Notre-Dame-des-Fleurs
Notre-Dame-des-Fleurs (frz. OT: Notre-Dame des Fleurs) ist der Titel des 1943 publizierten Debütromans von Jean Genet. Der Erzähler schreibt in seiner Gefängniszelle die Geschichte des Transvestiten Divine und seiner Freunde in der Pariser Homosexuellen-Szene und schildert deren Auf- und Abstieg bis zum sakral verklärten Tod. Der wegen seiner Thematik umstrittene und kontrovers bewertete Roman zählt heute zu den wichtigen Werken der französischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Die deutsche Übersetzung von Gerhard Hock erschien erst nach einem zweijährigen Gerichtsprozess 1962.
Inhalt
Überblick
Die Rahmenhandlung spielt 1942 während des Zweiten Weltkrieges in einem französischen Gefängnis in Fresnes. Der Erzähler denkt sich in seiner Zelle die Geschichte des Transvestiten Divine und seiner Freunde in der Pariser Homosexuellen-Szene aus und schildert deren Auf- und Abstieg bis zum gesundheitlichen Verfall und ihrem sakral erhöhten Märtyrertod. In die Handlungen einbezogen sind Erfahrungen des Erzählers und sein in der Isolation von der Gesellschaft entstandenes Mensch- und Weltbild mit einer Umwertung bürgerlicher Moralvorstellungen.
Der Erzähler
Der homosexuelle Erzähler Jean Genet[1] hat gegen den Rat seines Anwalts ein Geständnis abgelegt und ist zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Er fragt sich später, warum er nicht Suizid begangen hat, aber er lebt in seiner Zelle 426 wie in seiner eigenen Welt: „Meine gute, meine zärtliche Freundin, meine Zelle! Schlupfwinkel meines einzigen Ich, wie ich Dich liebe!“[2] Nachts erträumt er sich Märchen „aus volkstümlichen Romanen“.[3] Die Welt der außerhalb der Gefängnismauer Lebenden schiebt er so weit wie möglich von sich fort: „Die Welt weicht zurück, bis sie nur noch ein goldener Punkt ist an einem Himmel von solcher Finsternis, dass der Abgrund zwischen unserer Welt und der anderen sich gewaltig auftut und von der ganzen Wirklichkeit nur noch unser Grab bleibt. Nun beginne ich, das Dasein eines echten Toten zu führen. […] ich merze aus diesem Dasein alle Fakten aus. […] Ich glaube an die Welt der Gefängnisse und an ihre verworfenen Gebräuche. Ich bin einverstanden damit, in ihr zu leben. […] Von Träumen nähren. […] Eine andere Sprache gebrauchen. […] Gewohnheiten, die aus ihnen [den Häftlingen] Menschen am Rand des Lebens machen […] Ich glaube, ich trug dieses Leben insgeheim in mir, und die Berührung mit ihm genügte, um mir, von außen, seine Wirklichkeit zu enthüllen.“[4]
Der Erzähler vermischt in seinenn Phantasien den Gefängnisalltag mit Gedankenassoziationen: „Die nächtliche Stimmung, der Geruch, der aus verstopften, von Scheiße und gelbem Wasser überfließenden Latrinen aufsteigt, werfen Kindheitserinnerungen auf wie Maulwurfshügel von schwarzer Erde. Eines erzeugt das andere und nötigt es, emporzutauchen; ein ganzes Leben, das ich unterirdisch und für immer vergraben glaubte, kehrt zur Oberfläche, zur Luft, zur traurigen Sonne zurück, und nimmt einen Verwesungsgeruch an, an dem ich mich weide.“[5]
In seiner Zelle eingeschlossen, verzaubert ihn die Gegenwart seines Gedankengebäudes. Er sammelt Bilder von schönen jungen Verbrechern aus Zeitungen und Zeitschriften und denkt sich nachts Geschichten von ihnen und ihrem Sexualleben aus. „In der Nacht liebe ich sie, und meine Liebe beseelt sie. Am Tage gehe ich meinen Beschäftigungen nach. Niemand kann sagen, ob ich hier herauskomme, noch wenn ich herauskomme, wann das sein wird. Mit Hilfe meiner unbekannten Geliebten werde ich also eine Geschichte schreiben. […] Indem ich mein Leben neu erlebe, indem ich seinen Ablauf zurückverfolge, will ich meine Zelle erfüllen mit der Wollust, zu sein, was ich einer Kleinigkeit wegen zu sein verfehlte, und um mich in sie hineinzustürzen wie in schwarze Löcher, will ich jene Augenblicke wiederfinden, in denen ich mich in den unergründlichen Schächten der Fallgruben eines unterirdischen Himmels verirrte. […] Mit Hilfe meiner unbekannten Geliebten werde ich also eine Geschichte schreiben. Sie, die an die Wand geklebten, sind meine Helden, sie, und ich, der hier eingeschlossen ist. […] die Geschichte von Divine […] die Geschichte von Notre-Dame-des-Fleurs und, zweifelt nicht daran, meine eigene Geschichte. […] Ich werde euch von Divine erzählen, indem ich, je nach meiner Stimmung, männliche und weibliche Formen vermische“.[6]
