Olga Alexandrowna Fatkulina

Olga Fatkulina
Voller Name Olga Alexandrowna Fatkulina
Nation Russland Russland
Geburtstag 23. Januar 1990 (35 Jahre)
Geburtsort TscheljabinskSowjetunion Sowjetunion
Größe 172 cm
Gewicht 68 kg
Karriere
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × 1 × 0 ×
WM-Medaillen 1 × 2 × 6 ×
EM-Medaillen 3 × 0 × 2 ×
JWM-Medaillen 1 × 0 × 2 ×
 Olympische Winterspiele
Silber 2014 Sotschi 500 m
 Einzelstreckenweltmeisterschaften
Gold 2013 Sotschi 1000 m
Bronze 2013 Sotschi 500 m
Bronze 2019 Inzell Teamsprint
Silber 2020 Salt Lake City Teamsprint
Silber 2020 Salt Lake City 1000 m
Bronze 2020 Salt Lake City 500 m
Bronze 2021 Heerenveen 500 m
 Sprintweltmeisterschaften
Bronze 2018 Changchun Sprint
Bronze 2020 Hamar Sprint
 Mehrkampfeuropameisterschaften
Bronze 2017 Heerenveen Sprint
Bronze 2019 Klobenstein Sprint
 Einzelstreckeneuropameisterschaften
Gold 2018 Kolomna Teamsprint
Gold 2020 Heerenveen Teamsprint
Gold 2020 Heerenveen 500 m
Platzierungen im Eisschnelllauf-Weltcup
 Debüt im Weltcup 7. November 2009
 Weltcupsiege 10 (davon 5 Einzelsiege)
 Gesamt-WC 500 1. (2013/14)
 Gesamt-WC 1000 3. (2013/14, 2019/20)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 500 Meter 5 8 12
 1000 Meter 0 1 7
 Teamwettbewerb 5 7 0
letzte Änderung: 27. November 2025

Olga Alexandrowna Fatkulina (russisch О́льга Алекса́ндровна Фатку́лина; * 23. Januar 1990 in Tscheljabinsk) ist eine russische Eisschnellläuferin. Ihre bevorzugten Distanzen sind die Sprintstrecken.

Werdegang

Fatkulina wurde dreimal russische Juniorenmeisterin und trat international erstmals bei den Juniorenweltmeisterschaften 2008 in Changchun in Erscheinung, wobei sie den 16. Platz im Mini-Mehrkampf und den neunten Platz in der Teamverfolgung errang. Im folgenden Jahr gewann sie bei den Juniorenweltmeisterschaften in Zakopane jeweils die Bronzemedaille über die Distanzen 1000 m sowie 1500 m und die Goldmedaille im 2 × 500-m-Lauf. In der Saison 2009/10 startete sie in Berlin erstmals im Eisschnelllauf-Weltcup und kam dabei in der B-Gruppe auf den 19. Platz über 1000 m und auf die Plätze 22 sowie 21 über 500 m. Beim Saisonhöhepunkt, den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver, lief sie über 500 m sowie 1000 m jeweils auf den 20. Platz.[1] Zudem wurde sie bei der Sprintweltmeisterschaft 2010 in Obihiro Achte im Sprint-Mehrkampf. In der folgenden Jahren belegte sie in der Saison 2010/11 bei der Sprintweltmeisterschaft 2011 in Heerenveen den 18. Platz im Sprint-Mehrkampf sowie bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2011 in Inzell den 14. Platz im 2 × 500 m-Lauf und in der Saison 2011/12 bei der Sprintweltmeisterschaft 2012 in Calgary den 12. Platz im Sprint-Mehrkampf sowie bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2012 in Heerenveen den 17. Platz im 2 × 500 m-Lauf und den 14. Platz über 1000 m. In der Saison 2012/13 kam sie mit 19 Top-Zehn-Platzierungen bei 21 Weltcupteilnahmen auf den sechsten Platz im Weltcup über 1000 m und auf den vierten Rang im Weltcup über 500 m. Dabei erreichte sie in Harbin mit dem dritten Platz über 1000 m sowie den zweiten Rang im Teamsprint und in Erfurt mit dem dritten Platz über 1000 m sowie mit dem zweiten Rang über 500 m ihre ersten Podestplatzierungen in dieser Wettbewerbsserie. Bei der Sprintweltmeisterschaft 2013 in Salt Lake City errang sie den neunten Platz im Sprint-Mehrkampf. Zudem holte sie bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2013 in Sotschi die Bronzemedaille im 2 × 500 m-Lauf und die Goldmedaille über 1000 m. Nach zwei sechsten Plätzen über 500 m und einen fünften Platz über 1000 m in Calgary zu Beginn der Saison 2013/14, lief sie in Salt Lake City mit dem dritten Platz über 500 m erneut aufs Podest. Im weiteren Saisonverlauf wurde sie im Weltcup fünfmal Dritte und zweimal Zweite über die Kurzdistanzen. In Berlin holte sie über 500 m ihren ersten Weltcupsieg. Beim Saisonhöhepunkt, den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi, belegte sie den neunten Platz über 1500 m und den vierten Platz über 1000 m. Im Lauf über 500 m gewann sie die Silbermedaille. Zum Saisonende siegte sie in Heerenveen zweimal über 500 m und beendete die Saison auf dem dritten Platz im Weltcup über 1000 m und auf dem ersten Rang im Weltcup über 500 m.

