИЙСКОЙ ФЕДЕРАЦИИ" (abgerufen am 27. November 2025).
  8. УКАЗ Президента РФ от 06.09.1999 N 1172 "О НАГРАЖДЕНИИ ГОСУДАРСТВЕННЫМИ НАГРАДАМИ РОССИЙСКОЙ ФЕДЕРАЦИИ" (abgerufen am 26. November 2025).
  9. Указ Президента Российской Федерации от 20.04.2006 № 380 (abgerufen am 27. November 2025).
  10. Распоряжение Правительства Российской Федерации от 31.01.2009 г. № 86-р (abgerufen am 27. November 2025).
  11. Распоряжение Правительства Российской Федерации от 4 февраля 2011 г. N 108-р г. Москва "О поощрении Правительством Российской Федерации депутатов Государственной Думы Федерального Собрания Российской Федерации" (abgerufen am 27. November 2025).