Octavio Jara Wolff
Octavio Jara Wolff (* 22. Juli 1944 in Los Ángeles; † 30. Dezember 2001 in Santiago de Chile) war ein chilenischer Jurist und Politiker, Mitglied der Partido por la Democracia (PPD).
Leben
Octavio Jara Wolff wurde in Los Ángeles, der sogenannten „Tür zum Süden“ Chiles in der Region Biobío, geboren. Er war Sohn des Ehepaars Alcibiádes Jara und Octavia Wolff, einer deutschstämmigen Frau. Seine Grundschule besuchte er an der Schule Nr. 1 in seiner Heimatstadt, die Sekundarschule am Liceo de Hombres de Los Ángeles, einem reinen Männergymnasium. Anschließend studierte er Rechtswissenschaften an der Universidad de Concepción und wurde 1972 vor dem Obersten Gerichtshof Chiles als Rechtsanwalt zugelassen. Während der Diktatur von Augusto Pinochet war er als Oppositionsführer in der Provinz Biobío aktiv und war ein überzeugter Sozialdemokrat. Beim Plebiszit von 1988 fungierte Jara Wolff als Provinzpräsident seiner Partei, der PPD. Bei den Parlamentswahlen 1989 kandidierte er für das chilenische Nationalkongress als Abgeordneter und wurde gewählt. Bei seiner Wiederwahl 1993 erzielte er die höchste Stimmenzahl im Wahlkreis.[1] Später wurde er Direktor zahlreicher staatlicher Unternehmen und arbeitete mit der Beratungsfirma Plusgener zusammen, um juristische Beratungen im privaten und öffentlichen Sektor durchzuführen.
Jara Wolff heiratete Any Silvia Quilodrán, mit der er zwei Töchter hatte. Eine von ihnen, Jimena Jara, war während der zweiten Amtszeit von Michelle Bachelet Staatssekretärin im Energieministerium und später Staatssekretärin für Kultur im Kabinett von Gabriel Boric.[2]
Octavio Jara Wolff verstarb am 30. Dezember 2001 in Santiago de Chile im Alter von 57 Jahren an Magenkrebs. Sein Leichnam wurde in der Freimaurer-Loge der Stadt Los Ángeles aufgebahrt und anschließend auf dem Cementerio General (Allgemeiner Friedhof) von Los Ángeles beigesetzt.[3]
Zu Ehren von Octavio Jara Wolff wurde in Los Ángeles die Avenida Octavio Jara Wolff (Octavio-Jara-Wolff-Allee) eingeweiht, eine Verkehrsachse, die die Stadt mit der Kommune Negrete verbindet.[4]
Einzelnachweise
- ↑ Bibliothek des Nationalkongresses von Chile: Octavio Jara Wolff. Reseñas biográficas parlamentarias. 2020, abgerufen am 9. Januar 2026.
- ↑ Nicolás Maureira: Angelina Jimena Jara es la nueva subsecretaria de las Culturas y las Artes. In: La Tribuna. 6. November 2024, abgerufen am 9. Januar 2026 (spanisch).
- ↑ Murió ex diputado del PPD. In: El Mercurio. 30. Dezember 2001, abgerufen am 9. Januar 2026 (spanisch).
- ↑ Cuidemos y respetemos a los antepasados. Abgerufen am 9. Januar 2026 (spanisch).