Oleksandriwka (Berdjansk)

Oleksandriwka
Олександрівка
Oleksandriwka
Basisdaten
Staat: Ukraine Ukraine
Oblast: Oblast Saporischschja
Rajon: Rajon Berdjansk
Höhe: 90 m
Fläche: 1.14 km²
Einwohner: 185 (2001)
Bevölkerungsdichte: 162 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 71245
Vorwahl: +380 6140
Geographische Lage: 47° 2′ N, 36° 2′ O
KATOTTH: UA23020150260027647
KOATUU: 2325585704
Verwaltungsgliederung: 1 Dorf
Verwaltung
Adresse: вул. Миру 13
71244 с. Ільїне
Oleksandriwka
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Oleksandriwka (ukrainisch Олександрівка) ist ein Dorf in der ukrainischen Oblast Saporischschja im Rajon Berdjansk, es geht auf das Dorf Alexandertal der Kolonie Molotschna zurück.

Am 31. Oktober 2016 wurde das Dorf ein Teil der neugegründeten Siedlungsgemeinde Tschernihiwka[1], bis dahin war es Teil der Landratsgemeinde Iljine im Süden des Rajons Tschernihiwka.

Seit dem 17. Juli 2020 ist sie ein Teil des Rajons Berdjansk.[2]

Im März 2022 wurde der Ort durch russische Truppen im Rahmen des Russischen Überfalls auf die Ukraine eingenommen und befindet sich seither nicht mehr unter ukrainischer Kontrolle.

Alexandertal

Der Ort wurde 1820 von Familien aus Westpreußen (Graudenz, Thorn) am Nordufer des Baches Tschokrak gegründet. Entlang des Flusses, bestanden zehn Höfe an jeder Straßenseite. Vier Bauernhöfe kamen 1822 dazu. Die Siedler hatten ein Eigenkapital 5872 Rubel, die Regierung unterstützte die Siedler mit 11.320 Rubel Darlehen. Die ersten Jahre waren schwer aber dann wurden die Erdhütten durch Häuser ersetzt. In der Dorfmitte befand sich eine Schule, am westlichen Ende eine Kirche der Mennonitenbrüder. Es gab auch eine Windmühle, eine dampfbetriebene Mühle und eine Baumschule. Die Kirche der Mennonitenbrüder wurde abgerissen.

Dorfschule Alexandertal

Die Schule lag in der Dorfmitte und ist parallel zur Straße ausgerichtet. Vermutlich entstand das Gebäude 1861 in einer Gemeinschaftsleistung. Die Fundamente stammen aus einem nahegelegenen Steinbruch, der Kalk aus Ziegeleien aus Altonau, die Dachziegel aus Ohrloff. Das Gebäude der Schule ist erhalten.

Elisabettal

Elisabettal wurde 1823 am Nordufer des Tschokrak gegründet und nach Zarin Elisabeth benannt. Die Höfe lagen beiderseits der Hauptstraße, die parallel zum Fluss verlief. Anfangs siedelten hier 22 flämische Mennonitenfamilie, dann kamen noch drei weitere hinzu. Eine Querstraße markiert die Dorfmitte und führt weiter zum Friedhof. Das Dorf hatte, wie andere in der Kolonie, einen schwierigen Anfang. Als erste Unterkünfte dienten Erdhütten, die bald durch feste Häuser ersetzt wurden. Es gab zwei Windmühlen und eine Ziegelfabrik. 1913 lebten hier 436 Menschen. Während des Bürgerkriegs wurden einige Bewohner erschossen, viele starben an Typhus. In den 1930ern wurde der Ort kollektiviert. Nur wenige Bauten der Mennoniten sind erhalten.

Literatur

  • Rudy P. Friesen, Edith Elisabeth Friesen: Bauwerke der Vergangenheit: mennonitische Architektur, Landschaft und Siedlungen in Russland/Ukraine. Tweeback, Bonn 2016, S. 294–296, 306–307.

Einzelnachweise

  1. Відповідно до Закону України "Про добровільне об'єднання територіальних громад" у Запорізькій області у Чернігівському районі Чернігівська селищна, Богданівська, Верхньотокмацька, Владівська, Ільїнська, Новоказанкуватська, Новомихайлівська, Новополтавська, Обіточненська, Просторівська, Стульневська та Широкоярська сільські ради рішеннями від 12 і 31 жовтня 2016 року
  2. Верховна Рада України; Постанова від 17.07.2020 № 807-IX "Про утворення та ліквідацію районів"