In seinen Dämmerträumen kombiniert der Erzähler Jean selbst Erlebtes aus anderen Gefängnissen, wie Chave, mit Erinnerungen an Häftlinge: einen Korsen, den er Roger nennt und als Vorlage für die erfundenen Figur der Mignon-les-petit-pieds nutzt, oder Clément Village, einen ehemaligen schwarzen Nackttänzer aus Guadeloupe und Zuhälter, der seine Prostituierte Sonja im Streit erschlagen und ihre Leiche eingemauert hat. Durch Clément lässt sich der Erzähler für die Figur des Seck Gorgui inspirieren. So baut er mit seinen Figuren um Divine herum immer neue Beziehungen mit „dem Zubehör gewöhnlicher Liebschaften auf: Hass, Begierde, Zärtlichkeit, Trost, Rache.“[7] Er lässt seine Hauptfigur von adliger Herkunft, königlichem Reichtum und Luxusweltreisen träumen und vermischt ihre Phantasien mit den seinen: „Die Wahrheit ist nicht meine Sache. Aber man muss lügen, um wahr zu sein. Von welcher Wahrheit soll ich sprechen? Wenn ich wirklich ein Sträfling bin, der Szenen aus dem Innenleben spielt (sich spielt), so werdet Ihr nichts anderes verlangen als ein Spiel […] die Einsamkeit des Gefängnisses schenkte mir die Freiheit, die hundert Jean Genets zu sein, die ich bei hundert Passanten im Flug aufgefangen hatte, denn hier bin ich Mignon ähnlich, der ebenfalls die Mignons stahl, die eine unbedachte Gebärde aus all jenen Unbekannten, die er gestreift hatte, herausschlüpfen ließ.“ Aber der neue Jean sei wie ein griechischer Gauner, der „zu den Füßen einer unsichtbaren Merkurstatue“ hockt und versucht, dem Gott seine Sandalen zu stehlen.[8] Er lässt seine Hauptfigur Lou-Divine von seiner Kindheit träumen, er legt die Etappen ihrer Entwicklung und den Auftritt weiterer Figuren fest, steuert das Beziehungsgeflecht, reflektiert über die Homosexuellenszene innerhalb des gesellschaftlichen Kontextes und bringt in Assoziationsketten und in einer Art Bewusstseinsstrom eigene Erfahrungen mit ein: männliche und weibliche Rollen in homosexuellen Beziehungen, starke und schwache Männer („Louis“ und „Tunten“), ihre Sexualpraktiken, Gaunersprache als sekundäres Geschlechtsmerkmal der „Männchen“, z. B. bei Mignon, Gebärdensprache der „Tunte“ Divine.[9]
In seinen Kommentaren zu der Entwicklung seiner Figuren erklärt der Erzähler auch sein in seiner isolierten Zelle entwickeltes Menschenbild und seine Poetik: „Die Größe eines Menschen ist nicht nur die Wirkung seiner Fähigkeiten […] sie entsteht ebenfalls aus den Umständen, die ihn gewählt haben“. Neben der sichtbaren Größe, der „Herrlichkeit, von außen gesehen“, gebe es „das Elend, vielleicht von innen gesehen, und dann also wäre die Größe poetisch, sofern Ihr zugebt, dass die Poesie der Bruch (oder vielmehr: die Begegnung am Bruchpunkt) zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren ist.“ Auf Culafroys elendes Schicksal angewandt, bedeute dies, dass sein Leben aus „jenen geheimen Handlungen zusammengesetzt war, von denen jede ihrem Wesen nach ein Gedicht ist, so wie die winzigste Fingerbewegung der Tänzerin von Bali ein Zeichen ist, das eine Welt erschüttern kann, weil sie aus einer Welt kommt, deren vielfältiger Sinn nicht eingestanden werden darf […] Culafroy wurde Divine; er war also ein nur für ihn selbst geschriebenes Gedicht, unzugänglich für jeden, der nicht seinen Schlüssel besitzt.“[10]
Nach langen Träumen fühlt sich der Erzähler völlig ausgelaugt „von den erfundenen Reisen, den Diebstählen, den Vergewaltigungen, den Einbrüchen, den Gefängnisaufenthalten, den Verrätereien, in die wir gemeinsam verwickelt werden würden, […] bei denen wir selbst und wir allein das Abenteuer sind […] zwischen meinen nackten Wänden und in zwei Tagen habe ich alle Möglichkeiten eines Lebens durchlebt; ich habe es zwanzig Mal vor vorne begonnen und durcheinandergerührt, bis es wirklicher war als ein wirkliches Leben. Ich habe das Träumen aufgegeben. Ich wurde geliebt.“[11]
Der Erzähler beendet seinen Roman am Tag vor der Gerichtssitzung, die über sein Schicksal entscheiden wird, im Gefängnis von Fresnes, 1942. Er erinnert sich an seine Zeit in einem jugoslawischen Gefängnis, wo er „mit Gottes Hilfe“ das System der Welt begriff: „Die Welt und ihre Mysterien schrumpften zusammen, sobald ich von ihr abgetrennt war. Es war ein wirklich übernatürlicher Augenblick, in seiner Ablösung von allem Menschlichen“.[12]
Divine
