Normag NG 25
| Normag | |
|---|---|
| Bild nicht vorhanden | |
| NG 25 | |
| Hersteller | Normag |
| Produktionszeitraum | 1942–1945 |
| Motoren | MWM-Zweizylinder-Gasmotor (TG 15-Z) 3982 cm³ 25 PS |
| Länge | 3000 mm |
| Breite | 1600 mm |
| Höhe | 1850 mm |
| Radstand | 1815 mm |
| Höchstgeschwindigkeit | 19,8 km/h |
| Vorgängermodell | – |
| Nachfolgemodell | – |
Der Normag NG 25 ist ein Schlepper mit Holzgasgenerator, den der Hersteller Normag zwischen 1942 und 1945 in Nordhausen baute. Er entstand als Reaktion auf die massive Kraftstoffverknappung während des Zweiten Weltkriegs, als herkömmliche Diesel- und Benzinschlepper für die zivile Landwirtschaft kaum noch mit Treibstoff versorgt werden konnten.[1]
Der Betrieb des Schleppers galt, wie auch bei anderen Kraftfahrzeugen mit Holzgasgenerator, als arbeitsintensiv und wenig komfortabel. So musste nach Herstellerangaben alle drei bis vier Betriebsstunden Holz nachgefüllt und der Ascheraum geleert werden. Zudem war die Leistungsbeute im Vergleich zu reinen Dieselmotoren deutlich geringer, weshalb der NG 25 als funktionale, aber ungeliebte Notlösung galt. Nach dem Krieg wurden viele NG 25 daher rasch wieder ausgemustert oder auf Dieselbetrieb umgerüstet. Original erhaltene Exemplare mit Holzgasgenerator sind heute äußerst seltene Sammlerstücke.[2]
Technik und Funktionsweise
Der Schlepper ist in Blockbauweise konstruiert und hat einen Zweizylinder-Gasmotor vom Typ MWM TG 15-Z mit einem Hubraum von 3982 cm³. Er leistet 25 PS bei einer Nenndrehzahl von 1550/min. Gestartet wurde mit Benzin und mit Erreichen der Betriebstemperatur erfolgte die Umstellung auf den Gasbetrieb.[3]
Der NG 25 hat einen Einheitsgasgenerator EG 60 Block. Darin werden zerkleinerte Holzstücke unter Ausschluss von Luft verschwelt, um das brennbare Holzgas zu gewinnen. Normag lieferte den Schlepper mit allen für den Gasbetrieb notwendigen Komponenten aus (Handgebläse, Entstauber, Teerabscheider, Gaskühler, Absetzbehälter, Wassertank und Gasluftmischer).[3]
Die Kraftübertragung übernimmt ein Kurzgetriebe von Prometheus mit vier Vorwärtsgängen und einem Rückwärtsgang. Die Vorderachse ist eine Pendelachse mit zwei übereinander angeordneten Blattfedern. Als Lenkung dient eine Schneckenlenkung, die Bremsanlage basiert auf mechanisch betätigten Trommelbremsen.[4]
Zur Serienausstattung gehörte eine Heckzapfwelle sowie eine Riemenscheibe. Gegen Aufpreis war weiteres Zubehör erhältlich wie zum Beispiel ein Mähbalken, eine Seilwinde, ein Aufbaupflug oder ein Fahrerhaus.[2]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Oldtimer Traktor, VF Verlagsgesellschaft mbH, Ausgabe Dezember 2025, ISSN 1862-1716, Seite 71.
- ↑ a b Oldtimer Traktor, VF Verlagsgesellschaft mbH, Ausgabe Dezember 2025, ISSN 1862-1716, Seite 73.
- ↑ a b Oldtimer Traktor, VF Verlagsgesellschaft mbH, Ausgabe Dezember 2025, ISSN 1862-1716, Seite 72.
- ↑ Oldtimer Traktor, VF Verlagsgesellschaft mbH, Ausgabe Dezember 2025, ISSN 1862-1716, Seite 75.