Offshore-Windpark Norfolk
| Offshore-Windpark Norfolk | |||
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| Lage
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| Koordinaten | 52° 52′ 12″ N, 2° 41′ 24″ O | ||
| Land | Vereinigtes Königreich | ||
| Gewässer | Nordsee | ||
| Daten
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| Typ | Offshore-Windpark | ||
| Primärenergie | Windenergie | ||
| Leistung | Boreas: 1396 MW Vanguard West: 1545 MW Vanguard East: 1545 MW | ||
| Eigentümer | 50 % RWE 50 % KKR & Co. | ||
| Betreiber | Norfolk Vanguard East Ltd. Norfolk Vanguard West Ltd. Norfolk Boreas Ltd. | ||
| Projektbeginn | 2016 | ||
| Turbine | 276 × Vestas V236-15 MW | ||
| Website | https://norfolkzone.rwe.com/ | ||
| Stand | Januar 2026 | ||
Norfolk ist ein in Planung befindlicher Offshore-Windpark im Vereinigten Königreich in der Nordsee. Das Gebiet liegt östlich von Norfolk. Bis zu 4.200 MW könnte der Windpark umfassen. Damit wäre er einer der größten Windparks der Welt.
Er besteht aus den drei Teilflächen Norfolk Boreas, Norfolk Vanguard West und Norfolk Vanguard East.
Das deutsche Energieversorgungsunternehmen RWE übernahm die Projekte für insgesamt 963 Millionen Pfund zum ersten Quartal 2024. Alle drei Norfolk-Projekte will das Unternehmen noch in diesem Jahrzehnt in Betrieb nehmen.[1]
Norfolk Vanguard
Die beiden Teilflächen East und West erhielten im Januar 2026 einen zweiseitigen Differenzvertrag zu einem Preis von 91,20 Pfund je Megawattstunde über insgesamt 3090 Megawatt.[2] RWE hat in einem frühen Entwicklungsstadium bereits 50 % am Windpark an die US-amerikanische Beteiligungsgesellschaft KKR & Co. abgegeben. Die Projekte liegen 50 bis 80 Kilometer vor der Küste von Norfolk und sollen 2029 (West) bis 2030 (East) in Betrieb gehen.
Norfolk Boreas
Das Teilgebiet Boreas wurde im Juli 2022 für 1396 Megawatt mit 37,35 Pfund pro Megawattstunde bezuschlagt.[3] Über einen Differenzvertrag wird die Einspeisevergütung dem Betreiber für 15 Jahre staatlich zugesichert. Erfolgreicher Bieter war die Norfolk Boreas Limited, eine Betreibergesellschaft von Vattenfall. Die Inbetriebnahme war für 2027 geplant.
Im Juli 2023 hat Vattenfall die Investitionsentscheidung für die Projektumsetzung nicht getroffen. Die Investitionsrechnung ergab Kostensteigerungen von 40 Prozent. Die Offshore-Windenergie und ihre Lieferketten seien für höhere Inflation und Kapitalkosten besonders anfällig.[4] Das Projekt war damit zunächst gestoppt. Nach der Übernahme des Projektes, entwickelt RWE den Windpark weiter.
Siehe auch
Einzelnachweise
- ↑ RWE kauft britische Windkraftanlagen von Vattenfall für 1,1 Milliarden Euro. In: handelsblatt.com. 21. Dezember 2023, abgerufen am 23. Dezember 2023.
- ↑ RWE Aktie: Gewaltige Offshore-Offensive. In: stock-world.de. 14. Januar 2026, abgerufen am 15. Januar 2026.
- ↑ Contracts for Difference (CfD) Allocation Round 4: results. In: gov.uk. 7. Juli 2022, abgerufen am 15. Januar 2026 (britisches Englisch).
- ↑ Vattenfall stoppt Bau von Meereswindpark. In: spiegel.de. 20. Juli 2023, abgerufen am 23. Juli 2023.