Der Erzähler beginnt mit der Beschreibung,[13] wie Divine, ca. zwanzig Jahre vor seinem Tod, gegen zwei Uhr morgens im Café Graff am Montmartre mit geheimnisvollem Lächeln guten chinesischen Tee verlangt. „Wenn es nach mir ginge, würde ich aus ihr einen jener verhängnisumwitterten Helden machen […] Ich würde ihr Hüften aus Stein geben, polierte, flache Wangen, schwere Lieder und heidnische Knie von solcher Schönheit, dass sie die verzweifelte Klugheit im Gesicht der Mystiker widerspiegeln. […] Es wird die ganze Dauer eines Buches brauchen, um ihn aus seiner Erstarrung hervorzuziehen, um ihm allmählich mein Leiden mitzuteilen, ihn allmählich vom Übel zu befreien und behutsam zur Heiligkeit zu führen.“ Divine wird als „Tunte“ erkannt und vom Pächter des Restaurants hinausgebeten. „Das Café [verschwindet], und Divine [wird] in eines jener Tiere verwandelt – Schimären oder Greife -, die man an die Wände malt […] ein magisches Wort: ‚Homosexualis‘“. Dann läuft sie auf der vergeblichen Suche nach Kunden hungrig durch die nächtlichen Straßen.[14]
Louis Culafroy
Divine erinnert sich im Handlungsverlauf an sein Leben als Louis Culafroy in einem Provinzstädtchen: an den Selbstmord des Vaters, seine Mutter Ernestine, die ihm, dem schüchternen Schüler, die selbstgebaute Geige verbietet und ihn schwarz kleidet, seine Scham, die Beschimpfung durch andere Kinder, seine heimlichen Treffen mit Jean-des-Bandes-Noires, sein Rückzug in sein Zimmer im Schieferhaus der Mutter für seine Träume[15] und die Selbstmordgedanken, seine Freude am Tanzen. Die Beziehung zu dem älteren, ca. 18-jährigen „Schlangenfischer“ Alberto: „ein Dieb, ein brutaler Kerl und ein Schwein“, leitet eine neue Phase ein. Mit seinen Schlangen „offenbart“ er ihm seine Homosexualität, vergewaltigte ihn, das „zarte, lockige Kind“, und regt[-] seine ambivalente Haltung zur Sexualität an: den Zwang, „das zu lieben, was [er] verabscheut[-]“, und in dessen „Verzicht […] ein wenig ihre Heiligkeit begründet“ liegt.[16] Zugleich fühlt er, gemeinsam mit seiner einzigen Freundin Solange einen Hang zur Mystik, zu Visionen und zum Sakralen. Die Zeremonien des Priesters mit seinen symbolischen Gebärden und die Messdiener mit ihren Gewändern und Gerätschaften in der Kirche, vergleichbar mit einem Schauspiel, üben einen Zauber auf ihn aus. Nach seiner Flucht aus dem Schieferhaus wird er aufgegriffen und in eine Besserungsanstalt eingewiesen, wo er unter der Ordnung der Nonnen die geheime Kolonie der Zöglinge mit ihren Symbolen, ihrem eigenen Dialekt usw. kennenlernt: „Das Regierungssystem, mit Religion untermischt, war das der Gewalt – der Beschützerin der Schönheit. […] Die Gesetze […] wurden von einem Helden gelehrt, der aus einem Himmel der Kraft und Schönheit zu uns herabstieg und dessen weltliche und geistliche Macht wirklich von Gottes Gnaden sind.“[17] Als Nonnen verkleidet flieht er nachts mit seinem Freund Pierre aus der Anstalt.
Mignon-les-petits-pieds
Divine begegnet auf seinem Weg durch Montmartre Mignon-les-petits-pieds, einem Einbrecher, Hehler und Spitzel, der gerade aus dem Gefängnis entlassen worden ist, nachdem er „kaltblütig seine Komplizen und andere Freunde, die es nicht waren“ an die Polizei verraten hat: „Die anderen zu verkaufen gefiel ihm, denn das entmenschlichte ihn […] ‚Ich bin eine falscher Fünfziger‘ […] Mich entmenschlichen ist mein tiefstes Verlangen.“[18] Divine nimmt ihn mit in seinen „Speicher“, eine Mansarde in der Rue Caulaincourt am Montmartre mit einem Blick auf einen Friedhof: „Auch er war jung, fast ebenso wie Divine, und ich möchte, dass er es bleibt bis zum Ende dieses Buches.“[19]
Damit beginnt ihr Leben zu zweit in einer homosexuellen Beziehung. Tagsüber löst „ein Kokainschleier […] die Umrisse ihres Lebens auf, [lässt] ihre Körper dahingleiten“.[20] Gegen Abend schminken sie sich, Divine geht zur Arbeit auf den Strich an der Place Blanche und Mignon ins Kino, stiehlt „überall, wo er kann“ und „jedes Stück bringt die Verzauberung des Diebstahls in das Zimmer“.[21] Sonntags gehen sie gemeinsam in die Kirche und empfangen gelegentlich die Kommunion. „Sie glauben an die goldverzierten Bischöfe. Die Messe verzaubert Divine. Es ereignet sich dort nichts, was nicht sehr natürlich wäre. Jede Bewegung des Priesters ist klar, hat ihren genauen Sinn […] Wenn Divine zu sich selbst von Mignon spricht, faltet sie im Geist die Hände und sagt: ‚Ich bete ihn an. Wenn ich ihn nackt ausgestreckt liegen sehe, habe ich Lust, auf seiner Brust die Messe zu lesen.‘“[22] Für Mignon ist Divine höchstens eine Gelegenheit, während für Divine Mignon „nichts als der herrliche irdische Bote“ ist, „der fühlbare Ausdruck, das Symbol eines Wesens (vielleicht Gottes), einer im Himmel zurückgebliebenen Idee.“ Dadurch gerät ihre Beziehung immer wieder in Krisen. Nach ca. 6 Jahre löst Mignon die enge Partnerschaft zu einer gelegentlichen. Divine findet andere Liebhaber und lebt mit ihnen, teilweise als Dreiergruppe, eine gewissen Zeit in seiner Mansarde: Der 16-jährige Mörder Notre-Dame-des-Fleurs, Gabriel, der Linieninfantrist und Divines „Erzengel“, der schwarze Seck Gorgui.
