Ofterdinger Mühle
Die Ofterdinger Mühle ist eine historische Getreidemühle in Ofterdingen im Landkreis Tübingen in Baden-Württemberg. Sie zählt zu den ältesten erhaltenen Mühlengebäuden der Region und steht als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz.
Geschichte
Die Mühle wurde erstmals um 1300 urkundlich erwähnt. Der Kernbau entstand 1420, ein größerer Umbau erfolgte 1629. Im 19. Jahrhundert kamen weitere Erweiterungen hinzu. Die Mühle blieb von Feuer und Krieg verschont und ist vollständig erhalten. Nach jahrzehntelangem Stillstand wurde sie 2017 zum Deutschen Mühlentag erstmals wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.[1]
Seit 2021 betreut der Verein Kulturdenkmal Ofterdinger Mühle e. V. das Gebäude. Neben Führungen und Schaubetrieb organisiert er kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen und Kleinkunst im ehemaligen Mühlensilo.[2][3]
Architektur und Technik
Der eingeschossiger Putzbau auf hohem Sockel in leichter Hanglage ist ein Beispiel für regionale Fachwerkarchitektur. Es verfügt über fünf Mahlgänge – drei mit Mühlsteinen und zwei mit Walzenstühlen – deren Technik teilweise aus dem 19. Jahrhundert stammt.
Bedeutung
Die Ofterdinger Mühle dokumentiert die Entwicklung der Mühlenwirtschaft in Baden-Württemberg und ist als Kulturdenkmal in der Denkmalliste des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg verzeichnet.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Südwest Presse: „Ofterdinger Mühle öffnet zum Deutschen Mühlentag“, 6. Juni 2017 (Printausgabe).
- ↑ Nussbaum Medien: Kulturdenkmal Ofterdinger Mühle e.V., 2025. Abgerufen am 5. Dezember 2025.
- ↑ Schwäbisches Tagblatt: „Lesungen und Konzerte im Silo der Ofterdinger Mühle“, 12. September 2021 (Printausgabe).
Koordinaten: 48° 25′ 27,2″ N, 9° 2′ 10,5″ O