Oberalpsee

Oberalpsee
Oberalpsee mit Staumauer
Geographische Lage Kanton Uri
Zuflüsse Hinter Fellibach
Abfluss Oberalpreuss
Daten
Koordinaten 693796 / 168434
Höhe über Meeresspiegel 2027 m ü. M.
Fläche 18 ha
Karte vom Oberalppass mit See
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Der Oberalpsee ist ein Bergsee auf der Oberalppasshöhe im Schweizer Kanton Uri.

Geografie

Der Oberalpsee liegt auf der Urner Seite (Westen) des Oberalppasses auf 2027 m ü. M. und gehört zum Gemeindegebiet von Andermatt. Der etwa 2,5 Kilometer lange und 18 ha grosse See ist schmal – maximal 250 Meter breit. Er ist eingeklemmt zwischen steilen Felshängen vom Pazolastock im Süden und vom Schneehüenerstock im Norden.

Gespiesen wird der Oberalpsee insbesondere vom Hinter Fellibach, der von der Fellilücke herabkommt, und vom Bach, der die Feuchtgebiete an der Westseite des Pass Tiarms entwässert. Der Abfluss wird Oberalpreuss genannt.

Das klare und sauerstoffreiche Wasser des Sees ist ein idealer Lebensraum für Forellen.

Im Frühjahr, bevor die Schneeschmelze einsetzt, ist der Wasserpegel oft sehr tief.[1]

Gebiete mit einer Fläche von 44 Hektar westlich und östlich vom See sind unter den Namen «Zu den Staflen» und «Oberalppass» im Bundesinventar der Flachmoore von nationaler Bedeutung eingetragen. Das wertvolle Flachmoor am Ostende des Sees[2] bei der Mündung des Hinter Fellibachs ist erst seit den 1960er Jahren durch einen Damm vom See getrennt. Davor führten Strasse und Eisenbahnstrecke um das Moor herum.

Stromproduktion

Zu Beginn der 1960er Jahre wurde etwas unterhalb des Seeendes eine Staudamm errichtet. Der dadurch etwas länger gewordene See wird seit 1961 oder 1962 zur Stromproduktion als Stausee genutzt. Zum Wasserkraftwerk Oberalp an der Mündung von Oberalpreuss in die Unteralpreuss gehört auch die Stauanlage Schöni rund 2,5 Kilometer unterhalb des Oberalpsees. Das Kraftwerk des Elektrizitätswerks Ursern generiert jährlich rund 11 Millionen kWh – vor allem im Sommer nach der Schneeschmelze.[3][4][5]

Der Bund zahlte der Kraftwerkseigentümerin 2006 eine Entschädigung, damit sie den See nicht höher aufstaut und somit das Flachmoor am Ostende erhalten bleibt.[6]

Erschliessung

Die Oberalppassstrasse und die Matterhorn-Gotthard-Bahn führen dem See entlang.

Fischen im See ist mit einem Patent erlaubt. Patente können auf dem Oberalppass bezogen werden. Baden und Wassersport sind verboten.

Commons: Oberalpsee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Elias Bricker: Der Oberalpsee ist fast staubtrocken. In: Urner Zeitung. 11. Mai 2011, abgerufen am 5. November 2025.
  2. Urs Wüthrich: Das Oberalptal im Wandel. 1. Zwischenbericht. Hrsg.: Pro Natura Uri. Bürglen Dezember 2015, S. 21 (pronatura-ur.ch [PDF; abgerufen am 5. November 2025]).
  3. Wasserkraftwerke. In: EW Ursern. Abgerufen am 5. November 2025.
  4. Porträt. In: EW Ursern. Abgerufen am 5. November 2025.
  5. Kraftwerke im oberen Urner Reusstal – Kraftwerke im Urserental: Oberalp, Hospental, Realp I und II. In: RAOnline. Abgerufen am 5. November 2025.
  6. Regierungsrat Kanton Uri: Bericht und Antrag des Regierungsrats vom 21. Februar 2006 an den Landrat zur Änderung der Wasserrechtsverleihung an die Korporation Ursern zur Nutzbarmachung der Wasserkräfte der Oberalpreuss und des Speichers Oberalpsee (Nr. 109 R-750-12). (PDF) In: Kanton Uri. 21. Februar 2006, abgerufen am 5. November 2025.