Diese guten Ergebnisse konnte Fatkulina in der Saison 2014/15 nicht wiederholen. Im Weltcup errang sie acht Top-Zehn-Platzierungen, darunter Platz drei über 500 m in Obihiro und belegte damit jeweils den 12. Platz im Weltcup über die Kurzdistanzen. Bei der Sprintweltmeisterschaft 2015 in Astana kam sie auf den fünften Platz im Sprint-Mehrkampf und bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2015 in Heerenveen im 2 × 500 m-Lauf sowie über 1000 m jeweils auf den 13. Platz. In der folgenden Saison wurde sie im Weltcup zweimal Zweite im Teamsprint und errang den zehnten Platz im Weltcup über 500 m sowie den sechsten Platz im Weltcup über 1000 m. Bei der Sprintweltmeisterschaft 2016 in Seoul belegte sie den sechsten Platz im Sprint-Mehrkampf und bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2016 in Kolomna den 12. Platz über 1000 m sowie den siebten Rang im 2 × 500 m-Lauf. Auch in der Saison 2016/17 lief sie im Weltcup zweimal auf den zweiten Platz im Teamsprint und erreichte mit 12 Top-Zehn-Ergebnissen, darunter Platz drei über 500 m in Berlin den achten Platz im Weltcup über 500 m und den siebten Platz im Weltcup über 1000 m. Im Januar 2017 gewann sie bei der Mehrkampfeuropameisterschaft in Heerenveen die Bronzemedaille im Sprint-Mehrkampf. Zudem lief sie bei der Sprintweltmeisterschaft 2017 in Calgary auf den neunten Platz im Sprint-Mehrkampf und bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2017 in Gangwon auf den 13. Platz über 1000 m sowie auf den 12. Rang über 500 m. Zu Beginn der Saison 2017/18 wurde sie aufgrund der Erkenntnisse des McLaren-Reports von der Oswald-Kommission des Internationalen Olympischen Komitees lebenslang gesperrt und ihre gewonnene olympische Medaille aberkannt.[2][3] Sie legte daraufhin Berufung ein. Im Februar 2018 machte der Internationale Sportgerichtshof wegen ungenügender Beweislage die Aberkennung ihrer Medaille rückgängig und hob die Sperre auf. Gleichwohl durfte sie nicht an den Olympischen Winterspielen 2018 teilnehmen.[4] Trotz der vorläufigen Sperre startete sie im Weltcup und holte drei Siege im Teamsprint. Zudem kam sie über 500 m zweimal auf den dritten Platz und erreichte damit den achten Platz im Weltcup über 1000 m sowie den fünften Rang im Weltcup über 500 m. Bei der Sprintweltmeisterschaft 2018 in Changchun gewann sie die Bronzemedaille im Sprint-Mehrkampf und bei den Europameisterschaften 2018 in Kolomna die Goldmedaille im Teamsprint. In den Einzelrennen wurde sie dort Sechste über 1000 m und Vierte über 500 m.