Notre-Dame-des-Fleurs
Der Reiz der Beziehung zu dem 16-jährigen Notre-Dame-des-Fleurs (eigentlich Adrian Baillon), der v. a. vom Drogenhandel im Auftrag Marchettis lebt, liegt für die bereits alternde, ca. 30-jährige Divine in der Bewunderung und Liebe eines jungen Mannes.
Im Juli 1937, kurz vor ihrer Begegnung, hat Notre-Dame den 67-jährigen Ragon Paul erdrosselt und dann dessen Wohnung erfolglos nach Geld durchsucht. Anschließend ist er durch die Stadt geirrt. Der Erzähler erklärt, viele Männer hätten ihm von einer solchen Situation erzählt: Der Ermordete verfolge den Mörder. „Euer Toter ist in Euch: mit Eurem Blut vermischt […] und euer Herz lebt von ihm, so wie aus den Leichen die Friedhofsblumen sprießen… […] Um dem Entsetzen zu entgehen […] ergib Dich ihm mit Haut und Haaren.“ Der Erzähler wünscht sich, ihm möge ein solcher „Schrecken erspart bleiben“. Er habe „schon genug davon, heimlich [s]eine Mordbegierden durch Bewunderung zu befriedigen, die [er] der kaiserlichen Pracht der Sonnenuntergänge zolle.“ Aber ihm „nötigt“ der Mörder „Achtung ab“. Nicht nur, weil er eine seltene Erfahrung gemacht hat, sondern „weil er sich plötzlich zu einem Gott erhebt, auf einen Altar, der vielleicht auch nur aus wankenden Planken besteht oder azurner Luft.“ Er spreche, schränkt der Erzähler ein, „vom bewussten, ja zynischen Mörder, der auf sich zu nehmen wagt, den Tod zu erteilen, ohne sich auf irgendeine Macht oder einen Befehl zu berufen“, von einem, „den man den ‚Ausgestoßenen‘ nennt […] Ein verlorener Mann.“[23]
Seck Gorgui
Im Laufe der Zeit seiner Prostitution, um seine Zuhälter und Liebhaber zu finanzieren, muss Divine seine nachlassende Attraktivität immer stärker durch Kunstmittel verbergen: noch mehr Schminke, Perücke, Zaubertrank, Kokain, Alkohol. Auf einem Homosexuellen-Transvestiten-Kostümfest setzt er sich in einer Königinparodie sein Gebiss als Krone auf den Kopf. Er fühlt sein Feuer verlöschen, „vertrocknet“. Seine Suche nach einem Liebhaber wird immer schwerer. Eine Nachts begegnet er auf dem Boulevard dem schwarzen Seck Gorgui, zu dessen Gestaltung der Erzähler durch seinen Zellengenosse Clément Village inspiriert wurde,[24] und hofft, nach dessen Scheidung von Banjo, auf eine Paar-Beziehung. Da Seck sich Geld auf dem Strich besorgen will, nimmt Divine ihn gegen Bezahlung mit in seine Mansarde und lebt dort in einer Dreiergruppe mit ihm und Notre-Dame-des-Fleurs, als dieser nach einer Zeit des Untertauchens wieder erscheint. Als Notre Dame und Seck eine Zweierbeziehung beginnen und ihn zunehmend ausschließen, löst Divine aus Eifersucht die Mansardengemeinschaft auf, indem sie mit ihrer „Tuntenfreundin“ Mimose II, vereinbart, Notre Dame an sich zu binden und zu ihrem Liebhaber zu machen.
