Oelkassen

Oelkassen
Gemeinde Lüerdissen
Koordinaten: 51° 57′ N, 9° 37′ O
Fläche: 1,81 km²[1]
Einwohner: 150[1]
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 37635
Vorwahl: 05534
Lage von Oelkassen in Niedersachsen

Oelkassen ist ein Ortsteil der Gemeinde Lüerdissen im Landkreis Holzminden in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1973 eine eigenständige Gemeinde.

Geographie

Das kleine Dorf Oelkassen liegt an der Lenne einen Kilometer südwestlich des Dorfs Lüerdissen. Südwestlich von Oelkassen erstreckt sich der Vogler.

Geschichte

Oelkassen gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Wickensen im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel.[2] Von 1807 bis 1813 gehörte der Ort zum Kanton Eschershausen des napoleonischen Satellitenstaats Königreich Westphalen. Seit 1814 gehörte Oelkassen zum Amt Eschershausen des Herzogtums Braunschweig und seit 1833 zum braunschweigischen Kreis Holzminden.[3] Dieser wechselte 1941 nach Preußen und gehört seit 1946 zu Niedersachsen. Am 1. Januar 1973 wurde Oelkassen im Rahmen der niedersächsischen Gebietsreform Teil der Gemeinde Lüerdissen.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1793 072 [2]
1812 051 [4]
1845 107 [3]
1910 189 [5]
1925 163 [6]
1939 178 [6]
1950 354 [7]
1961 213 [7]
1970 211 [7]

Bau- und Naturdenkmale

Ein Wirtschaftsgebäude an der Lindenstraße 14 sowie eine Scheune an der Forststraße 14 stehen unter Denkmalschutz. Eine Linde auf dem Hammelberg nordöstlich des Dorfs sowie ein Arboretum mit exotischen Gehölzen am Kappenberg sind Naturdenkmale.

Infrastruktur

Oelkassen hat eine Ortsfeuerwehr.

Einzelnachweise

  1. a b Daten und Karte der Gemarkung Oelkassen
  2. a b Georg Hassel und Karl Bege: Geographisch-statistische Beschreibung der Fürstenthümer Wolfenbüttel und Blankenburg. Band 2. Friedrich Bernhard Culemann, Braunschweig 1803, S. 295 ff. (tu-braunschweig.de [PDF]).
  3. a b Karl Venturini: Das Herzogthum Braunschweig in seiner vormaligen und gegenwärtigen Beschaffenheit. Fleckeisen, Helmstedt 1847, S. 315 ff. (google.de).
  4. Georg Hassel: Statistisches Repertorium über das Königreich Westphalen. Vieweg, Braunschweig 1813 (uni-muenster.de).
  5. Uli Schubert: Deutsches Gemeindeverzeichnis 1910. Abgerufen am 12. November 2025.
  6. a b Michael Rademacher: Holzminden. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  7. a b c Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)