Nach Platz drei über 500 m und Rang eins in Obihiro zu Beginn der Saison 2018/19, kam Fatkulina in Tomaszów Mazowiecki zweimal auf den zweiten Platz über 500 m sowie in Hamar auf den dritten Platz über diese Distanz. Bei der Mehrkampfeuropameisterschaft 2019 in Klobenstein gewann sie erneut die Bronzemedaille im Sprint-Mehrkampf und errang bei der Sprintweltmeisterschaft 2019 in Heerenveen den neunten Platz. Zudem belegte sie bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2019 in Inzell den neunten Platz über 1000 m und den fünften Rang über 500 m. Im Teamsprint holte sie dort die Bronzemedaille. Zum Saisonende errang sie beim Weltcup in Salt Lake City nochmals den zweiten Platz über 500 m und beendete die Saison auf dem sechsten Platz im Weltcup über 1000 m sowie auf dem dritten Rang im Weltcup über 500 m. In der Saison 2019/20 kam sie im Weltcupeinzel 12-mal unter die ersten Zehn und lief damit jeweils auf den dritten Platz im Weltcup über 500 m und 1000 m. Dabei belegte sie einmal den dritten Platz und dreimal den zweiten Rang. In Minsk holte sie über 500 m ihren vierten Weltcupsieg im Einzel. Im Teamsprint wurde sie zweimal Zweite und einmal Erste. Bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2020 in Salt Lake City gewann sie die Bronzemedaille über 500 m sowie im Teamsprint und über 1000 m jeweils die Silbermedaille und bei der Sprintweltmeisterschaft 2020 in Hamar die Bronzemedaille im Sprint-Mehrkampf. Zudem holte sie bei den Europameisterschaften 2020 in Heerenveen jeweils die Goldmedaille über 500 m sowie im Teamsprint und errang im Lauf über 1000 m den sechsten Platz. Nach Platz 16. Platz im Sprint-Mehrkampf zu Beginn der Saison 2020/21 bei der Mehrkampfeuropameisterschaft 2021 in Heerenveen, erreichte sie mit sechs Top-Zehn-Ergebnissen, darunter Platz drei über 500 m in Heerenveen den achten Platz im Weltcup über 1000 m und den dritten Rang im Weltcup über 500 m. Dort wurde sie bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2021 Vierte über 1000 m und holte über 500 m die Bronzemedaille. In der Saison 2021/22 belegte sie im Weltcup über 500 m dreimal den dritten Platz und holte in Calgary über diese Distanz ihren fünften Weltcupsieg im Einzel und errang damit den 12. Platz in der Gesamtwertung. Beim Saisonhöhepunkt, den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking, sprintete sie auf den 13. Platz über 1000 m und auf den zehnten Rang über 500 m. Nach dem Ausschluss der russischen Athleten aufgrund des russischen Überfalls auf die Ukraine, nimmt sie seit der Saison 2022/23 ausschließlich an nationalen Läufen teil.

Erfolge

Olympische Spiele

Einzelstrecken-Weltmeisterschaften

Sprint-Weltmeisterschaften

Europameisterschaften

  • 2017 Heerenveen: 3. Platz Sprint-Mehrkampf
  • 2018 Kolomna: 1. Platz Teamsprint, 4. Platz 500 m, 6. Platz 1000 m
  • 2019 Klobenstein: 3. Platz Sprint-Mehrkampf
  • 2020 Heerenveen: 1. Platz Teamsprint, 1. Platz 500 m, 6. Platz 1000 m
  • 2021 Heerenveen: 16. Platz Sprint-Mehrkampf

Weltcupsiege im Einzel

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 7. Dezember 2013 Deutschland Berlin 500 m
2. 15. März 2014 Niederlande Heerenveen 500 m
3. 16. März 2014 Niederlande Heerenveen 500 m
4. 16. November 2019 Belarus Minsk 500 m
5. 10. Dezember 2021 Kanada Calgary 500 m

Weltcupsiege im Team

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 12. November 2017 Niederlande Heerenveen Teamsprint 1
2. 1. Dezember 2017 Kanada Calgary Teamsprint 1
3. 18. März 2018 Belarus Minsk Teamsprint 1
4. 18. November 2018 Japan Obihiro Teamsprint 1
5. 22. November 2019 Japan Obihiro Teamsprint 2
2 
Mit Angelina Golikowa und Darja Katschanowa.

Persönliche Bestleistungen

Disziplin Zeit Datum Ort
500 m 36,72 s 10. Dezember 2021 Calgary
1000 m 1:12,33 min 15. Februar 2020 Salt Lake City
1500 m 1:56,22 min 16. November 2013 Salt Lake City
3000 m 4:28,20 min 25. August 2009 Tscheljabinsk
5000 m 8:03,66 min 5. April 2009 Tscheljabinsk
Commons: Olga Fatkulina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Olga FATKULINA. Abgerufen am 10. Oktober 2021.
  2. IOC sperrt weitere russische Sportler lebenslang. dw.com, 24. November 2017, abgerufen am 27. November 2025.
  3. Decision of the IOC Disciplinary Commission. (PDF) IOC, 24. November 2017, abgerufen am 27. November 2025 (englisch).
  4. The Court of Arbitration for Sport (CAS) delivers its decisions in the matter of 39 Russian athletes v. the IOC: 28 appeals upheld, 11 partially upheld. (PDF) Internationaler Sportgerichtshof, 1. Februar 2018, abgerufen am 27. November 2025 (englisch).