Auflösung und Heiligsprechung
Am Ende löst sich Divines Freundesgruppe auf. Mignon fällt seinen kleptomanischen Neigungen zum Opfer und geht bei seinen Ladendiebstählen immer größere Risiken ein. Er wird festgenommen und spürt die „Welt des Unwiderruflichen“. Der Erzähler kommentiert: „Es ist die gleiche Welt, in der auch wir waren, mit einer Besonderheit: anstatt zu handeln und uns als Handelnde zu kennen, wissen wir, wir ‚werden gehandelt‘. Ein Blick […] hat die genaue Schärfe des Weissagers, und die Ordnung dieser Welt – verkehrt gesehen – scheint so vollkommen in ihrer Unentrinnbarkeit, dass diese Welt nur noch zu verschwinden braucht. […] Die Welt ist umgestülpt wie ein Handschuh. Zufällig bin ich selbst dieser Handschuh und ich verstehe endlich, dass, am Tage des Gerichts, Gott mich mit meiner eigenen Stimme rufen wird: ‚Jean, Jean!‘“[25] Mignon wird zu drei Monaten Haft verurteilt.
Der inzwischen 18-jährige Notre-Dame-des-Fleurs wird ebenfalls verhaftet und des Drogenhandels beschuldigt. Beim Verhör erfasst ihn ein Schwindel. Er versucht den Verrückten zum spielen und gesteht anstelle des Kokaindeals die Tötung eines Alten. Man nimmt seine Aussage jedoch ernst, erinnert sich an den Mordfall und klagt Notre-Dame an. Durch die Presse wird sein Fall in Frankreich bekannt, Dorfpfarrer rufen zum Gebet auf und empfehlen „den neuen Kult der besonderen Andacht der Gäubigen“. Auch Divines Mutter Ernestine, deren Märchen „aus der Zeitung geboren“ werden, „aus denen das Blut der Dramen sickert[-]“ mischt die „geraffte Brutalität“ der Nachricht in ihre Träume.[26]
Ein „Präsident mit Hermelinpelz und roter Robe“ eröffnet den Prozess, „um das Kind zu richten […] Wieder einmal bedient sich das Schicksal, um zu seinem Ziel zu gelangen, heimtückischer Methoden.“ Der Saal ist gefüllt. Der Erzähler wagt zu sagen, „dass alle Augen in dem Heiligenschein, der Notre-Dame-des-Fleurs um[gibt], die folgenden Worte eingraviert lesen konnten: „Ich bin die unbefleckte Empfängnis.“ […] seine hellen Augen [kennen] nicht die Hölle“.[27] Aber das Publikum erwartet, dass „ein einziges Wort eine Enthauptung herbeiführen wird“ und dass „mit einem abgeschlagenen Kopf in den Händen nach Hause zurückkehren kann.“[28] Der Prozess läuft nach dem gewohnten Schema ab: Die Zeugen aus der Transvestiten-Szene haben ihre kleinen Auftritte. Der Staatsanwalt fordert eine harte Bestrafung für die Ermordung eines Greises. Der Verteidiger gibt als mildernde Umstände die ungünstige Sozialisation des zur Tatzeit 16-jährigen Jugendlichen zu bedenken und schlägt die Einweisung in eine Besserungsanstalt. Dagegen wehrt sich Notre-Dame energisch: „Da kratz‘ ich lieber gleich ganz ab.“[29] Schließlich verurteilen ihn die Geschworenen zum Tod durch die Guillotine.
Der Erzähler kommentiert: „Das war die Vergöttlichung. Es ist zu Ende. Als Notre-Dame-des -Fleurs in die Hände seiner Bewacher zurückgegeben wurde, schien er ihnen ein heiliges Zeichen zu tragen, ähnlich wie die antiken Sühneopfer (gleich ob sie Bock, Ochse oder Kind waren)“.[30] 40 Tage später wird er enthauptet.[31]
Bald darauf stirbt auch die vom Leben erschöpfte Divine. In ihrer letzten Hauptaktion vor ihrem Tod will sie ihre „Güte töten“ und sich „übermenschlich“ fühlen. Sie provoziert durch eine Manipulation des beschädigten Balkongeländers den Todessturz eines kleinen Nachbarmädchens, den sie vom Hof aus beobachtet. Ihre Begründung dafür ist: „Was würde es mir nützen, jetzt noch tausendfach gut zu sein? Wo ist das Mittel, dieses nicht gutzumachende Verbrechen zu sühnen? Also lasst uns schlecht sein.“[32] Wegen „unfreiwilligen Todschlags“ wird sie zu einer dreimonatigen Haftzeit verurteilt.
