Oberhessische Presse

Oberhessische Presse

Beschreibung deutsche Tageszeitung
Verlag Hitzeroth Druck + Medien GmbH & Co. KG
Erstausgabe 1. Juli 1951
Erscheinungsweise täglich, Montag bis Samstag
Verkaufte Auflage 26.413 Exemplare
(IVW 3/2025, Mo–Sa)
Chefredakteurin Ileri Meier
Herausgeber Luise Hitzeroth, Wolfram Hitzeroth † (Marburg)
Geschäftsführerin Ileri Meier
Weblink www.op-marburg.de
ZDB 2010599-X

Die Oberhessische Presse (OP) ist eine 1951 erstmals erschienene Tageszeitung mit Lokalberichterstattung für den Landkreis Marburg-Biedenkopf. Sie wird heute von der Hitzeroth Druck + Medien GmbH & Co. KG verlegt. Die Zeitung behauptete sich gegen die Konkurrenz der Marburger Neue Zeitung. Es erscheinen die zwei Teilausgaben „Marburg & Ostkreis“ und „Hinterland“ für das Hessische Hinterland. Neben der Print-Ausgabe erscheint seit 2007 auch eine Online-Ausgabe der Zeitung (E-Zeitung). Die verkaufte Auflage beträgt 26.413 Exemplare, ein Minus von 17,3 Prozent seit 1998.[1] Im Verlag erscheint zudem das wöchentliche Anzeigenblatt Mein Samstag.

Geschichte

Die Oberhessische Presse entstand 1951 aus dem Zusammenschluss der Oberhessischen Zeitung und der Marburger Presse. 2002 wurde die Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent von der Familie Hitzeroth an den externen Investor, die Verlagsgesellschaft Madsack verkauft, an dem auch die SPD Anteile besitzt. Wolfram Hitzeroth hielt weiter 49 Prozent am Unternehmen.[2] Ab 2009 belieferte die OP auch die ebenfalls zu Madsack gehörende Waldeckische Landeszeitung und die Frankenberger Zeitung mit dem überregionalen Teil.

Am 1. Januar 2015 hat Wolfram Hitzeroth die 51 Prozent von Madsack zurückgekauft. 6 Prozent der Anteile hatte er vorher an seine Ehefrau Luise Hitzeroth übertragen. Sie sind seither die beiden alleinigen Inhaber der Hitzeroth Druck + Medien GmbH & Co. KG und der „Oberhessischen Presse“.[3] Inzwischen lässt sich die OP mit überregionalen Inhalten vom wiederum zu Madsack gehörigen Redaktionsnetzwerk Deutschland beliefern.

Deutschlandweite Aufmerksamkeit bekam die Zeitung 2013 im Rahmen des NSU-Prozesses, als sie den ihr zugelosten Presseplatz der FAZ überließ.[4]

Mitarbeiter

Momentan beschäftigt der Verlag zirka 120 Mitarbeiter. Wegen der Übernahme durch die Madsack-Verlagsgesellschaft hat sich die Mitarbeiterzahl in den letzten Jahren stark verändert. Zuvor gehörten dem Verlag bis zu 600 Mitarbeiter an. In dieser Zeit gehörten die 400 Zeitungszusteller noch zum Verlag und wurden von ihm entlohnt. Heute arbeiten sie für die ZVG mbH (Zeitungs-Vertriebs-Gesellschaft).

Auflage

Die Oberhessische Presse hat wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist in den vergangenen 10 Jahren um durchschnittlich 0,8 % pro Jahr gestiegen. Im vergangenen Jahr ist sie dagegen um 6,4 % gefallen.[5] Sie betrug im dritten Quartal 2023 insgesamt 30.970 Exemplar.[6] Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 63,9 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[7]
1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024
31.953 31.576 30.975 31.190 31.456 31.084 30.568 30.207 29.822 29.207 28.897 28.013 28.334 27.799 27.251 26.346 25.776 25.051 24.326 23.756 23.172 37.051 35.592 34.241 31.599 29.708 27.811

Trivia

Nicht zu verwechseln ist sie mit der Oberhessischen Zeitung. Die Oberhessische Zeitung erscheint im südlichen Teil Oberhessens, als Lokalzeitung in Alsfeld im Vogelsbergkreis, wobei das Verbreitungsgebiet der Oberhessischen Presse dem nördlichen Teil, auch Oberkurhessen, zuzuordnen ist.

Literatur

Einzelnachweise

  1. laut IVW (Details auf ivw.de)
  2. Selbstdarstellung im Internetauftritt der Oberhessischen Presse, abgerufen am 19. Oktober 2010
  3. Bekanntmachung der Transaktion im Internetauftritt der Oberhessischen Presse@1@2Vorlage:Toter Link/www.op-marburg.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche in Webarchiven)
  4. NSU-Prozess Freier Journalist erhält weiteren Presseplatz. F.A.Z, 2. Mai 2013, abgerufen am 2. Mai 2013.
  5. laut IVW (online)
  6. Titelanzeige | Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V. Abgerufen am 6. Januar 2024.
  7. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.de)