Norbert & die Feiglinge

Norbert & die Feiglinge
Allgemeine Informationen
Herkunft
Genre(s) A cappella
Aktive Jahre 1988–1999
Auflösung
Website Offizielle Website
Letzte Besetzung
Norbert Bohnsack[1]
Fred Timm
Sebastian Jensen (ab 1995)
Ehemalige Mitglieder
Gesang, Kontrabass
Peter Bohl (1988–1993)
Gesang, Trompete
„Hummi“ Dirk Hachmann (1988–1995)
Gesang
Ede Schönleber (1995)

Norbert & die Feiglinge war von 1988 bis 1999 eine deutsche Popband aus Hamburg.

Werdegang

Die Inhalte ihrer Lieder reichten von Parodien auf die Gesellschaft und spezielle Gruppen über schwarzen Humor bis hin zu kritischen Texten über einzelne Personengruppen, wobei zum Teil auch eher alberne Passagen das Liedgut dieser Band ausmachen. Ein weiteres Merkmal war ein Gegenwartsbezug vieler Lieder, der inhaltlich schon kurze Zeit später überholt war (Mitleid mit Berti Vogts, Bum Bum Boris mit der Melodie von Caravan of Love von The Housemartins, Uwe Barschel lebt mit der Melodie von California Dreamin’ von The Mamas and the Papas[2] und Verdammt Hans-Dietrich mit der Melodie von Verdammt, ich lieb’ Dich von Matthias Reim).

Oftmals wurden bekannte Melodien mit neuen deutschsprachigen Texten versehen, beispielsweise Lady in Black von Uriah Heep als Marzipan, Joe Dassins Les Champs Elysee als Schönheitschirurgie oder ABBAs Dancing Queen als Zwiebelmett.

Zu ihren bekanntesten Liedern zählen Bayern hat verloren sowie Manta, welches das Klischee um Liebhaber des Opel Manta bediente, aus dem zahlreiche Mantawitze und zwei Kinofilme entstanden sind.

Mitglieder der Band waren u. a. Norbert Bohnsack (Gesang, 1988–1999) und die „Feiglinge“: Peter Bohl (Gesang, Kontrabass, 1988–1993), Frederik Timm (Gesang, Saxophon, Gitarre, Percussions, 1988–1999), „Hummi“ Dirk Hachmann (Gesang, Trompete, 1989–1995), Ede Schönleber (Gesang, 1995) und Sebastian Jensen (Kontrabass, 1995–1999).

Frederik Timm ist inzwischen Solokünstler und Mitglied der Monsters of Liedermaching. Norbert Bohnsack gehört der Celler Schule an. Für das im Februar 2015 veröffentlichte Das SuperBob Album von SpongeBob Schwammkopf schrieb er die deutschsprachigen Songtexte.[3]

Diskografie

Chart­plat­zie­rungen
Erklärung der Daten
Singles[4]
Manta
 DE723.07.1990(17 Wo.)

Alben

  • 1990: Norbert & die Feiglinge (Glamour Records)
  • 1993: Neue deutsche Felle (Glamour Records)
  • 1997: Live
  • 1998: Herzblatt

Singles

  • 1989: Manta (Titelsong von Manta – Der Film)[5]
  • 1990: Schönheits-Chirurgie
  • 1991: Manta ’91
  • 1992: Marzipan
  • 1992: Wir können gar nicht singen – wir sehen nur gut aus (inkl. Es gibt keine Mannis mehr)
  • 1993: Verdammt, Hans-Dietrich
  • 1994: Essen & Trinken (Wir sind bei Aldi, Zwiebelmett, Kaffee und Ich mag mich)
  • 1995: Frauen (Carola, Andrea, Mies und Carola/live)
  • 1995: Fußball (Bayern hat verloren, Trotzdem HSV, Frauenfußball und Mitleid mit Berti Vogts)
  • 1996: Rente (Ich werd' dreißig, Meine Haare, Lass die Alten ran! und Wir sind alt)
  • 1996: Live (5-Track-Bonus-CD für Sammler der 4 vorangegangenen Singles)
  • 1996: Heilige Nacht (Wozu (Der Weihnachtsmann), Heilige Nacht, Unser Fest, Ich will raus)
  • 1998: Herzblatt (Herzblatt-Hubschrauber, Hausmeister, Cybersex, Spaßbremsenfete bei Jörg)
  • 1998: Todesanzeigen (die allerlängste Single der Welt; 1 Track, 79:09)

Auszeichnungen

RSH-Gold

  • 1991: in der Kategorie „Newcomer Regional“

Einzelnachweise

  1. Internetseite von Norbert Bohnsack
  2. Uwe Barschel lebt auf germancharts.com
  3. Popshot: Kritik zu Das SuperBob Album, Artikel vom 14. März 2015, abgerufen am 21. März 2015.
  4. DE
  5. Norbert & die Feiglinge bei IMDb