Der Erzähler resümiert: „Unsere große“ Divine stirbt, nachdem sie sich lange dazu vorgetastet hat, mit Kindheitserinnerungen an den „vom Himmel gestiegenen“ Alberto […], einer glückseligen Ewigkeit entgegentreibend“.[33] Divine sei sich ihrer „Heiligkeit“ bewusst, doch sie suche „das Bindeglied“, sie klammere sich an die Erde, „um nicht in den Himmel abzufahren“. In ihrem Sinn besage der Ausdruck „in den Himmel auffahren“: „ohne sich zu rühren Divine verlassen um der Gottheit willen. Sieh habe dies aushaltern müssen, „koste es, was es wolle“. Gott habe sie „schweigend“ gerufen, doch sie habe ihm nicht geantwortet und ihm „die Stirn“ geboten.[34] Um es ihm schwer zu machen, sie mit einem „gelungenen Catch-Griff an sich zu ziehen“, erneuere sie „ihre Gestalt mit neuen und barbarischen Formen“ und bekunde „tausend Leiber“. Niemand wisse, was vorgehe, niemand kenne „die tragischen Augenblicke von Divine, in ihrem Kampf mit Gott.“[35]
Entstehungs- und Editionsgeschichte
Genet schrieb seinen Erstling „Notre-Dame-des-Fleurs“ ab 1941, größtenteils 1942, während einer seiner zahlreichen Inhaftierungen. Aus seiner Situation in der Gefängniszelle und des bevorstehenden Prozesses ist es erklärlich, dass sein autobiographisch gefärbter Roman „von einem grundverzweifelten Ton, einer wahrhaftigen elenden Einsamkeit und Angst durchzogen ist“.[36] Nach seiner Entlassung im Oktober 1941 gab er das Manuskript Jean Cocteau zu lesen und dieser reichte es in der Literaturszene herum. Die Reaktionen waren Bewunderung und Warnungen: So riet u. a. Paul Valéry wegen der freizügig homosexuellen Passagen von einer Veröffentlichung ab. Als Genet im Mai 1943 erneut verhaftet wurde, war sein juristischer Status sehr unsicher: Eine zweijährige Bewährungsstrafe könnte bei einer erneuten Verurteilung vollstreckt werden. Deshalb ließ Cocteau durch einen Anwalt ein psychologisches Gutachten erstellen, das zu dem Ergebnis kam, Genet gehöre zu jener Menschenkategorie, deren moralische Verantwortlichkeit leicht vermindert ist. Da der Richter bei seinem Strafmaß unterhalb der für Gene gefährlichen Grenze blieb, wurde er Ende 30. August 1943 entlassen.[37]
Vor diesem Hintergrund wurde der Roman veröffentlicht: Ende 1943 besorgte Robert Denoël in Monte Carlo die erste anonyme Publikation in einer limitierten Auflage von 350 Exemplaren, die meist über private Bestellungen verkauft wurde. 1944, und erneut 1948, veröffentlichte Marc Barbezat, der Herausgeber der literarischen Zeitschrift L'Arbalete das Buch unter Genets Namen. Eine vom Autor überarbeitete Fassung, die einige der als zu stark pornografisch beurteilten Passagen im Roman wegließ, erschien 1951 bei Gallimard.[38] Spätere L'Arbalete-Ausgaben enthalten eine Reihe kleinerer Überarbeitungen.
In Deutschland wurde der Merlin Verlag von Andreas Meyer, der den Roman in der Übersetzung der Gallimard-Ausgabe von 1953 von Gerhard Hock veröffentlichen wollte, 1960 wegen „Verbreitung unzüchtiger Schriften“ angeklagt. Nach einem zweijährigen Verfahren sprach das Gericht das Buch frei und es konnte ohne Textänderungen veröffentlicht werden. Die 2016 erschienene Werkausgabe des Merlin-Verlags rekonstruiert die Urfassung und gibt die umstrittenen Passagen der Erstausgabe als Fußnoten wieder.[39]
Rezeption und Interpretation
Die Thematik von „Notre-Dame-des-Fleures“ sowie die Beschreibungen der Pariser Homosexuellen-Szene provozierte die Literaturkritiker ebenso wie seine poetische Sprache sie anzog: Für die einen war der Autor der „Orpheus aus der Gosse“, für andere ein Heiliger und Märtyrer, für wieder andere ein schreibender, schockierender Trieb-Vagabund. Heute haben die Werke Jean Genets ihren festen Platz in der Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts.[40]
Bereits beim Lesen des Manuskripts zweifelten viele Bewunderer an der Möglichkeit einer Publikation. So riet Paul Valéry wegen der freizügig homosexuellen Passagen von einer Veröffentlichung ab und Jean Cocteau schrieb am 22. Februar 1943 in sein Tagebuch: „Der Sprengkörper Genet. Das Buch ist […] fürchterlich, obszön, unpublizierbar, unvermeidbar. Man weiß nicht, wie es nehmen. […] Wird es die Welt zwingen, so zu werden, dass es in ihr erscheinen kann? Für mich bedeutet es das große Ereignis der Epoche. Es bringt mich in Aufruhr, es widert mich an und es verzaubert mich. Es wirft unzählige Fragen auf. Es kommt daher auf den leichten Füßen des Skandals, mit seinen Samtfüßen ... Ich habe Notre-Dame-des-fleurs Zeile für Zeile wiedergelesen [...] Hier aber haben wir die Einsamkeit und das Funkeln eines dunklen Sternes vor uns.“[41]
Über die literarische Bedeutung des Werks waren sich die meisten Schriftsteller einig. Sartre z. B. sieht in Notre-Dame-des-fleurs „einen der bedeutendsten Romane unseres Jahrhunderts“:[42] Der Roman hat eine „komplizierte thematische und formale Schichtung […] Die Erzählung wird auf mehreren Zeit- und Handlungsebenen geführt. Die Sprache reicht von Argot und pornographischem Vokabular bis zu einer mystisch-ekstatischen Metaphorik. […] Passagen äußerster Derbheit und Grausamkeit wechseln mit solchen von größter Zartheit und Sensibilität“[43] und von traumähnlicher Poetik.[44]
Die thematisch-inhaltliche Kritik setzt sich v. a. mit dem Vorwurf der unmoralischen, anarchistischen, obszönen und blasphemischen Position des Erzählers, der sich Jean Genet nennt und mit dem Autor gleichgesetzt wurde, und mit dessen Beschreibung einer neuen moralischen Ordnung auseinander, in der das Böse verherrlicht werde, Verbrecher zu Heiligen erhoben und konventionelle Tabus verletzt würden.[45] In diesem Zusammenhang differenziert Hartwig, auf die Urfassung bezogen, obszön sei Genet weniger wegen seiner Beschwörung einer rein homosexuellen, kriminellen Welt, obszön sei „vielmehr eine ans Phantastische grenzende Apotheose des männlichen Geschlechts, etwa in der parodistisch-steckbrieflichen Charakterisierung Notre-Dame-des-Fleurs, der zweiten Heiligenfigur dieses Romans“.[46]
In der literaturwissenschaftlichen Diskussion werden die blasphemischen Szenen des Romans unterschiedlich interpretiert: Während nach Hartwig „etliche relevante Szenen von einer geradezu wollüstigen, zutiefst katholischen Blasphemie zeugen“, z. B. werde die Guillotinierung des 16-jährigen Notre-Dame-des-Fleurs mit der Kreuzigung, sein Prozess mit der Passion Christi verglichen und der Transvestit Divine erscheine als Maria Magdalena, die in der Befriedigung des Mannes eine mystische Selbstauflösung erlebe,[47] hat für Nievers diese Apotheose nichts Blasphemisches:[48] Die Märtyrer Divine und Notre-Dame würden nicht nur mit Heiligen verglichen, sondern sie selbst seien – „wenngleich nicht in christlichem Sinne – sakral“. Notre-Dames Gerichtsprozess überhöhe Genet zu einer religiösen Zeremonie, auf deren Höhepunkt der Mörder mit dem Mariennamen als Muttergottes erscheine. Solche Passagen seien nicht als Parodie zu verstehen: „Für Genet offenbart sich Sakrales im Sakrileg, Religiöses in seiner Travestie, so wie das eigentliche Wesen seiner Figuren in deren Verkleidungen erscheint (Transvestiten)“. Zu sich selbst finden bedeute für Genet: ein anderer werden, einem anderen sein Eigenstes, seine Gesten stehlen, Mimesis. Gänzlich erreicht werden könne die Identität erst im Tod, doch es komme darauf an, schon im Leben abzusterben.[49]
Der Vorwurf der Pornographie wurde in gerichtlichen Prozessen verhandelt. In Deutschland leitete die Staatsanwaltschaft Hamburg ein Verfahren nach § 184 StGb wegen „Verbreitung unzüchtiger Schriften“ gegen den Verleger Andreas J. Meyer ein. Die bereits gedruckten Exemplare des Buches sollten eingezogen werden. In der Verhandlung wurde die Frage gestellt, ob solche Bücher aus gesellschaftlichen Schutzgründen verboten bzw. zensiert werden sollen oder ob die Freiheit der Kunst höher zu bewerten ist und man die Kritik der öffentlichen Diskussion überlassen sollte. Der Prozess endete 1962 mit einem Freispruch des vom Autor bereits selbst zensierten Buches. In diesem „juristischen Präzedenzfall entschied das Hamburger Landgericht, dass der Roman aufgrund seines hohen künstlerischen Werts für einen intelligenten Leser nicht anstößig sein könne, trotz der darin enthaltenen Obszönitäten“.[50] Das Urteil bewirkte die weitgehende Liberalisierung der literarischen Zensur und die Position des Merlin-Verlags gegen ein Verbot fand in der liberalen Presse weitgehend Zustimmung, ebenso die Publikation der Urfassung 2016.[51] Ähnlich verlief die Diskussion in Frankreich. Notre-Dame-des-fleurs wurde in die Liste von Le Mondes 100 Bücher des Jahrhunderts (1999) aufgenommen und mehrfach adaptiert und in anderen Kunstwerken zitiert.[52]
Tanztheater
- Lindsay Kemp inszenierte 1974 im Bush Theatre in London eine auf Notre-Dame-des fleurs basierende Produktion namens Flowers – A pantomime for Jean Genet, inspiriert von Genets Worten: „Die Saga des Göttlichen sollte getanzt oder nachgeahmt werden.“ Kemp spielte die Hauptrolle der Divine. Diese Produktion hatte sich aus früheren Versionen entwickelt, die 1969 in Edinburgh begannen. Flowers gastierte anschließend in New York, Australien, Japan und ganz Europa und Südamerika (Letzte Aufführung 1992 in Buenos Aires).
- Die Regisseurin Gloria Paris inszenierte gemeinsam mit dem französischen Tänzer und Choreografen Daniel Larrieu die Show Divine, basierend auf Genets Notre-Dame-des-fleurs 2012 am Théâtre de l'Athénée Louis-Jouvet.
Literatur
- Jean-Paul Sartre: Saint Genet, comédien et martyr (1952). In: Jean-Paul Sartre, Gesammelte Werke. Schriften zur Literatur, Band 3. Rowohlt Reinbek, 1986.
- Marion Luckow: Die Homosexualität in der literarischen Tradition. Studien zu den Romanen von Jean Genet. (Beiträge zur Sexualforschung). Stuttgart 1962.
- Hans Giese: Notre-Dame-des Fleurs, Gutachten, 1962. In: H. Bürger-Prinz und H. Giese (Hrsg.): Das obszöne Buch. Beiträge zur Sexualforschung. Organ der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung, 35. Heft. Ferdinand Enke Verlag Stuttgart, 1965, S. 31–45.
- Claude Bonnefoy: Jean Genet. Eine Einführung in das Werk. Merlin Hamburg 1966.
- Urs Urban: Der Raum des Anderen und Andere Räume. Zur Topologie des Werkes von Jean Genet. Königshausen & Neumann, Würzburg 2007, (Dissertation, Universität Trier, 2005).
Anmerkungen
- ↑ Mehrere Namensnennungen: Jean bzw. Genet: z. B.: Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 88.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, S. 89.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, S. 233.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 150, 151 ff.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 56.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 11, 27.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 177.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 179, 223.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 48 ff.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 250.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, S. 34.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 270.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 27, 33.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 29, 30.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 97.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 117, 121.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 178.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 39.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 30, 33.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 37.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 42.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 42.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 79, 80 ff.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 126.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 211.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 233, 234.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 236, 237.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 235.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 258.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 259.
- ↑ Christi Himmelfahrt liegt 40 Tage nach Karfreitag.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 266.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 273, 274.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 265.
- ↑ Jean Genet: Notre Dame Des Fleurs. Merlin Verlag Hamburg, 1960, S. 265.
- ↑ Ina Hartwig, deutschlandfunk, 7. Januar 1999.https://www.deutschlandfunk.de/notre-dames-des-fleurs-100.html
- ↑ Dankesbrief von Genet an André Breton und Benjamin Péret für die Unterzeichnung der Petition zur Rettung vor dem Abstieg. In: Jean Genet dessinateur, Toutes les images du langage.Genet-Texte herausgegeben von Frieda Ekotto, Aurélie Renaud, Agnès Vannouvong, Fasano, Schena. Presses de l'Université de Paris-Sorbonne, Sammlung "Biblioteca della ricerca", Transatlantique-Serie, 2008.
- ↑ Encyclopædia Britannica. https://www.britannica.com/topic/Our-Lady-of-the-Flowers
- ↑ Jean Genet, Werke in Einzelbänden, Band I, überarbeitete Übersetzung von Gerhard Hock, Nachwort von Armin Huttenlocher, editorische Notiz von Friedrich Flemming. Merlin Verlag Gifkendorf, 2016.
- ↑ Merlin Verlag. https://merlin-verlag.com/WebRoot/Store18/Shops/82f36b4d-3679-4794-a74d-1ade21211848/MediaGallery/Text_PDFs/Jean_Genet_Werkausgabe.pdf
- ↑ Zitiert in: Merlin Verlag. https://merlin-verlag.com/epages/82f36b4d-3679-4794-a74d-1ade21211848.sf/de_DE/?ViewAction=ViewPaged&ObjectID=2664371&PageSize=10
- ↑ Jean-Paul Sartre: Saint Genet, Comédien et Martyr. In: Oeuvres complètes de Jean Genet. Éditions Gallimard Paris, 1952.
- ↑ Kindlers Literaturlexikon im dtv. Deutscher Taschenbuch Verlag München, 1975, Bd. 16, S. 6803.
- ↑ Encyclopædia Britannica. https://www.britannica.com/topic/Our-Lady-of-the-Flowers
- ↑ Encyclopædia Britannica. https://www.britannica.com/topic/Our-Lady-of-the-Flowers
- ↑ Ina Hartwig, deutschlandfunk, 7. Januar 1999.https://www.deutschlandfunk.de/notre-dames-des-fleurs-100.html
- ↑ Ina Hartwig, deutschlandfunk, 7. Januar 1999. https://www.deutschlandfunk.de/notre-dames-des-fleurs-100.html
- ↑ bezogen auf die Romanfassung von 1953: Knut Nievers: NOTRE-DAME-DES-FLEURS. In: Kindlers Literaturlexikon im dtv. Deutscher Taschenbuch Verlag München, 1975, B. 16. S. 6803.
- ↑ Knut Nievers: NOTRE-DAME-DES-FLEURS. In: Kindlers Literaturlexikon im dtv. Deutscher Taschenbuch Verlag München, 1975, B. 16. S. 6803.
- ↑ https://merlin-verlag.com/epages/82f36b4d-3679-4794-a74d-1ade21211848.sf/de_DE/?ViewAction=ViewPaged&ObjectID=2664371&PageSize=10
- ↑ Ina Hartwig, deutschlandfunk, 7. Januar 1999.https://www.deutschlandfunk.de/notre-dames-des-fleurs-100.html
- ↑ Die englische WP listet die Bezüge in der Popkultur auf.